Notaufnahme Teil 2

Heute morgen war ich etwas durcheinander und wusste nicht genau, ob ich den Arzt gestern jetzt richtig verstanden habe oder nicht. Darf ich die Wunde selbst versorgen? Verbandsmaterial hatte er mir mitgegeben, zusammen mit dem Rat, zum Arzt zu gehen, falls die Wunde irgendwie merkwürdig aussehen sollte.

Nun verbrennt sich hier ja nicht alle naselang jemand die Pfoten an heißen Herdplatten, Heizungen oder Bügeleisen (nicht, dass ich je eines benutzen würde). Entsprechend kann ich eine gut verheilende Verbrennung 2. Grades eher nicht von einer schlecht verheilenden unterscheiden. Also fragte ich heute morgen eine befreundete Kinderkrankenschwester um Rat und die empfahl mir, da auf jeden Fall zeitnah nen Kinderarzt draufsehen zu lassen. Gerade an den Fingerspitzen muss das eben gut behandelt und begleitet werden, wenn da etwas schief geht, geht das ja auch zu Lasten der Sensibilität der Finger. Also haben wir heute morgen bei Eis und Schnee den Mann zur Arbeit gebracht und sind dann gleich weiter gefahren zu unserer Kinderärztin. Im Auto erklärte ich dem Zwerg noch, was denn so geschehen würde (die Ärztin möchte das ansehen, sie wird den Verband aufschneiden etc) und er quittierte das mit einem fröhlichen „aua nich!“ – genau, damit das nicht mehr weh tut und alles gut verheilt, mein Kind. In der Praxis war er absolut freundlich, umgänglich, kooperativ. Kein Vergleich zu gestern, wo alles mit einem brüllenden NEEEEEIIIINNNNN und heißen Tränen beantwortet wurde. Er kennt die Leute da eben und vertraut denen <3

Ende vom Lied: Brandsalbe, neuer Verband, Schlauchverband drüber statt Gipsverband. Zu Hause hab es dann noch ein schickes Pflaster mit Pandabär drauf und dann war das Einzige, was ihn am Verband nervte, dass er erst wie Mama Muh auf einen Baum klettern darf, wenn die Hand wieder heile ist. 😉 (Ich wette, bis dahin erinnert er mich jeden zweiten Tag daran, also wäre ich für Klettertipps für Kleinstkinder im Großraum Bremen sehr dankbar.)

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