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Montags-Mantra

Die wundervolle Nic (im Ernst, ich hatte das Glück, sie kennenzulernen, die Frau haut einen vom Hocker <3) veröffentlicht auf ihrem Windelfrei-Blog ihre Montags-Mantras. Diese Woche geht es darum, als Mutter auch mal unkorrekt zu handeln. Mal gucken, ob ich auch auf 10 Dinge komme 😀

 

 

1) Ich trockne meine Wäsche im Trockner, seit ich einen besitze. Ich wusste nicht, dass ich eine der Frauen aus Stepforth bin, aber ja, es macht mich glücklich, keine Wäsche mehr aufhängen zu müssen. Und ja, ich nutze das Ding auch im Sommer. Flauschige Handtücher und Windeln ftw!

2) Ich lege mich hin, wenn ich müde bin, egal wie sehr mein Haushalt dagegen protestiert. Generell ist mir Zeit mit dem Kind wichtiger als ein sauberer Fußboden. Das führte auch schon mal dazu, dass der Zwerg „Nee! Nee, Mama, nee nee nee!!!“ schimpfend zum Putzschrank krabbelte und nach seinem Besen verlangte, weil ich das Essen vom Vortag noch nicht zusammengefegt hatte…

3) Ich nutze das Auto zum Einkaufen, statt mehrmals mit dem Rad zu fahren. Wenn ich keine Lust auf Rad oder Bahn habe, nutze ich den Wagen auch so, weil es eben so schön einfach ist.

4) Ich trinke Kaffee. Als das Kind anfangs so schlecht schlief, hab ich mal nachgerechnet, wieviel Kaffee ich so trinke (und kam auf erschreckende 800-1000 ml am Tag) und setzte den Kaffee ab. Da der Zwerg dadurch aber auch nicht besser schlief, trinke ich wieder Kaffee. In reduziertem Maß.

5) Wo ich grad bei Getränken bin – ich gönne mir auch mal ein Bier. Mit Alkohol. Obwohl ich noch stille.

6) Ich esse Schokolade. Ind die ist – im Gegenzug zum Kaffee – nicht fair trade gekauft. Ich bin bekennender Duplo-Süchtling.

7) Ich gebe an harten Tagen auch mal richtig viel Geld für Sushi aus und habe dabei absolut kein schlechtes Gewissen.

8) Ich schiebe das Kind auch mal im Buggy durch die Gegend, obwohl ich für mich Tragen eigentlich viel schöner finde. Einfach, weil es einfach ist und ich nicht 10 Kilo auf dem Rücken schleppe.

9) Ich lasse das Kind fernsehen. Tierdokus, Sendung mit der Maus, Pepper Wutz – wenn auch nicht jeden Tag, dann doch relativ regelmäßig. Fünf Minuten, zehn Minuten, ich finde nichts dabei. Warum sollte ein Medium schlechter sein als das andere?

10) Ich gebe meinem Kind mein Handy und lasse ihn damit spielen. Wenn ihm langweilig ist, wenn er nicht im Auto sitzen möchte, um ihn in Ruhe wickeln zu können. Unkorrekt? Who cares!

 

Und was dürft ihr? 😉

Categories: Immer dieselbe Leier, Trinklied

Von Enthaltsamkeit

Heute nur ganz kurz, weil die Zeit knapp ist: vielleicht hat es der eine oder andere schon gemerkt, ich habe mein Facebook-Konto deaktiviert.

Tatsächlich habe ich es sogar löschen lassen, aber bis das durch ist, dauert es ja eine Weile. Die Entscheidung rührt zum einen von den neuen Datenschutzbestimmungen* her, die mit Ende des Monats eintreten und denen man automatisch zustimmt, wenn man sein Konto beibehält und zum anderen ist Facebook einfach ein unglaublicher Zeitfresser. Es kostet Zeit, Kraft und Ressourcen, die ich gerade einfach nicht über habe. Und da ich seit Dezember eh so gut wie nicht mehr online war dort, habe ich jetzt eben Nägel mit Köpfen gemacht. Vielleicht findet man mich irgendwann mal bei Diaspora, vielleicht aber auch nicht, mal sehen 🙂

Im Zuge dessen habe ich meine Twitter-App ebenfalls vom Handy gelöscht. Ich behalte meinen Account, werde jetzt aber erstmal eine Weile offline sein. Die wichtigen Leute haben meine WhatsApp-Nummer, die anderen… och, der Blog hier hat ein Kontaktformular, und ich versuche weiterhin, täglich zu bloggen 🙂

See you!

