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Ringelblumensalbe – Tutorial

Ringelblumensalbe eignet sich hervorragend als natürliche Wundschutzcreme und ist ganz einfach herzustellen. Man benötigt lediglich:

 

– Ringelblumenblüten (100g, ganz)

– Kokosfett (2,5 bis 3 Gläser a 300ml)

– saubere Mullwindel

– etwas Geduld

– einen großen Topf

– mehrere saubere Gläser

 

1) Schüttet die Ringelblumenblüten in den Topf und gebt das Kokosfett hinzu. Vorsichtig erhitzen – die Blüten sollen nicht frittiert werden, also achtet darauf, das Fett nicht heißer als 40° werden zu lassen. Es sollte nur leichte Blasen schlagen. Das Gemisch bei schwacher Hitze 10 Minuten simmern lassen, dabei gelegentlich umrühren.

2) Den Topf beiseite stellen und das Blütengemisch 24 Stunden lang ziehen lassen. Nach der Wartezeit das Gemisch noch einmal erwärmen, falls nötig, damit das Fett wieder flüssig wird.

3) Über einer sauberen Mullwindel abseihen und die Blüten gut auspressen

4) In saubere Gläser abfüllen und freuen 🙂

 

Die Salbe hält sich bis zu einem Jahr, kann jedoch auch auf Vorrat hergestellt und eingefroren werden. Ringelblumen wirken wundlindernd, das Kokosfett wirkt antiseptisch – in Kombination ergibt das eine gute, „grüne“ Wundschutzcreme ganz ohne Chemie.

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Categories: Anderswelt

Zaubersand

Der Zauber- oder auch Mondsand ist eine famose Idee, um die taktile Wahrnehmung zu fördern.

Es handelt sich dabei um kinetisches Material. Der Sand ist also weder trocken noch nass, wodurch er sich wunderbar zum Spielen in der Wohnung eignet. Da er eben feucht ist und nicht so trocken wie normaler Spielsand ist, krümelt er (theoretisch) weniger und staubt nicht so. Gleichzeitig ist Mondsand aber trocken genug, um locker und feinkörnig zu sein. Durch diese Eigenschaften haftet er unter Druck perfekt aneinander, so dass man leicht komplette Skulpturen formen kann. So lassen sich in Windeseile ganz tolle Sandburgen herstellen.
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Sucht man Zaubersand im Internet, stolpert man schnell über die nahezu unverschämt teuren Preise. Aber ich habe eine gute Nachricht: der Spielsand ist kinderleicht herzustellen und kostet dann umgerechnet für ein Kilo nicht mal einen Euro!

Man braucht:

– 8 Teile Mehl
– 1 Teil Öl

Optional:

– Lebensmittelfarbe zum Färben
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Mischt das Mehl mit dem Öl, bis sich eine krümelige Konsistenz ergibt. Ein Mixer oder eine Küchenmaschine sind hier sehr hilfreich. Bei Kindern in der oralen Phase empfiehlt es sich, ein gutes Lebensmittelöl zu verwenden. Stecken eure Kinder nicht mehr alles in den Mund, kann auch auf Mandelöl oder ähnliche Öle zurück gegriffen werden. Oder wie wäre es mit Kokosöl? Das kostet zwar ein bisschen mehr, duftet dafür dann aber himmlisch!

Wer mag, mischt noch Lebensmittelfarbe hinzu, um bunten Sand herzustellen. Das war’s. Wirklich. Ganz einfach, chemiefrei und man weiß, was drin ist.

Categories: Anderswelt

Sauerteig

Die Beziehung zwischen Roggenbrot und mir ist eine schwierige, gelinde gesagt.

Seit ich unser Brot selbst backe, ist mir noch jedes Brot, dass auch nur einen Löffel voll Roggenmehl enthielt, nicht so gelungen, wie ich wollte. Entweder die Kruste war so hart, dass man sie kaum kauen konnte oder das Brot so fest, dass „kompakt“ nett formuliert war. Das letzte Exemplar,  für dass ich extra Sauerteig aus dem Bioladen besorgte, eignete sich gut zum Nägel in die Wand klopfen und wurde missmutig von mir entsorgt. Als ich mich frustriert auf Twitter darüber ausließ, bekam ich den Rat, doch mal selbst Sauerteig anzusetzen. So schwer sei das doch gar nicht!

Hm. Ich las und recherchierte (und amüsierte mich ein wenig über die Glaubenskriege ob der Frage des richtigen Umgangs mit Sauerteig, die much ziemlich an „Impfen oder nicht Impfen“ MommyWars erinnerten) und beschloss dann, es auszuprobieren. 5 Tage lang Mehl und Wasser zusammenrühren, das klang wirklich nicht so schwierig.

Ich rührte also 200ml Wasser und 100g Roggenmehl zu einem Brei an, taufte das Ganze auf Vorschlag des Propheten „Biff“ (nach der Bibel nach Biff, da der Prophet bei Sauerteig an Jesu Gleichnis denken musste), machte es ihm in der Küche bequem und beherrschte mich, nicht allzuoft nachzusehen, wie es Biff gehe. Am zweiten, dritten und vierten Tag fütterte ich Biff jeweils mit 100g Mehl und gab ihm 100ml Wasser zu trinken.

