Tag : babywearing

MAM Tunic

Heute ist sie dann doch angekommen, meine neue Tragejacke 🙂

Es handelt sich um die MAM Tunic in der Polarfleece-Variante. Leider habe ich noch nicht wirklich rausbekommen, ob es die wetterfeste oder die einfache Version ist – scheinbar gibt es da Unterschiede, was mir vor dem Kauf gar nicht bewusst war. *öhm* Ein wenig Sorge habe ich ja, dass die Jacke nicht warm genug ist, morgens ist es hier mittlerweile echt saukalt… Aber im Grunde ist das auch recht egal, mir ist eh immer total warm beim Tragen und die kleine F(l)edermaus bekommt zur Not eben eine Schicht mehr angezogen. Wir haben ja nicht umsonst eine ganz tolle Wollwalk-Hose hier *zu Barbara wink* 🙂

Da der Zwerg heute ziemlich mĂŒde war, gibt es keine Tragefotos zu sehen. Eventuell hole ich das Bilder machen morgen nach. Ich mag das Design jedenfalls sehr, auch wenn es ziemlich ungewohnt ist, da die Jacke kein explizites Vorne und Hinten hat. Der Trageeinsatz kann nur auf einer Seite befestigt werden, und man dreht die Jacke einfach, je nachdem, ob man das Kind vorn oder hinten trĂ€gt. Die raffbaren Ärmel und das zipfelige Design gefĂ€llt mir jedenfalls sehr. Auch klar, dass die Jacke hier in schwarz angekommen ist – schade nur, dass ich nicht vorher gesehen habe, dass es die auch in schwarz-lila gibt. Aber vielleicht finde ich noch mal jemanden mit einer Overlock, der mir da ein paar schicke Stickereien draufnĂ€hen kann 😉

Da das Kind mir zum vorn tragen mittlerweile doch ein wenig zu schwer wird (prinzipiell geht das natĂŒrlich schon, aber er hĂŒpft gern mal im Tuch rum und mein Beckenboden beschwert sich darĂŒber), werde ich versuchen, ihn ab morgen im einfachen Rucksack zu tragen. Das Binden ist noch easy, aber wenn er erstmal da hinten ist, kann man ja nicht mehr viel machen. Also, Schnuller reichen geht schon noch, wenn man die Schnullerkette entsprechend festmacht, damit man da ran kommt, aber eine verrutschte MĂŒtze lĂ€sst sich nicht mehr so einfach richten beim RĂŒckentragen. Also habe ich mir heute dann doch mal das Strickmuster der ZwergenmĂŒtze nĂ€her angesehen und Wolle rausgesucht. FĂŒr morgen hoffe ich, dass eine dĂŒnne MĂŒtze reicht (seine dicke WintermĂŒtze verrutscht eben leider doch ein wenig). Ich bin sehr gespannt, wie es ihm gefĂ€llt!

Categories: Anderswelt

Ich bin die Expertin. NĂ€mlich.

Kurz vor Silvester drehte sich meine Timeline plötzlich um MĂŒtter und Töchter. Teilweise schwierige Konstellationen tauchten auf, mehr oder weniger fest eingefahrene Denkweisen, Generationenkonflikte bezĂŒglich der eigenen Kindererziehung und der Vorstellung der (Groß)Eltern. Und in mir keimte der Wunsch auf, die eigene, ebenfalls komplizierte Beziehung zu meiner Mutter zu klĂ€ren.

Denn je Ă€lter die kleine F(l)edermaus wurde, desto mehr beschlich mich das GefĂŒhl, meine Mutter interessiere sich nicht fĂŒr ihr Enkelkind. Eine kleine Stimme flĂŒsterte: „Wozu auch? Sie hat ja noch 10 weitere!“ Und je mehr ich darĂŒber nachdachte, desto geneigter war ich, dieser Stimme zu glauben. Immerhin telefonierten wir selten, wenn wir mal miteinander sprachen, war fast immer ich es, die anrief und generell fragte sie dann nicht nach dem Kind. Auch auf Familienfeiern (die wir spĂ€rlich besuchten), nahm sie selten Kontakt zu dem Kleinen auf. Statt dessen hatte ich das GefĂŒhl, sie nĂ€hme uns noch immer ĂŒbel, dass wir die ersten zwei Wochen nach der Geburt ausschließlich fĂŒr uns haben wollten und uns jeglichen Besuch (nicht nur von ihr, sondern generell) verbaten. Und auf den Familienfeiern schien sie darauf zu warten, dass wir ihr das Kind in den Arm legten, was wir jedoch nicht taten. Wir handelten halt so, wie wir es fĂŒr unser Kind immer taten – kein Fremder bekam ihn auf den Arm. Nun ist meine Mutter ja im familiĂ€ren Sinne kein Fremder fĂŒr das Kind, sondern die Oma – im eigentlichen Sinne ist/war sie es aber eben doch, denn wir sehen uns wirklich sehr selten. So selten, dass sie ihm eben nicht bekannt war. TatsĂ€chlich war es sogar so, dass auch Freunde ihn nicht auf den Arm bekamen, eben, weil er es absolut nicht leiden konnte – aber das wusste meine Mutter nunmal nicht, wir sprachen ja auch nie darĂŒber.

