Tag : montessori

Zaubersand

Der Zauber- oder auch Mondsand ist eine famose Idee, um die taktile Wahrnehmung zu fördern.

Es handelt sich dabei um kinetisches Material. Der Sand ist also weder trocken noch nass, wodurch er sich wunderbar zum Spielen in der Wohnung eignet. Da er eben feucht ist und nicht so trocken wie normaler Spielsand ist, krümelt er (theoretisch) weniger und staubt nicht so. Gleichzeitig ist Mondsand aber trocken genug, um locker und feinkörnig zu sein. Durch diese Eigenschaften haftet er unter Druck perfekt aneinander, so dass man leicht komplette Skulpturen formen kann. So lassen sich in Windeseile ganz tolle Sandburgen herstellen.
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Sucht man Zaubersand im Internet, stolpert man schnell über die nahezu unverschämt teuren Preise. Aber ich habe eine gute Nachricht: der Spielsand ist kinderleicht herzustellen und kostet dann umgerechnet für ein Kilo nicht mal einen Euro!

Man braucht:

– 8 Teile Mehl
– 1 Teil Öl

Optional:

– Lebensmittelfarbe zum Färben
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Mischt das Mehl mit dem Öl, bis sich eine krümelige Konsistenz ergibt. Ein Mixer oder eine Küchenmaschine sind hier sehr hilfreich. Bei Kindern in der oralen Phase empfiehlt es sich, ein gutes Lebensmittelöl zu verwenden. Stecken eure Kinder nicht mehr alles in den Mund, kann auch auf Mandelöl oder ähnliche Öle zurück gegriffen werden. Oder wie wäre es mit Kokosöl? Das kostet zwar ein bisschen mehr, duftet dafür dann aber himmlisch!

Wer mag, mischt noch Lebensmittelfarbe hinzu, um bunten Sand herzustellen. Das war’s. Wirklich. Ganz einfach, chemiefrei und man weiß, was drin ist.

Categories: Anderswelt

Puppenliebe

Irgendwann diesen Monat beschloss ich, dass ich dem Baby eine Puppe würde nähen wollen. Ich finde die Waldorfpuppen nämlich unheimlich anziehend, sehe es aber nicht ein, einrn dreistelligen Betrag für etwas auszugeben, für das nan kostenlose Anleitungen im Web finden kann 😉

Für den Anfang habe ich mir ein Bastelset in der Ideenschmiede gekauft. Diese Sets haben den Vorteil, dass man nicht mühsam alles zusammen suchen muss, bis auf die Füllung ist alles dabei.

Zusätzlich zur Schafwolle (die ich eigentlich nicht gebraucht hätte, hab ich doch genügend Kammzug hier) bestellte ich feines Puppengranulat, da ich wollte, dass die Puppe ein gewisses Gewicht hat.

Zunächst wurde der Kopf geformt – dank der beiliegenden Anleitung ganz einfach. Ein kleiner Dickschädel mit 60 Gramm 😉 Beim Anziehen des Puppentrikots fühlte ich mich ein wenig wie Frau Dr. Frankenstein 😉 Die Haare hab ich aus Mohairwolle gehäkelt, was wirklich kein Spaß war. Zum einen, weil wir 25º Außentemperatur hatten, zum anderen, weil ich Häkeln ziemlich blöd finde. Aber ich wollte unbedingt ein hellblondes Püppchen für unsere kleine F(l)edermaus 🙂 Alles zuschneiden und zusammennähen. Ich geb gern zu, ich war echt skeptisch, ob das überhaupt funktionieren würde, da ich von Hand genäht habe. Insgesamt habe ich nicht so lange gebraucht, wie ich befürchtet habe 🙂 Ein paar Details wie Schuhe waren ursprünglich gar nicht eingeplant, mussten aber sein, um Schönheitsfehler zu kaschieren 😉 Ein aufgesticktes Flickenherz lädt zum Befühlen ein ♡

Fast 400 Gramm wiegt sie, der Kopf sitzt etwas zu sehr versetzt, die Nähte sind krumm und schief, und auch die Proportionen passen nicht so recht – aber es steckt ganz viel Herzblut drin und die kleine F(l)edermaus liebt die Puppe 🙂

Categories: Immer dieselbe Leier