Tag : schlafen

Early Bird

Seit wir Eltern sind, sind wir (leider) unter die Frühaufsteher gegangen. Es kommt nicht selten vor, dass ich mir denke, man könne jetzt ja mal xy anrufen, und dann erstaunt feststelle, dass es erst 8:00 ist. Meistens habe ich diese Erkenntnis vor dem geplanten Anruf, was mir potentielle Gesprächspartner sicherlich danken würden, wüssten sie denn von meiner Absicht, sie anzurufen.

Das Kind gehört also zu den Lerchen, ich eher nicht so, weshalb ich gestern Abend vorsorgen musste. Dummerweise schlief der Kleine nämlich gegen 16 Uhr ein. Ich überlegte, wecken oder schlafen lassen? (Glücklicherweise hatte er keine Stoffwindel an, das zumindest war also kein Problem.) Grundsätzlich handeln wir nach dem Credo: ein schlafendes Kind wird nicht geweckt, es sei denn, wir haben einen Termin und müssen pünktlich da sein. Um 17:00 Uhr kontaktierte ich den Mann, um mich zu beraten. Er war, genau wie ich, für schlafen lassen. Entweder, wir kämen spät ins Bett (falls er noch aufwachen sollte), oder wir müssten eben früh aufstehen.

Was soll ich sagen, die kleine F(l)edermaus war um 3:25 Uhr wach, ausgeschlafen und bester Laune. Wir hatten vorgesorgt, waren entsprechend früh schlafen gegangen und waren so ebenfalls wider erwarten fit. Der Mann war um halb sechs auf der Arbeit („Es war ‚die Tankstellen haben noch geschlossen‘ früh“), ich schlief nochmals mit dem Kind ein, ging dann frühstücken und einkaufen und kurze Zeit später war der Mann auch schon wieder zu Hause. Frühes Abendessen, Zähne putzen, Bettzeit.

Und da ich beim Kochen beinahe umgekippt wäre, hab ich mich gleich dazu gelegt. (Memo an mich: morgen einen Termin beim Arzt machen.)

Categories: Immer dieselbe Leier

Von Sex, Bindungsstörungen und was das mit dem Familienbett zu tun hat

Gerade wurde mir von Susanne folgender Artikel übers Familienbett in meine  Timeline gespült:

http://stadtlandmama.de/content/warum-ich-nichts-vom-familienbett-halte

„Stadt-Mama Katharina“ erzählt, warum sie nichts vom Familienbett hält. Sie spricht davon, dass sie nachts ihre Ruhe brauche, davon, dass ihre Kinder von vornherein im eigenen Bett im eigenen Zimmer schliefen und davon, dass Eltern schließlich keine Sklaven ihrer Kinder seien.

Dann kramt der Artikel so ziemlich alle dummen Vorurteile gegen das Familienbett hervor, die je ein Bullshit-Bingo zusammen getragen hat.

  1. Eltern, vor allem Mütter, die das Familienbett praktizieren, machen sich selbst zum Märtyrer und erzählen stolz ihre Leidensgeschichten, um den „beste Muddi-Award“ zu gewinnen. Schließlich kümmern sie sich selbst nachts noch um ihre Kinder und opfern den eigenen Schlaf.
  2. Sie wollen das auch gar nicht anders, denn sie können ihre Kinder nicht loslassen. Selbst nachts müssen sie die Kontrolle behalten und wissen, was ihre Kinder tun.
  3. Im Familienbett gibt es keinen Sex mehr. Tatsächlich nutzen ja viele Frauen die Familienbettgeschichte als Ausrede, um keinen Sex mehr zu haben.

 

Liebe Katharina,

ich will dir mal erzählen, warum wir das Familienbett praktizieren. Es ist nämlich mitnichten so, dass unser Sohn kein eigenes Bett hat – im Gegenteil, das Bett war mit eines der ersten Dinge, die wir für das Kinderzimmer gekauft haben. Mein Mann war fest davon überzeugt, dass das Kind nicht ins Ehebett gehöre. Nun, meine Faulheit machte ihm einen Strich durch die Rechnung.