Und letztlich brach uns dieses „nicht miteinander sprechen“ fast das Genick. Dann kam, wie bereits erwĂ€hnt, dieser Abend kurz vor Silvester. Um Silvester rum muss ich immer an meinen Papa denken, der eine Lieblingsgeschichte hatte, wenn es um Kommunikation ging. Kennen Sie die Geschichte mit dem Hammer? Ein Mann möchte ein Bild aufhĂ€ngen, oder etwas reparieren? Keine Ahnung, jedenfalls benötigt er einen Hammer dazu. Leider besitzt er jedoch keinen Hammer, und so beschließt er, zu seinem Nachbarn zu gehen und sich einen Hammer zu leihen. Auf dem Weg zum Nachbarn beschleichen ihn aber Zweifel – der Nachbar, der habe ihn gestern schließlich komisch angesehen. Und heute morgen, da habe er ihn nicht mal gegrĂŒĂŸt. Und letzte Woche auch und ĂŒberhaupt werde der Nachbar ihm seinen Hamemr sicher nicht leihen, der habe ihn ja noch nie leiden können. Als er beim Nachbarn ankommt, klingelt er quasi Sturm und kaum macht dieser auf, ruft der Mann ihm wutentbrannt entgegen: „Dann behalten sie eben ihren scheiß Hammer, sie Armleuchter!“ – naja, oder so Ă€hnlich, der genaue Wortlaut ist auch nicht so wichtig. Wichtig ist, dass der Mann seinem Nachbarn etwas vorwarf, was der so vermutlich gar nicht gedacht hatte.

Mich belastete das schon eine ganze Weile, denn egal, wie kompliziert es manchmal zwischen meiner Mutter und mir ist, das Kind hat schließlich ne Oma und ich möchte nicht, dass er ohne sie aufwĂ€chst. Entsprechend nahm ich allen Mut zusammen, schluckte mein Herzklopfen runter und schrieb ihr eine SMS, ob wir nicht mal telefonieren könnten. Ich wollte ein GesprĂ€ch von Mutter zu (Groß)Mutter. Am Ende sprachen wir ĂŒber eine Stunde miteinander und konnten viele Dinge klĂ€ren. Es kamen viele ungesagte Sachen zur Sprache, von beiden Seiten. Mögliche Verletzungen wurden vorsichtig abgeklĂ€rt, kĂŒnftige dadurch hoffentlich vermieden, MissverstĂ€ndnisse aufgeklĂ€rt. Und natĂŒrlich kam da auch diese mehr oder weniger typische Generationensache auf den Plan. Junge (oder in meinem Fall halt auch nicht mehr ganz so junge) Erstlingsmutter vs. erfahrene (Groß)Mutter. Wir sprachen ĂŒber Themen von A wie ablegen (nein, haben wir nicht gemacht, weil er es eben nicht mochte) bis Z wie zweites Kind. („Zu dem Zeitpunkt dachte ich Kind, ihr braucht schnell ein zweites Kind, damit ihr den Jungen nicht so verwöhnt.“) Ich schmunzelte ein wenig in mich hinein. Genau diese Dinge haben wir im letzten Jahr dank unserer Filterbubble immer und immer wieder durchdacht und so konnte ich gelassen reagieren. Denn wenn ich im letzten Jahr eines gelernt habe, dann, dass wir als Eltern die Experten fĂŒr unser Kind sind. Und so erklĂ€rte ich, dass nichts von dem, was wir taten oder tun werden, gegen sie und ihre QualitĂ€ten als Mutter gerichtet seien. Es ist eben nur so, dass wir uns fĂŒr einen anderen Weg entschieden haben, weil wir gemerkt haben, der Weg, den andere teilweise von uns erwarten, der passt halt nicht auf uns und unser Kind. Wir stillen, tragen, familienbetten, weil es fĂŒr uns passt. Wir leben gewaltfrei, weil auch das fĂŒr uns passt. Wir erziehen unser Kind nicht nach dem, was „man“ von uns erwartet (jedenfalls haben wir das nicht vor), sondern nach dem, was wir persönlich fĂŒr uns wollen. Wir legen unsere Grenzen entsprechend fest. So darf unser Kind hier zum Beispiel auch auf dem Wohnzimmertisch sitzen, obwohl ich in meiner Kindheit immer wieder gehört habe „Auf den Tisch gehört der Kuchen, da hat der Popo nix zu suchen.“ Weil mich der Popo unseres Kindes auf unserem Wohnzimmertisch ĂŒberhaupt nicht stört. Das heißt im ĂŒbrigen nicht, dass er das woanders auch darf. Und das alles hat ja nichts damit zu tun, dass ich meiner Mutter oder meinen Schwestern (oder Ihnen da draußen) keine Kindererziehung zutraue. Nur gehen meine Verwandten eben einen Weg, den wir nicht gehen wollen. Das ist unbequem, in erster Linie fĂŒr uns, wenn wir uns mit der Verwandtschaft auseinander setzen mĂŒssen, aber der Erfolg gibt uns recht. Es passt halt fĂŒr uns.

