3, 2, 1 – meins. Oder auch nicht.

Vor einer Woche stöberte ich mal wieder nach Tragejacken. So langsam wird mir die kleine F(l)edermaus nämlich wirklich zu schwer, um ihn vor dem Bauch zu tragen – zwar wiegt er nur etwas über neun Kilo, aber er hüpft gern mal im Tuch auf und ab und dann summieren sich neun Kilo schnell. Meinem Rücken macht das nichts aus, aber mein Beckenboden beschwert sich so langsam 😉

Also stöberte ich und suchte und sah mir Bilder und Preise an. Wahnsinnig viele Anforderungen hatte ich nicht – auf dem Rücken müsste ich damit tragen können, allzu teuer durfte sie nicht sein und einigermaßen einfach anzuziehen. Gerne schwarz, nicht allzu warm – wir wärmen uns beim Tragen ja noch gegenseitig, das Kind und ich – und vielleicht in etwas hübsch? Nur ein wenig? So dass man sie womöglich auch ohne Kind darin anziehen kann, ohne wie ein gestrandeter Wal im Kartoffelsack auszusehen? Tragejacken sehen ja im Allgemeinen eher sackartig aus, und trägt man das Kind dazu noch auf dem Rücken, hilft auch das schönste Design nicht mehr 😉

Dann sah ich die MAM Tunic. Ich sah zweimal hin, dreimal – und seufzte. Ja, doch, die könnte mir gefallen – beidseitig tragbar, mit raffbaren Ärmeln und aus kuscheligem Polarfleece. Ich googelte noch einmal und fand bei Eb*y Kleinanzeigen eine Tunic in schwarz in passender Größe zu einem annehmbaren Preis. Nach schnellem und netten Mailkontakt mit der Verkäuferin wurden wir uns einig und wir zahlten letztes Wochenende den vereinbarten Preis via PayPal.

Seitdem warte ich. Erst hieß es, man könne die Tunic frühestens Montag versenden. Passt schon, dachte ich, dann ist die Mitte der Woche hier, ist doch okay. Als ich heute aber noch immer nichtmal eine Mail mit der Sendungsverfolgungsnummer hatte, wurde ich unruhig und fragte nach eben dieser. Keine halbe Stunde später bekam ich eine Mail, sie habe sich ja schon längst bei mir melden wollen, sie habe kurzfristig ins Krankenhaus gemusst, käme erst morgen wieder heim und werde die Tunic dann selbstverständlich schnellstens versenden.

Hm. Klingt für mich wie eine typische Eb*y-Ausrede. Nervt mich. Hmpfs. Wenn man schon ins Krankenhaus muss, das Geld für verkaufte Ware schon hat, dann aber nicht dazu kommt, diese zu versenden – hey, okay, kein Ding. Aber dann bleibt man nicht einfach ruhig, sondern sagt Bescheid, dass es sich verzögert. Bin gespannt, wann ich die Jacke bekomme oder ob wir uns das Geld einfach zurückholen und wünsche der Verkäuferin auf diesem Wege gute Besserung. Tjoar.

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