Der Farmkindergarten

Bei uns in der Stadt gibt es eine ganz wundervolle Farm. Ein großes Gelände, freilaufende Hühner, Gänse und Enten, artgerecht gehaltene Kaninchen und Meerschweinchen, Pferde, Esel, Schweine, Ziegen und Schafe. Supertoll!

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Auf dieser Farm gibt es einen Spielkreis und einen Kindergarten. Der Spielkreis nimmt Kinder erst ab 2 Jahren 3 Monaten, was ziemlich genau dem Alter unseres Kindes entspricht. Dummerweise gibt es für den Spielkreis eine ellenlange Warteliste – da kommen auf 8 Plätze etwa 20 Kinder. Die sind eben sehr beliebt, das Gelände ist toll, ursprünglich, im Frühjahr/Herbst superschlammig und genau das Richtige für Kinder 😀

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Es gibt Tippis und Hobbithöhlen, Spielplätze und einen Reitplatz, es gibt ein Piratenschiff und einen eigenen Garten, in dem die Kinder selbst gärtnern können. Unser Kind liebt es, dort zu sein und blüht auf – er verhält sich deutlich mutiger und gelassener als in der Stadt, was wohl auch daran liegt, dass ich ihn auf der Farm viel gelassener laufen lasse. Er geht direkt auf Gänse zu, will Pferde streicheln und läuft mit Armen voller Heu unerschrocken in den Ziegenstall, um den Bock zu füttern, der das Kind um 20 Zentimeter überragt.

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Er beobachtet minutenlang die Pferde, bittet und bettelt, dass wir ihn mal reiten lassen mögen (Ich Popo I-A! = Mama, pflanz meinen Hintern auf dieses Pferd da!). Er füttert Kaninchen, Hühner und die Ziegen und lässt sich von einem Schaf unerschrocken Kraftfutter von der Handfläche lecken. Wir kommen beide vor Dreck starrend heim (er mehr als ich) und ich bin froh um die wasserfesten Winterstiefel, mit denen er unbesorgt in knöcheltiefen Pfützen rumspringen kann.

 

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Heute haben wir ihn auf der Farm im Kindergarten angemeldet. Es werden nur 3 oder 4 Plätze frei und wir hoffen sehr, dass wir unter den Auserwählten sind. Alternativen haben wir nicht angemeldet – no Risk, no Fun! Er kommt auf diesen Kindergarten oder auf gar keinen. Punkt. Sollte es also in diesem Jahr nichts werden, lassen wir ihn auf die Warteliste setzen und machen ein Jahr kindergartenfrei. Und die Entscheidung fühlt sich genau richtig an. 🙂

Categories: Dein Anblick

4/52

Nur schnell fürs Protokoll:

Night Creatures 4. Tolles Buch!

Categories: Der Poet

Endlich mal wieder Stöckchen!

Juhu, endlich geht mal wieder ein Stöckchen durch Bloghausen – ick freu mir! Diesmal handelt es sich um 11 Fragen, 11 Antworten – die Regeln sind denkbar einfach: Stöckchen fangen – oder aufheben *g*, Fragen beantworten, neue Fragen ausdenken, Stöckchen weiterreichen. Mein Stöckchen kommt von der Fledermama direkt aus Shanghai – ich wusste gar nicht, dass ich Leser von soweit weg hab.

Auf geht’s!

1. Was ist deine Geheimwaffe bei Erkältungen?
Zwiebelsirup, den ich selbst ansetze, aufgeschnittene Zwiebel ans Bett und die Kräuterprodukte von Stadelmann. Bei jeder Erkältung überkommt mich irgendwann unbändige Lust auf nen Döner, ich weiß auch nicht, warum *pfeif* 😉

2. Reis oder Nudeln?
Nudeln – NIU, wie mein Sohn zu sagen pflegt! Reis gibt es hier extrem selten, lieber koche ich Couscous oder Dinkel.

3. Wie trinkst du deinen Kaffee?
Mit Milch. Zucker im Kaffee ist bäh, es sei denn, es handelt sich um Milchkaffee oder Latte Macchiato. (Das ist nicht logisch, ich weiß das.)

4. Popcorn: Süß oder salzig?
Süß. Unbedingt süß!

5. Wann warst du das letzte Mal in der Kirche?
Hah – gute Frage. Falls du mit Kirche Kirche im Sinne von Gebäude meinst, kann ich es dir nicht sagen. Im Gottesdienst war ich letzten Sonntag – allerdings finden unsere Gottesdienste in einem alten Zollamt inmitten von probenden Bands statt.

6. Was ist dein Lieblingsobst?
Hm. Ich esse wenig Obst und habe mir für dieses Jahr vorgenommen, das zu ändern. Ich kann gar nicht genau sagen, was mein Lieblingsobst ist – Wassermelone esse ich auf jeden Fall sehr gern!