Diese eine Stunde, in der wir miteinander telefonierten, die war sehr wertvoll. FĂŒr uns beide, glaube ich, denn wir konnten beide mal hinter die Fassade des anderen blicken und waren uns nah wie schon lange nicht mehr. Das war sehr schön und ich hoffe, das bleibt jetzt so. Danke Mama!

Categories: Anderswelt, Zweite Seele

Tragen schÀdigt die Muskulatur!

So Ă€hnlich wurde mir das jedenfalls heute von der Bekannten einer Nachbarin erzĂ€hlt, die wir an der HaustĂŒr trafen. Ich hatte die kleine F(l)edermaus wie ĂŒblich im MySol und wollte fix zum Rewe, als sich folgender Dialog entspann:

Sie: ach Mensch, wie alt ist er denn jetzt?
Ich: Am Mittwoch ein Jahr alt geworden 🙂
Sie: Ach, ich hab ihn noch nie laufen sehen!?
Ich: Ja, er lÀuft auch noch nicht.
Sie: Ach, tragen sie ihn deshalb immer so? *Blick auf den MySol*
Ich: Auch – und weil es so schön ist!
Sie: meinen sie den nicht, dass ein Kinderwagen besser wĂ€re fĂŒr die Muskulatur? *deutet strampelnde Bewegungen mit den Armen an* Wie ist das denn zu Hause?
Ich *fĂŒhl mich wie beim Arzt, so ausgefragt, muss aber schmunzeln: Ach was, er hat genug Bewegung und Tragen fördert ja auch den Gleichgewichtssinn, weil er meine Bewegungen ja ausgleichen muss
Sie: soso, hm – ach, aber spĂ€ter, eine Sportkarre?
Ich: *grinsend* hatten wir mal, haben wir wieder abgeschafft. Findet er blöd, so im Tuch ist es viel schöner, er sieht ja dann auch mehr, weil alles auf Augenhöhe ist.
Sie: Ach ja, bei Mama ist es eben am Schönsten, ne? *schmilzt, weil das Kind sie angelÀchelt hat*

Ich musste wirklich grinsen, hĂ€tte nicht gedacht, dass mir das Bullshit-Bingo vom „Tragen behindert die Entwicklung der Muskulatur und somit bist du schuld, dass dein Kind noch nicht lĂ€uft, weil er eben immer nur getragen wird“ doch tatsĂ€chlich mal passieren wĂŒrde 😀 😀 😀 (Jetzt, wo ich es recht bedenke, sagte das auch mal eine Osteopathin zu mir, die der Meinung war, im Kinderwagen spĂŒre Zwerg seinen Körper besser und das sei gut, weil er Schwerkraft erfahren mĂŒsse O_o )

Mal abgesehen davon, dass (korrektes) Tragen gegenĂŒber dem Liegen im Kinderwagen anatomisch einfach toller fĂŒrs Kind ist, ist auch die Perspektive ganz entscheident. Im Tragetuch ist man eben auf Augenhöhe mit anderen Personen und kann sich bei Bedarf schnell zu Mama oder Papa zurĂŒckziehen. Aber was erklĂ€r ich das, wenn es hierzu doch ein tolles Video gibt 😉