Da ICH es war, die das Kind nachts stillte, machte ich ihm schnell klar, dass ich nicht gewillt war, nachts aufzustehen, wenn der Kleine Hunger habe. Aufstehen, ins Kinderzimmer gehen, das Kind stillen, wieder zurück ins Schlafzimmer – da wäre ich wach. Also nicht „ich lauf im Halbschlaf durch die Gegend“ wach, sondern „ich löse Matheaufgaben“ wach. Sprich, dann wäre auch nix mehr mit schnell wieder einschlafen und DANN hätte ich meinen Schlaf geopfert. Also blieb das Kind bei uns. Noch in der ersten Woche ließ ich mir zeigen, wie ich ihn im Liegen stillen kann, und so schlummerten wir relativ schnell beim Stillen wieder weg. Fortan war der Mann der Meinung – mit 6 Monaten zieht das Kind aus, wenn dann abgestillt ist. (Haha.) Wir stillen noch immer und spätestens, nachdem wir hautnah mitbekommen haben, wie ein Kind aus der Nachbarschaft geferbert wurde, schworen wir uns, das machen wir nicht. Nun heißt es ja nicht, dass jedes Kind, dass allein einschlafen muss, auch geferbert wird, das möchte ich auch gar nicht sagen, aber „Ich bin jeden Tag von 6:30-20:00 für meine Kinder da“, und zwar „weil ich eine Pause brauche“ hinterlässt einen ziemlich bitteren Nachgeschmack. Sorry, Elternschaft ist nun mal kein Schichtdienst!

Familienbett hat nichts mit Kontrolle zu tun, sondern mit Erfüllen von Bedürfnissen. Wenn du nicht ohne deinen Lieblingsmenschen schlafen willst, unter einer Decke gekuschelt, warum bitte sollen deine Kinder das müssen? Ich finde das ziemlich unfair. Klar gewöhnen sich Kinder daran, wenn sie es nicht anders kennen. Ich kenne sogar auch durchaus auch Kinder, die schlafen besser im eigenen Bett. Ist ja auch nicht weiter wild, solange es eben für alle passt. Aber genau das ist das Problem – es muss jeweils für die individuelle Familie passen, und es gibt kein Pauschalrezept. Der Artikel klingt aber sehr pauschalisierend. Genauso, wie du, liebe Katharina, der Mutter aus dem Wartezimmer ganz pauschal Märtyrertum auf demWeg zum beste-Muddi-Orden unterstellst, könnte man im Gegenzug übrigens auch auf die Idee kommen, dass du einfach nur arrogant bist. Frei nach dem Motto: seht her, ich hab es geschafft, mir meine Unabhängigkeit zu bewahren, ICH laufe nicht dem beste-Muddi-Orden hinterher, ICH bin nämlich auch immer noch ich, Katharina. Aber hey, das bin ich ebenfalls. Trotz nächtlichem Stillen, Tragetuch und Familienbett bin ich immer noch ich, Melanie. Und ich geb nix auf den beste-Muddi-Orden, denn ich verrat dir was: die bin ich sowieso. Die Beste, die mein Sohn haben kann. So wie wir alle die besten Mütter sind, die unsere Kinder haben können, egal ob mit oder ohne Familienbett.

 

Liebste Grüße,

deine Melanie

 

P.S.: Ach ja, der Sex – nun, Co-Sleepers do it in the kitchen! 😉 Die Existenz von Geschwisterkindern sollte ja wohl zu Genüge beweisen, dass auch Ehepaare mit Familienbett ihr Sexleben aufrecht erhalten können. Bei uns gibt es zwar (noch) kein Geschwisterkind, aber so unter uns Betschwestern: mein Sexleben hat sich durch das Familienbett ernorm verbessert, denn tatsächlich sind wir gezwungen, kreativ in der Zeit- und Ortswahl vorzugehen. Das hat unser langweiliges „immer nur im Bett“ Liebesleben gehörig aufgemischt 😉

Categories: Anderswelt

Das mit dem Schlafen

Als die kleine F(l)edermaus grade ganz frisch war, waren unsere Nächte schlimm. Jede Nacht um halb 4 wachte er auf und schrie das ganze Haus zusammen. Ich war verzweifelt und glaubte nicht, dass es noch schlimmer kommen könnte. Schlafen war für unser kind schon immer schwierig, tagsüber schlief er nur auf uns oder an meiner Brust ein, nachts wachte er häufig auf und schrie.

