Tag : familie

#alleirre

Und es ist einfach zu heftig, aufzuschreiben, was passiert ist. Wieder ein Kontakt weniger in der Familie. Der eine Teil der Familie sind diagnostiziert nicht ganz fit in der Birne, der andere Teil der Familie gibt sich alle Mühe, dass man sie für verrückt hält.

Herrgott, und da frage ich mich, warum es mir nicht gut geht. HimmelarschundZwirn!

Categories: Zweite Seele

Zu wenig. Zu spät.

Mal angenommen – rein hypothetisch natürlich – ihr trefft auf jemanden, den ihr schon euer Leben lang (buchstäblich) kennt und zu dem der Kontakt, nun, sagen wir mal, in der letzten Zeit ein wenig eingeschlafen ist. Ihr fragt euch, warum eigentlich, und ruft an, um die Sache zu klären. Dieser Anruf bringt eine ganze Menge, und man trifft sich wieder öfter, die Sache wird einfacher, der Kontakt wieder leichter. Vorsichtig wird die Beziehung zueinander reaktiviert.

Mal angenommen – rein hypothetisch natürlich – ihr trefft Monate später aufeinander. Es ist spät, man hat sich lange nicht gesehen und dann flippt der Lebenspartner eures Gegenüber aus dem Nichts heraus aus, schlägt zu und stößt Drohungen aus. Schlimme Drohungen. So schlimm, dass ihr Kind und Kegel einpackt und instant nach Hause fahrt. Unter Schock und mitten in der Nacht.

Mal angenommen – rein hypothetisch natürlich – ihr schreibt eine E-Mail, sobald ihr daheim seid. Einen reflektierten Text ohne Vorwürfe, in dem ihr klar und sachlich beschreibt, was ihr gesehen habt und dem Schläger Hausverbot erteilt. Ihr fühlt euch schlecht, träumt schlecht, es geht euch nicht gut. Und ihr wartet auf eine Reaktion der anderen Partei.

Mal angenommen – rein hypothetisch natürlich – diese Reaktion, sie kommt nicht. Ihr wartet eine Weile, in euch brodelt es, ihr werdet wütend. Vorbei die Reflektiertheit, was bleibt, ist Fassungslosigkeit, Wut, Enttäuschung. All diese Gefühle packt ihr mit vielen Ausrufezeichen in eine weitere E-Mail, die damit endet, dass ihr den Kontakt abbrecht. Auf eine Anzeige verzichtet ihr, auch wenn ihr durchaus das Recht dazu hättet.

Mal angenommen – rein hypthetisch natürlich – nach drei Wochen erhaltet ihr eine E-Mail. In dieser E-Mail befindet sich weder Erklärung noch Entschuldigung. Tatsächlich befindet sich in dieser E-Mail überhaupt kein Text, sondern lediglich dieses Bild:

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Rein hypothtisch, natürlich.

Zu wenig.

Zu spät.

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