www.youtube.com/watch?v=zga_mW9vqnE

Categories: Anderswelt

Mei Tai

Vor etwa drei Wochen fing es an – die kleine F(l)edermaus ningelte und jammerte im Tragetuch wie nix gutes, teilweise weinte er so arg, dass ich es kaum richtig gebunden bekam. Ich vermutete, dass er nicht mehr genug sĂ€he, und wechselte von der Wickelkreuztrage auf die Doppelkreuztrage – anfangs fand er es okay, aber schon bald fing das Weinen wieder an. Er stemmte sich regelrecht von mir weg, bog den RĂŒcken durch und machte sich steif – nix mehr mit getragen werden im Tuch. Vor einer Woche dann twitterte ich, dass ich aufgĂ€be. Das Baby schien eben doch kein Tragling zu sein, dachte ich. Und war echt traurig, denn als Neugeborener gab es fĂŒr ihn nichts besseres, als im Tuch ganz nah bei mir zu sein und das Tragen war auch immer ein bisschen mein „Kuschelersatz“, denn so richtig verschmust war/ist der kleine Mann nicht. Er kuschelt sich nur an, wenn er schlĂ€frig ist – wach ist er viel zu neugierig, um kuschelnd den Kopf an meine Schulter zu legen – dann kriegt man ja gar nichts mehr mit! 😉 Mittlerweile vermutete ich, dass das „Wehren“ gegen das Tuch auch von den RĂŒckenschmerzen kam, die der Kleine hat.

Letzten Endes war ich dann auch vom Tuch genervt – so richtig mobil ist man damit nĂ€mlich auch nur, wenn man irgendwo drinne binden kann. Beim Einkaufen den LĂŒtten aus dem MaxiCosi raus und ins Tuch ist im Winter eher schlecht, weil eben die Tuchenden doch immer im Dreck liegen. Ich begann mich zu informieren – wir haben zwar eine Manduca hier, aber die mag er nur, wenn der Prophet ihn darin trĂ€gt. Bei mir scheint das anatomisch nicht so richtig zu passen (BrĂŒste sind eben nicht immer auch Tittenbonus *g*) und ich mag diese Klicki-Schnallen-Tragen auch nicht so gern. Außerdem ist die Manduca eigentlich auch erst ab Sitzalter geeignet. Da ich nun aber diejenige bin, die den Kleinen öfter trĂ€gt, musste was fĂŒr mich alltagstaugliches her. Sehr spannend fand ich die Mei Tai – das sind Tragehilfen nach asiatischem Vorbild. Im Grunde genommen handelt es sich um ein StĂŒck Stoff mit vier BĂ€ndern dran – fĂŒr mich die trage, die dem Tuch noch am Ă€hnlichsten ist. Und wie das so ist, dann guckt man hier und guckt man da und schwup, war ich heftig verliebt. In eine FrĂ€ulein HĂŒbsch Mei Tai. Schluckte aber dann doch beim Preis, denn so ganz gĂŒnstig sind die nicht… Als ich dem Propheten dann aber den Preis eines LueMai vorrechnete, fanden wir beide die FrĂ€ulein HĂŒbsch Trage dann doch sehr attraktiv 😀 Aber da war auch noch der MySol und auch der lockte gewaltig – vor allem, als ich bemerkte, dass der FrĂ€ulein HĂŒbsch eine Schnalle am HĂŒftgurt hat. Geknotet ist fĂŒr mich irgendwie doch mehr das TragetuchgefĂŒhl, und ich wollte so nah wie möglich am Tuch bleiben. Wir beschlossen, zunĂ€chst eine Trageberatung zu buchen – so spontan wollte ich dann auch keine 120 Euro ausgeben, wenn die am Ende gar nicht zu uns passt.