Oft wurde mir gesagt, es werde besser, ich müsste Geduld haben. Mir war schon klar, dass durchschlafen utopisch war, das wollte ich auch gar nicht – ich wollte nur, dass er nicht mehr schrie. Mit einem wachen Kind käme ich schon irgendwie klar. Ich erinnere mich noch gut an eine stöhnende Mutter beim Delfi-Kurs, die seufzend und mit Leidensmiene erzählte, die Nacht sei so schlimm gewesen. Ihr Kind habe nur von 18-8 Uhr geschlafen und sich dabei immer mal wieder hin und her geworfen. Er sei ja so unruhig gewesen, sie habe deswegen so schlecht geschlafen! Ich schluckte ein hysterisches Lachen hinunter und biss mir auf die Lippen. Zu dieser Zeit schlief die kleine F(l)edermaus schon nur noch bei Bewegung ein. Einschlafstillen? Haha, von wegen Mutter! Das hieß im Klartext, ich saß tagsüber bis zu 5 Stunden mit meinem Sohn im Arm auf einem Gymnastikball und wippte auf und ab. Sobald ich aufhörte zu wippen, war er wach und weinte. Nachts wurde er entweder stündlich bis halbstündlich wach zum Stillen oder war wach und blieb das dann bis zu vier Stunden am Stück. das stündliche Stillen waren unsere guten Nächte, denn in diesen Nächten konnte ich wenigstens mit ihm liegen bleiben.

Im Januar bekamen wir von einer Freundin den Tipp, eine Federwiege zu kaufen. Wenn der Kleine nur bei auf und ab Bewegung schliefe, wäre das sicher das Richtige für uns. Wir recherchierten und entschieden uns schlussendlich für eine Nonomo. Sie rettete meinen Rücken und unsere Nerven. Kind stillen, reinlegen, wippen, Kind schläft. In Verbindung mit einer App, die Gebärmuttergeräusche spielte bzw später dann White Noise wirkte die Nonomo wie Zauberei. Fortan sang ich ein Loblied auf die Federwiege, die bei uns im Wohnzimmer direkt neben dem Sofa stand. Er schlief immer noch nicht besser nachts, aber so konnten wir ihn wenigstens schneller beruhigen. Doch die Nonomo war auch ein wenig ein zweischneidiges Schwert, schlief unser Kind doch schließlich AUSSCHLIEßLICH da drin ein. Wo vorher wenigstens noch ein Nickerchen in der Trage drin war, ging jetzt nicht mal mehr das. Und wenn er nachts wach wurde – und das wurde er nach wie vor häufig – blieb uns nichts anderes übrig, als aufzustehen und ihn in die Nonomo zu legen. Ich war also bei weitem nicht so mobil, wie ich es gern gehabt hätte. Wir arrangierten uns damit. Ich hatte eben enge Zeitfenster, in denen ich etwas mit ihm unternehmen konnte. Die Nächte bleiben weiterhin bescheiden und wir ignorierten die Ratschläge, ihn doch tagsüber einfach wach zu halten, damit er nachts besser schliefe. Lieber ließen wir ihn weiterhin nach Bedarf schlafen, alles andere fühlte sich einfach falsch an. Andererseits war die Nonomo natürlich super, wenn wir auf Reisen waren, denn so hatten wir sein gewohntes Bett immer dabei.

Mit sechs Monaten kam dann die Phase, in der ich schon fast fürchtete, unser Sohn sei ein kleiner Autist. Er ließ sich ausschließlich von mir in die Wiege legen und hatte einen festen Ablauf, den ich strikt befolgen musste. In die Wiege legen, die Spieluhr, das Schnuffeltuch an die rechte Wange, sein Seidenpüppchen an die linke, und wehe, die Seiten waren vertauscht. Oder die Reihenfolge. Dann brüllte er wie am Spieß und war nicht zu beruhigen, von Schlafen ganz zu schweigen. Drei Monate später war der Spuk zwar wieder vorbei, dafür war er grundsätzlich zwischen 22 Uhr und Mitternacht wach. Schlief er dann endlich wieder, robbte er im Halbschlaf seufzend und jammernd durchs Bett, war um 5 Uhr wieder hellwach und entsprechend müde den ganzen Tag. Ich seufzte ebenfalls müde und winkte abermals gute und nicht so gute Ratschläge ab. Alles Phase, es half ja nichts, zwingen konnte ich ihn nicht und je mehr ich es darauf anlegte, dass er schlief, desto weniger schlief er. Und desto wütender wurde ich, was weder ihm noch mir etwas brachte. Also ließ ich den Haushalt wie er war, nutzte die Tagschläfchen für mich mich mich und ließ ihn schlafen, wie er wollte.