 

*ja, ich bin mir dessen bewusst, dass sich soviel nicht ändert. Und mal ehrlich, personalisierte Werbung ist mir ziemlich egal, wozu gibt es Werbeblocker, und auch, dass die Daten an Dritte weitergegeben werden, ist mir durchaus klar. Überhaupt, ich bin eh gläsern, ich blogge, ich twittere und ich trage ein Android-Handyy mit mir rum, dass jede Sekunde mein Bewegungsmuster aufzeichnet und weitergibt, da mach ich mir keine Illusionen. Aber das FB jetzt Freunden (oder Menschen, in deren Freundesliste ich bin, weil ich irgendwann mal den Hund der Nachbarin des Arztes von denen gefüttert habe – ihr versteht schon, Menschen eben, mit denen man nur ganz am Rande zu tun hat) ganz direkt sagt, wo ich bin – nee danke, das muss ich dann doch nicht haben. Ein paar Geheimnisse darf Frau ja wohl behalten, ne?

Categories: Immer dieselbe Leier

Spätgebloggt

Liebes Tagebuch, heute war durchwachsen. Gestern spät ins Bett gekommen, um 2 war ich wach, um 3 der Kleine, um 4 wir alle. Und das zog sich so nahtlos durch den Tag.

Dienstags ist es immer etwas schwierig, da steht außer Einkaufen nichts weiter an und so ohne Auto (das ist weiterhin wegen Geldmangel defekt) ist das auch nicht ganz einfach. Das Kind in die Trage, den Einkaufstrolley in die Hand und dann bei Regen – ich kann mir was schöneres vorstellen! Zumal der Lütte sich mal wieder nen Spaß daraus gemacht hat, mir im Gesicht zu kratzen und zu kneifen. Ich weiß ja, dass er das nicht tut, um mich zu ärgern und mir weh zu tun, er findet es nur so urkomisch, dass ich dann Nein! sagend (zähneknirschend/fauchend/brummend/wütend zischend/…) wie Rumpelstilzchen an die Decke gehe. Wenn ich eines hasse, dann das. Das macht mich von jetzt ahf gleich unheimlich aggressiv und ich fürchte mich vor meinen eigenen Reaktionen. Ich muss in letzter Zeit häufig nein gesagt haben, er integrierte das für sich heute voll ins Spiel. Das macht mich traurig, so möchte ich nicht sein, so möchte ich unser Kind nicht aufziehen. Ich arbeite also an meiner Gelassenheit und Ruhe. Puh.

Der Einkauf war dann dank Bestechungsessen (Brioche, Wiener, Quetschie – ja ich mache sowas, verklagt mich doch) nur mittelschlimm. 15 Monate sein muss schlimm sein. Backenzähne my ass ey. 🙁 Als es dann darum ging, den Einkauf in den Trolley zu packen, lenkte ich ihn mit einem Kakao ab. Tjoar, wat soll ich sagen – Trinkpäckchen nicht ohne Aufsicht geben, ne? Er schaffte es irgendwie, sich vom Kragen bis zum Knie einzusauen. Immerhin kann ich somit sagen, so viel Kakao hatte er gar nicht! :p Da ich keine Wechselklamotten dabei hatte, aber auch keine Lust, mein Shirt ebenfalls mit Kakao zu tränken, zog ich mich kurzerhand im Wickelraum bis auf den BH aus, packte das nasse Kind in den MySol und zog den Mantel wieder an. Auf dem Rückweg verpasste ich eine Bahn, hievte den vollen Einkaufstrolley in die nächste (zwischen die beiden Kerle, die dort in der Tür standen und natürlich nicht halfen, warum auch) und fuhr heim. Kind, Trolley und mich zeitgleich 2 1/2 Stockwerke hoch schleppen, dem Kind die nasse Hose ausziehen, den Einkauf wegräumen, das Gejammere des Kindes überhören, der sich unter Nölen, Jammern und Jaulen in den Stand zieht (er kann das durchaus klaglos, heute war irgendwie der Wurm drin) und schnelle Hühnersuppe kochen. Zum Glück kamen Freunde zu Besuch und sorgten für einen emotional zwar anstrengenden, aber geistig erfolgreichen und entspannten Abend. Morgen wird besser. So.