Freitag war es dann soweit, die liebe Julia von Rein ins Tuch kam uns besuchen. Im Schlepptau hatte sie einen riesigen Koffer voller verschiedener Tragen und auf dem Arm thronte Julchen, ihre Tragepuppe 😉 Da die kleine F(l)edermaus grade schlief, zeigte sie uns erstmal anhand der Puppe noch einmal die korrekte Anhockspreizhaltung und gab noch ein wenig theoretischen Input. Als der Kleine dann wach war, durften wir ausprobieren. Zuerst meinen Favoriten, den MySol. Die kleine F(l)edermaus saß prima darin, nuckelte sofort den Schultergurt an und schien sichtlich zufrieden 😀 (Hah! Doch ein Tragling!) Aber da waren ja noch die anderen Tragen: FrĂ€ulein HĂŒbsch, der Didytai und der Storchenwiege Carrier. Im FrĂ€ulein HĂŒbsch quengelte er ein wenig, die TrĂ€ger waren ihm wohl im Weg und er konnte nichts sehen. Mir waren die Schultergurte auch zu breit, sie rutschten an den Hals und das war echt unangenehm – außerdem fĂŒhlte sich der Stoff fĂŒr mich nicht nach Tragetuchstoff an. Als nĂ€chstes probierten wir den Didytai aus. Was soll ich sagen – wer DEN binden kann, der kann auch gleich ein Tuch nehmen. Durch die breiten TrĂ€ger muss man ihn genauso sorgfĂ€ltig strĂ€hnchenweise festziehen wie ein Tragetuch und bequem fand ich ihn auch nicht – da ist das Tragetuch meiner Meinung nach bequemer, weil das mehr polstert durch die Stoffmenge, die man auf den Schultern und der HĂŒfte hat. Außerdem sind die TrĂ€ger lang. SEHR lang. Binden ist auch hier nicht drin, ohne dass die HĂ€lfte der TrĂ€ger auf dem Boden schleift, und das wollte ich ja vermeiden. Als letztes probierte ich den Storchenwiege Carrier aus – den fand ich trotz Schnalle am HĂŒftgurt wirklich angenehm zu tragen. Die seitliche Raffung und gepolsterte SchultertrĂ€ger machen das ganze echt bequem – aber die kleine F(l)edermaus fand den doof 😀 Fand ich nicht schlimm, denn so landeten wir bei meinem Favoriten, dem MySol *hachz* Ich war ganz froh, dass die kleine F(l)edermaus den auch so toll fand wie ich – aber natĂŒrlich hĂ€tte ich letzten Endes das Kind entscheiden lassen! Das Tolle am MySol ist, dass der auch ganz unkompliziert vom Propheten genutzt werden kann, ohne dass wir irgendwas verstellen mĂŒssen – so kommt auch er in den Genuß, das Baby zu tragen – was sowohl der Prophet als auch die kleine F(l)edermaus sichtlich genießen <3 Einen Sling zeigte sie mir auch – super schnell und einfach, aber das TragegefĂŒhl stimmt fĂŒr mich nicht. Irgendwie hab ich nicht das GefĂŒhl, dass die kleine F(l)edermaus schon in den HĂŒftsitz passt (obwohl ich natĂŒrlich weiß, dass man den Sling auch schon fĂŒr ganz kleine nehmen kann…)

Zum Schluss zeigte ich Julia noch einmal, wie ich das Tuch binde – und sie fand einiges, was man verbessern kann. Insgesamt binde ich viel zu locker, Das Baby ist darin nicht gut gestĂŒtzt und das ist der Grund, warum er darin weint. Er hat nicht das GefĂŒhl, wirklich gehalten zu werden und fĂŒhlt sich unsicher. Eine sichere korrekte Bindeweise ist aber nun mal das A und O beim Tragen – nur dann ist das Kind ausreichend gestĂŒtzt und der TrĂ€ger bekommt auch beim stundenlangen Tragen keine RĂŒckenschmerzen, da sich das Gewicht des Kindes gleichmĂ€ĂŸig verteilt und man eben nicht in eine Ausgleichshaltung geht. Kein Wunder also, dass ich tatsĂ€chlich (leichte) Beschwerden hatte – zu locker gebunden und ein rumrutschendes Kind – da hatte ich schnell die Ausgleichshaltung drin, damit das Baby eben nicht rausrutscht oder so. Die kleine F(l)edermaus liebt es, getragen zu werden – wenn die Trage richtig gebunden ist.

Am Nachmittag fuhren wir dann gleich in den Trageladen und kauften einen MySol. Erst wollte ich den Arco Iris, aber da sie ihn leider nicht mit der schwarzen RĂŒckseite hatte und mir die Kombi rot/regenbogenfarben nicht gefiel, entschied ich mich fĂŒr den MySol Orizaba – dieser ist rot schwarz, was ziemlich genau in mein Farbschema passt 😉 Man kann ihn beidseitig tragen, je nach Lust und Laune habe ich also eine rote oder eine schwarze Trage hier. Der Steg zwischen den Beinen ist durch ein BĂ€ndchen stufenlos verstellbar, sodass die korrekte Haltung ganz leicht erreicht werden kann. Die gepolsterten TrĂ€ger machen den MySol sehr bequem, unser sechs Kilo Baby spĂŒrt man darin kaum. Da er komplett aus Tragetuchstoff ist, stĂŒtzt er das Baby wirklich gut und passt sich leicht an. Man kann den HĂŒftgurt in zwei Höhen einstellen, so dass der MySol noch lange passt – ich muss also nicht zum ersten Geburtstag hin eine neue Trage kaufen. Und Fair Trade ist er auch. Total gut!

Categories: Dein Anblick