7. Wenn du tun und lassen könntest, was du wolltest – wie sähe dein Schlafrythmus aus?
Schlafen bis um 10, 11 und wach sein bis um 3. Dummerweise deckt sich das nicht mit dem Rythmus des Kindes, welches regelmäßig um halb 5 wach wird, stillt und dabei weiterdöst und dann spätestens ne Stunde später echt dringend aufstehen will.

8. Welche Superkraft hättest du gerne und warum?
Da kann ich mich unmöglich entscheiden! Gedanken lesen wäre super, dann verstünde ich das Kind besser. Flexiarme wären auch super, dann könnte ich das Kind im Wohnzimmer beim spielen begleiten und dennoch weiter kochen. Stark sein wie Hulk, denn auch ein 13 Kilo Kind mag immer noch gern auf den Arm. Aber da ich das alles irgendwie auch ohne Superkräfte schaff – vielleicht reicht es, Mama zu sein? 😉

9. Welche Staffel von American Horror Story findest du am besten? Alternativ, falls du AHS noch nicht geschaut hast: Warum hast du AHS noch nicht gesehen?! 😉
Hab ich nicht gesehen. Warum? Weil ich von der Serie noch nie gehört habe O_o Hab ich was verpasst?

10. Wo würdest du am liebsten leben und warum?
Ich wollte früher immer gern Schafe in Irland züchten. Hach. Jetzt denke ich, eigentlich ist egal wo, Hauptsache kein Krieg und Leben im Clan.

11. Wo würdest du gerne mal Urlaub machen und warum?
Irland. Ich mag Irland einfach.

 

Hier meine 11 Fragen:

  1. Twitter oder Facebook?
  2. Haustiere yay or nay? (Wollmäuse zählen in diesem Fall nur, wenn sie die Größe eines Tischtennisballs überschreiten.)
  3. Star Trek oder Star Wars?
  4. Der erste Satz des Buches, welches du aktuell liest?
  5. Und wo wir schon dabei sind: analog oder eReader?
  6. Team Edward oder Team Jakob?
  7. Deine schönste Kindheitserinnerung?
  8. Was bedeutet dir dein Lebensmotto?
  9. Handarbeiten findest du…
  10. Deine gruseligstes Bastel-/Heimwerker-/DIY
  11. Dein liebstes „ratzfatz fertig“ Rezept?

Viele haben das Stöckchen ja schon, andere mögen Stöckchen ja generell gar nicht. Ich versuche es dennoch und gebe den Staffelstab weiter an

eine Herzensfrau: Jules
(m)einen Herzensmann: Dadvelopment
einen Frosch: Feizaosgequake
und eine Frische Brise (Die Arme kommt aus dem Beantworten gar nicht mehr raus 😉 )

Categories: Immer dieselbe Leier, Trinklied

Gedanken zur Betreuung

Kindergarten ja oder nein? Ich stolper in letzter Zeit immer wieder über Berichte von gelungenen oder misslungenen Eingewöhnungen. Da bei uns auch gerade die Kindergartenwahl ansteht, mache ich mir so meine Gedanken – und die Zeit drängt.

Fakt ist: das Kind soll in die Betreuung. Weil ich die Zeit brauche, weil wir uns oft streiten, weil er andere Kinder vermisst. Weil eben.

Fakt ist aber auch: ich bin unzufrieden mit der Gesamtbetreuungssituation. Ich will ihn nicht in eine Gruppe mit 20 Kindern und 2 Erziehern geben, weil ich den Betreuungsschlüssel unter aller Sau finde. Punkt. Ich will ihn aber auch nicht in eine derart große Gruppe geben, weil – und das ist das schwerer wiegende Argument – unser Kind mit einer derartigen Lautstärke nicht klarkommt. Unser Kind ist nun mal sehr geräuschempfindlich und holt sich hier tagsüber schon seine Kopfhörer, wenn ich kurz einen Pfannkuchenteig anrühre. Oder nur das Radio läuft. Vom Staubsauger nicht zu reden. Ich sehe ihn einfach nicht in einer Gruppe mit 20 Kindern, ich habe starke Bedenken, dass er das aushält.

Ich tendiere zu einem Outdoorkindergarten. Wir haben hier in paar Kindergärten, die sowas bieten, entweder im Park, auf einer Wiese oder – mein Favorit – auf einer Farm. Mit Schweinen, Pferden, Kaninchen, Schafen…die Kinder übernehmen dort Verantwortung für die Natur und kümmern sich mit um alles, was so anfällt – das mag ich sehr. Unser Zwerg kennt das Gelände dort und mag es auch sehr. Leider kommt man an solche Plätze nur schwer ran, aber wir wollen es trotzdem versuchen und hoffen, dass wir Glück haben.