Categories: Immer dieselbe Leier

Ein-Kind-Mama

Tja, das mit dem Ausprobieren vom Mehrlingsmamasein hat nicht so geklappt, wie geplant. Zwar waren die beiden gestern abend schon hier, der Lütte ließ sich auch bereitwillig von mir wickeln und war generell gut zufrieden, aber dennoch verlief der heutige Tag anders.

Heute morgen war alles okay, meine Freundin zog sich ihre Jacke an und war bereit zu gehen, als ihr Sohn eben auch nach seinen Schuhen griff. Sie erklärte ihm nochmal, dass sie ins Krankenhaus müsse und er bei mir und der kleinen F(l)edermaus bliebe und bevor er traurig werden konnte, schlug ich vor: weißt du was? Wir machen das jetzt wie in der Kita und werfen die Mama einfach raus! Schwupps, schob er sie zur Tür – sie durfte dann aber doch gnädigerweise noch ihre Schuhe anziehen :mrgreen:

Die Kinder spielten fröhlich miteinander, Abschiedsschmerz war keiner zu sehen. Er fragte zwar nach seiner Mama, aber auf meine Erklärung, sie sei beim Arzt und käme später wieder, war er zufrieden und spielte weiter. Eine halbe Stunde später bekam ich jedoch dann einen Anruf von meiner Freundin – sie würde dann jetzt Brötchen kaufen und wiederkommen, ihr Termin sei abgesagt bzw auf Donnerstag verschoben. Nun, wir hatten einen ganz tollen Freundinnenvormittag, schnackten beim Starbucks, während die Kinder schliefen und in drei Tagen versuch ich es dann nochmal. Diesmal mit erhöhtem Schwierigkeitsgrad, denn dann holen die kleine F(l)edermaus und ich das Gastkind direkt aus dem Krankenhaus ab und lassen die Mama da. Ein kleines Ärzteköfferchen hab ich schon besorgt, damit wir dann zu Hause auch Krankenhaus spielen können. 🙂

Categories: Immer dieselbe Leier

Zwei-Kind-Mama

„Ein Kind ist kein Kind“ hörte ich Anfangs oft, wenn die Nacht mal wieder scheiße war, alles anstrengend und ich mit dreckigen milchbespuckten Klamotten müden Blickes da saß. „Ein Kind ist kein Kind“, dieser Satz, mit mildem Lächeln ausgesprochen, orrrr, wie ich das hasste! Dieser Spruch rangiert auf der Liste der nervigsten Sätze ungefähr auf einer Höhe mit „also, MEIN Leopold schläft ja schon immer durch“. Oder ähnlichen Dingen, die mir als Erstlingsmutter so an den Kopf geworfen werden, ohne das ich danach gefragt hab.

„Ein Kind ist kein Kind“ impliziert irgendwie auch immer dieses „jaja, red du nur, ich kenn das ja alles, alles schon gesehen, alles schon gehabt, been there, done that“. Und ja, klar, natürlich haben Mehrlingsmütter durchgemachte Windeln und Durchfall beim Zahnen und Tränen und alles mögliche schon gehabt, aber hey, erinnert ihr euch noch an das allererste Mal? An die Verunsicherung, die Planlosigkeit, die Fragen? Ich hab mich jedenfalls oft dann nicht besonders ernst genommen gefühlt, bei diesem doofen Satz.

Anyway, eigentlich wollte ich was ganz anderes sagen, nämlich, dass ich das morgen mal ausprobiere, dieses Mehrlingsmama sein. Eine Freundin muss für ein paar Untersuchungen ins Krankenhaus, und lässt ihren zweijährigen Sohn bei mir. Ich bin gespannt.

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