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Am vierten Tag war ich etwas in Sorge, da Biff sich gar nicht so verhielt, wie man es von einem anständigen Sauerteig erwartet. Er roch nicht, er blubberte nur mäßig und nahm augenscheinlich trotz regelmäßiger Fütterung nicht zu. Betrübt twitterte ich, Biff sei tot. Aber so richtig aufgeben wollte ich auch nicht, also setzte ich probehalber heute ein Roggenmischbrot mit Röstzwiebeln an. Und was soll ich sagen – Totgeglaubte leben länger! 😉 Nach 1,5 Stunden Gehzeit war der Römertopf jedenfalls ziemlich voll:

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Nach 90 Minuten Backzeit konnte ich ein wirklich gelungenes Zwiebelbrot aus dem Ofen nehmen. Locker, luftig, saftig und mit toller Kruste.

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Nomsig! Sauerteig, ne? Hätte ich mal eher ausprobieren sollen.

Categories: Immer dieselbe Leier

Stoffwindeln

Guckt mal, was dieses Wochenende hier eingetrudelt ist…

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Wir stellen jetzt nämlich auf Stoffwindeln um 🙂 Und die haben nun wirklich nichts mehr mit den alten hässlichen unhandlichen Gummidingern zu tun, wie es sie noch vor 30 Jahren gab…

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Sind die nicht toll? Ich bin ganz verliebt in diese Muster ♥

Ganz konkret handelt es sich um Blueberry Capri Überhosen aus wasserdichtem Polyurethane Laminate (PUL), einer atmungsaktiven Stoffschicht ähnlich der von modernen Regenjacken. Wir haben uns für die Variante mit Druckknöpfen entschieden – die bekommt die kleine Fledermaus nämlich nicht allein auf 😉 Tagsüber werden die Windeln mit einer saugfähigen Einlage aus Baumwolle versehen, für nachts nutzen wir flauschige Höschenwindeln mit dem irren Namen „Totsbots Bamboozle stretch“ (Zugegebenermaßen musste ich ziemlich kichern, als ich die Namen der verschiedenen Marken so gelesen habe 😀 ) Da Knöpfe jedoch recht fummelig sein können und hier bekanntermaßen abends beim letzten Wickeln alles SEHR schnell gehen muss, habe ich noch mal eine Bestellung ausgelöst und nächste Woche ziehen hier dann noch zwei Überhosen mit Klett (und eine Capri mit Druckknöpfen und Monster Print) ein. Bis dahin werden wir nachts erstmal weiter mit Wegwerfwindeln wickeln und die Totsbots  in der Zwischenzeit mehrfach waschen, denn ebenso wie die Einlagen erreichen sie ihre maximale Saugfähigkeit erst nach ein paar Runden in der Waschmaschine.

Warum wir wechseln? Weil wir es können :-p

Nein im Ernst. In der Schwangerschaft hab ich zum Thema Stoffwindeln gesagt „nix für mich, lass andere damit die Welt retten“. Und tatsächlich steht für mich der ökologische Aspekt nicht wirklich im Vordergrund. Ja, man spart wirklich viel Müll (Wegwerfwindeln produzieren über die gesamte Wickelzeit pro Kind rund 1000 Kilo Müll, eine Windel braucht 200 Jahre, bis sie verrottet ist) und auch die Energiebilanz sinkt. Man muss zwar mehr waschen, aber die Herstellung von Wegwerfwindeln kostet ja auch Energie.

Tatsächlich steht für mich (neben dem hübschen Design – ja, ich steh da drauf) der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Die Anschaffungskosten für unsere Stoffwindeln beliefen sich jetzt auf etwa 350 Euro. Wenn wir mit Wegwerfwindeln wickeln zahlen wir monatlich etwa 50 Euro für Windeln. Da hat man den Preis eines Stoffwickelsystems nach nem halben Jahr schon wieder drin, spart ab da richtig Kohle und kann die Dinger obendrein für 1 (2,3,4,…) weitere Kinder wieder verwenden…

Das Waschen macht mir btw nix aus. Nein, auch das Waschen von eingek*ckten Windeln nicht. Muttermilchstuhl geht ohne Probleme wieder raus, festeres wird halt erst im Klo versenkt. Die verschmutzten Einlagen kommen in den wasser- und geruchsdichten Wetbag, der dann komplett in der Maschine landet. Die hat ein tolles Einweichprogramm, so dass ich mir nicht selbst die Pfoten schmutzig machen muss. (Ja. Babykacke in der Waschmaschine. Dafür ist so ne Waschmaschine da, so what?)

So drehen hier also die neuen Windeln ihre Runden im Wasser, damit wir Anfang der Woche starten können. Ich freu mich und werde berichten! (Und wenn ich Lust hab, erzähl ich euch vielleicht sogar was über das hier praktzierte windelfrei 😉 )

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