Seit er nun etwa ein Jahr alt ist, schläft er nachts. Dennoch brauchte er die Nonomo nach wie vor, um taugsüber und abends einschlafen zu können. Aber nachts mussten wir immer seltener aufstehen, wenn er wach wurde, schlief er auch wieder im Bett ein. Das dauerte zwar dann auch bis zu einer Stunde, aber ich musste nicht aufstehen, yay 😉 Vor ungefähr zwei Wochen oder so fing es an, dass wir Schwierigkeiten bekamen, wenn wir die kleine F(l)edermaus in seine Wiege legen wollten. Er wwar zwar hundemüde, klammerte sich aber mit aller Macht an mir fest und weinte und jammerte. Gab man ihm etwas in die Hände, um ihn abzulenken, konnte man ihn jedoch durchaus in die Wiege legen, wo er auch relativ schnell einschlief. Wirklich kapiert, was er wollte, haben wir nicht –  das Einschlafstillen funktionierte nach wie vor nicht, beim Tragen schlief er nur im seltensten Fall ein und wir wussten ja, dass er ohne Nonomo nicht schlafen würde. Tagsüber war er sehr knatschig, wir vermuteten schon, dass er seinen Schlafrythmus abermals umstellen würde. Statt 2 x 1,5-2 Stunden (meist von 8-10 und 13-15 Uhr) wollte er nur noch einmal am Tag schlafen und war dann ab 17 Uhr so müde, dass er sich nicht einmal mehr aufrecht hinsetzen konnte. Sehr anstrengend für uns alle. Wir versuchten, das Beste daraus zu machen und hielten uns weiterhin an unsere Devise, ihn nach Bedarf schlafen zu lassen, auch wenn das bedeutete, dass sich unser „Feierabend“ nach hinten verlagern würde. Die Erfahrung zeigte, dass er sich auf etwa 19 Uhr einpendeln würde, +/- eine Stunde. Das war okay für uns.

Am Sonntag dann überraschte die kleine F(l)edermaus uns total. Er verschwand mittags im Schlafzimmer und rief nach mir. Erst dachte ich, er wollte spielen, aber als ich nachsah, saß er im Bett und schien auf mich zu warten. Wir legten uns hin, er stillte und binnen 10 Minuten schlief er tief und fest. Nach zwei Stunden wachte er fröhlich auf und rief wieder nach mir. Er strahlte übers ganze Gesicht und war mindestens ebenso stolz wie wir 😉 Abends versuchten wir es gleich nochmal, und siehe da, er brauchte die Nonomo nicht, er schlief nach etwa einer halben Stunde in unserem Bett ein und wachte – große Überraschung – auch erst um 7:30 wieder auf. Gegen halb 5 war er zwar unruhig und weinte, schlief dann aber noch mal wieder ein. Am Montag hielt er den Mittagsschlaf wieder in unserem Famillienbett und er schlief so problemlos ein, dass wir abends die Federwiege kurzentschlossen abbauten. Heute versuchte dann der Papa sein Glück, aber da der Zwerg doch noch stillen wollte, klappte das mit dem ins Bett bringen nicht. Aus unserem „ich schlafe nur bei der auf und ab Bewegung der Federwiege ein“ Kind ist scheinbar ein Einschlafstillkind geworden. Ein Einschlafstillkind, dass um 19 Uhr rum schläft, um halb 5 einmal weinend wach wird und dann aber erst um halb acht aufwacht. Halb ascht! Das ist quasi Urlaub für uns! Wir sind immer noch überrascht, gucken alle 5 Minuten auf das Babyphone (wobei die Abstände jetzt doch schon größer werden *g*) und genießen diese neue, ungewohnte Freiheit. Und unser Kind geht weiterhin so selbstbestimmt schlafen, wie er es schon als Säugling tat.

Categories: Dein Anblick

Koffeinfrei

Seit Ende August bin ich koffeinfrei. Hätte mir das jemand vor zwei Jahren gesagt, ich hätte herzlich gelacht. Damals floss quasi mehr Kaffee als Blut durch meine Adern. Hatte ich Kopfschmerzen, konnte ich sie durch einen Schluck Kaffee kurieren.

Vor einem Jahr hätte ich müde gelächelt. In der Schwangerschaft hat sich mein Kaffeekonsum drastisch reduziert – die kleine F(l)edermaus sorgte sehr effektiv dafür, indem mir schlecht wurde, wenn ich Kaffee roch. Das ging so weit, dass ich im Bett lag, mein Mann in der Küche die Kaffeedose öffnete und ich mir würgend die Decke über den Kopf zog, um nicht kotzen zu müssen. Die ersten drei Monate war ich also völlig ohne Kaffee, trank jedoch ab und an mal Cola. Ab dem zweiten Trimester konnte ich auch wieder Kaffee trinken, beließ es aber bei maximal zwei Tassen am Tag.