Abgesehen davon habe ich auch Bauchschmerzen, wenn ich an die Eingewöhnungszeit denke. Hier gewöhnen ja mittlerweile fast alle nach Berliner Modell ein, und in Bremen heißt das, ungefähr in 2 Wochen ist die Eingewöhnung durch. 2 Wochen reichen wohl eher nicht bei uns, denke ich. Ich wünsche mir eine Eingewöhnung, in der unser Kind wirklich ZEIT hat, eine gute Bindung zu seiner Bezugsperson aufzubauen. Und da ich unser Kind kenne, schätze ich, wir brauchen da minimum die doppelte Zeit. 4 Wochen macht aber wohl kaum eine große Einrichtung mit, jedenfalls nicht, ohne Sprüche wie „sie müssen sich nur mal lösen und mit einem Lächeln gehen“ oder so fallen zu lassen. Und es ist echt nicht so, als ob ich nicht will, dass er woanders ist. Beileibe nicht. Aber ich will, dass mein Kind dort gut aufgehoben ist, und das schließt für mich eben mit ein, dass auf ihn eingegangen wird und er genug Zeit hat, Vertrauen aufzubauen. Denn das ist es, wozu die Eingewöhnung da ist – BINDUNG aufbauen, nicht, sich an Räumlichkeiten und andere Kinder zu gewöhnen. Andere Dinge wie selbstbestimmtes Essen etc kommt noch dazu – wobei das eher nicht so sehr Thema wird, hoffe ich. Wir versuchen ja, ihn möglichst überall mit einzubeziehen und ihn mit entscheiden zu lassen. Nun ist mir durchaus klar, dass die Erzieher im Regelkindergarten nicht unbedingt Lust haben, bei einem Ausflug 15 Jacken zu schleppen, nur weil 15 Kinder meinen, ihnen sei warm genug, es aber ja sein könnte, dass sie sich irren. Schon klar, dass es dort Regeln gibt, die es hier so nicht geben würde, weil es einfach anders nicht umsetzbar wird. Ich sehe auch ein, dass er sich da halt auch ein bisschen anpassen muss – und dass das für ihn vermutlich weniger schwierig wird, als für uns. Was ich aber nicht einsehe, sind Argumente wie „da muss er sich doch dran gewöhnen, das ist ja später in der Schule auch so!“ Schule ist noch 4 Jahre weit weg. 4 lange Jahre. Das ist, als ob ich sagen würde: zieht euch schon mal ne Windel an, später im Altersheim tragt ihr ja vermutlich auch irgendwann mal eine. Gewöhnt euch schommal dran. Warum soll er sich JETZT an still sitzen, Gruppen von (mehr als) 20 Kindern und lernen gewöhnen? Es ist KINDERGARTEN, verdammt noch mal! Mal abgesehen davon, dass ich das Konzept von still sitzen und „alles schläft und einer spricht, sowas nennt man Unterricht“ eh total fürn Arsch halte. Kinder lernen rechnen, wenn sie sich dafür interessieren, und nicht, weil grad Montag 8 Uhr ist und das so im Stundenplan steht. Regelschule wird es für unseren Zwerg auf keinen Fall geben, wenn ich es irgendwie verhindern kann, aber das ist wohl einen anderen Blogeintrag wert. Wenn die Zeit dafür reif ist und er in die Schule gehen soll. In 4 langen Jahren. Bis dahin darf er frei sein, darf er Kind sein, darf er lernen, was und wann es ihm passt. Jedenfalls, wenn es nach uns geht.

Also überlegen wir, was passende Alternativen wären. Montessori-Kindergärten zum Beispiel. Blöd nur, dass der nächste Monte-Kindergarten nicht gut mit dem Auto zu erreichen ist und man mit der Bahn fast eine Stunde lang fährt (wir wohnen einfach am Arsch der Welt in HB). Outdoor-Kindergarten wäre toll, das wären aber auch noch 20 Minuten mit dem Auto (ginge noch), nur kommt man da eben so schlecht ran, da muss man echt Glück haben. Mittlerweile tendiere ich zur Tagesmutter, weiß aber ehrlich gesagt gar nicht, ob es überhaupt noch Tamus gibt, die ü3 betreuen. Und die Zeit drängt, denn bis Ende des Monats müssen wir angemeldet haben. Seufz.

Categories: Dein Anblick, Immer dieselbe Leier

Night Creatures 3 – Wolfsglut

Man merkt, die Reihe liest sich recht flott. Wolfsglut war jedenfalls rasch beendet und ich war positiv überrascht – hier geht es nicht um ein kleines untervögeltes Mädchen, welches beim Anblick eines Streifens gebräunter Männerhaut sofort willenlos wird. Im dritten Band der Geschöpfe der Nacht Serie von Handeland tritt Dr. Elise Hannover auf, ihres Zeichens Wissenschaftlerin auf der Suche nach einem Heilmittel gegen die Lykantrophie. Wie sehr sie dieses Mittel benötigt, wird klar, als sich Frau Doktor selbst als Wehrwolf herausstellt. Aus der Sicht eines Wehrwolfes erzählt, wirkt der Gesamtplot der Reihe weit weniger klischeehaft. Mal sehen, wie der nächste Band wird. 🙂

52 Bücher Challenge:

  1. Night Creatures 1 – Wolfskuss
  2. Night Creatures 2 – Wolfsgesang
  3. Night Creatures 3 – Wolfsglut

Categories: Der Poet