Seit die kleine F(l)edermaus bei uns lebt, trank ich wieder Kaffee. Mehr noch, ich BRAUCHTE den Kaffee, um morgens überhaupt fit zu werden. Wie ich schon öfter sagte, sind unsereb Nächte schlecht bis sehr schlecht – stündliches stillen wird hier als gute Nacht angesehen, perfekte Nächte sind die mit 3 Stillstopps, in schlechten Nächten ist das Kind nachts eine bis zwei Stunden wach, in sehr schlechten Nächten vier. Wen wundert es da, dass ich morgens zum Kaffee griff? So richtig Gedanken hatte ich mir darüber nicht gemacht, ich trank ja auch nur morgens zwei Tassen, das wars! Vor zwei Wochen – nach einer schlechten Nacht – fiel es mir dann endlich wie Schuppen von den Augen: wir lebten in einer Spirale. Schlechte Nächte ließen mich zum Koffein greifen, das Kind schlief schlecht, die Nacht wurde doof, morgens brauchte ich Kaffee… Irgendwann reflektierte ich mal, wieviel Koffein das denn wirklich war, was ich mir am Tag so zu Gemüte führte. „Nicht viel Kaffee“ bedeute: zwei Tassen morgens, am Nachmittag noch mal ne Tasse Earl Grey und Abends, wenn der Tag schlimm war, eine Cola zur Belohnung. Wenn ich mir vor Augen halte, dass unsere Tassen im Schnitt alle so um die 400-500 ml fassen, dann komm ich da am Tag gut und gern auf 1,5 bis 2 Liter koffein- oder teinhaltiges Getränk. Und das ist definitiv zu viel. Unser Kind wird ja nunmal von allem möglichen beeinflusst, also vermutlich eben doch (entgegen meiner (selbstsüchtigen?) Annahme) auch von Koffein.

Ich entschloß mich zu einem kalten Entzug. Und hatte prompt den ersten Tag darauf mörderisches Kopfweh. Eine Alternative zum Morgenkaffee war schnell gefunden – teinfreier Schwarztee mit Sirup ist ebenso lecker und macht sogar beim gefakten Latte Macchiato eine gute Figur. So lebe ich jetzt seit zwei Wochen völlig koffeinfrei. Erster positiver Nebeneffekt: ich trinke mehr.  Immer noch nicht genug, aber ich komme immerhin auf einen Liter Tee am Tag und trinke dazu noch Wasser. Trinken ist ja eh immerein Dauerthema bei mir… Weitere positive Effekte habe ich bisher noch nicht feststellen können – die kleine F(l)edermaus macht weiterhin ihrem Namen alle Ehre und die Nacht zum Tag. Aber vielleicht dauert es ja auch einfach, bis da ein Effekt eintritt? Solange warte ich eben. Und trinke Tee.

Categories: Immer dieselbe Leier

Nonomo

Vor zwei Tagen kam sie an, unsere Nonomo. Gestern habe ich sie provisorisch an der Klimmzugstange des Propheten in die Küchentür gehängt, um sie auszuprobieren. Ich dachte mir, wenn das Teil das Gewicht des Mannes trägt, hält die auch die Federwiege samt Kind.

Beim ersten Versuch weinte er. 🙁 Es war eine Mischung aus ungewohnter Umgebung, quersitzendem Rülpser und Empörung, dass er allein schlafen sollte, denke ich 😉 Ich ließ Zwerg also aufstoßen, gab ihm Espumisan und legte mein Schlafanzugoberteil mit in die Nonomo – er weinte weiter. Alleine schlafen? Also bitte, was für eine absurde Idee! *g* Ich hielt seine Hand und schmiss die App an, die wir in Notfällen nutzen, wenn alles singen, schuckeln und schaukeln nicht helfen. Diese App ahmt die Töne nach, die Babys im Mutterleib hören und hilft Zwerg gut, sich zu beruhigen.

Als er sich mit der neuen Situation angefreundet hatte, fielen ihm auch recht bald die Augen zu und er schlief zwei Stunden. Das schafft er tagsüber eigentlich nur mit Körperkontakt o/ Unnötig zu erwähnen, dass ich die ganze Zeit über daneben stand, weil ich der Feder noch nicht traute, ne? 😉

Aller guten Dinge sind drei, und mittlerweile kann ich sagen, er liegt gern in der Nonomo, solange er mich beim Einschlafen sieht 🙂  Heute hing die Wiege nochmal am Reck, während der Punk einen Haken an der Decke im Wohnzimmer anbrachte. Der kleine Mann ließ sich weder von Bohrmaschine noch vom Staubsauger stören und verschlief auch den Umzug ins Wohnzimmer komplett O_o

Hat sich wohl gelohnt, der Kauf 🙂

Categories: Anderswelt