Out of order

Heute habe ich deb ganzen Tag bis auf zwei Stunden am Nachmittag im Bett gelegen. Leider keineswegs freiwillig.

Als ich heute morgen die Augen aufschlug, machte ich sie gleich wieder zu. Es überkam mich ein Schwindel, der sich gewaschen hatte. Die ganze Welt drehte sich, ich konnte überhaupt nichts fokussieren und mir war so heiß, Gott war mir heiß! Den Weg zum Klo nahm ich sicherheitshalber auf allen vieren – das Klo befindet sich etwa zwei Meter weiter, nicht mal, aber ich schaffte den Weg nicht. Der Mann holte mir etwas zu trinken, was ich sofort wieder erbrach. Glücklicherweise schlief der Zwerg noch und ich legte mich sofort wieder hin. Drei Stunden später waren Papa und Sohn längst aufgestanden und  ich konnte zumindest im Liegen wieder Dinge fokussieren. Setzte ich mich hin, wurde mir jedoch gleich wieder schwindelig. Also verbrachte der Kleine Exklusivzeit mit seinem Papa, bis ich mich um 16 Uhr zwang, aufzustehen, weil das Kind mich sichtlich vermisste.

Das erinnert mich beunruhigend an den Tag vor Silvester, wo es mir ebenso ging und ich den halben Tag mit Kotzerei und starkem Schüttelfrost im Bett lag. Beide Male war ich nicht in der Lage, mich um das Kind zu kümmern und hatte Glück, dass der Mann hier war. Und beide Male hatte ich meine Tage. Wenn das jetzt jeden Monat so wird, muss ich dringend was tun. Beim nächsten Mal passiert das vielleicht unter der Woche und ich bin mit Kind allein, das kann ich mir auf keinen Fall leisten.

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Schneller Nudelsalat

Manchmal muss es schnell gehen. Das Kind ist müde und hat Hunger, hängt einem am Bein und möchte ständig auf den Arm. Die Küche ist unaufgeräumt, Platz zum Schnibbeln vieler Zutaten ist nicht da und überhaupt hat man grade auch keine große Lust zu Kochen. Hunger hat man aber trotzdem (oder zumindest das Kind) und irgendwie wünscht man sich was leckeres, schnelles und wenigstens halbwegs gesundes.

An solchen Tagen koche ich schnellen bunten Nudelsalat. Wobei „kochen“ hier wirklich schon hoch gegriffen ist, denn das einzige, was wirklich kochen muss, ist das Nudelwasser.

Man nehme:

250g bunte Nudeln

1 Glas eingelegten Feta

1 Glas eingelegte Tomate

1 Handvoll Blattspinat (aus der Tiefkühltruhe lässt der sich ganz einfach portionieren)

 

Und dann geht es ganz schnell:

Nudelwasser aufsetzen oder wenn es sehr schnell gehen soll, den Wasserkocher anheizen. Während die Nudeln im Salzwasser bissfest garen (ich werfe oft einfach die Spinat-Würfel mit ins heiße Wasser oder tau den Spinat schnell in der Mikrowelle auf), soviele getrocknete Tomaten in Streifen schneiden, wie man Lust hat. Sind die Nudeln fertig, einfach Nudeln, Spinat, Tomaten und den abgetropften Feta hinzugeben und mischen. Einen guten Schuß Öl (vom Feta oder den Tomaten, nach Lust und Laune) unterrühren und warm genießen. Nom!

Easy Peasy und zur Not auch mit Kind auf dem Arm kochbar 😉

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3, 2, 1 – meins. Oder auch nicht.

Vor einer Woche stöberte ich mal wieder nach Tragejacken. So langsam wird mir die kleine F(l)edermaus nämlich wirklich zu schwer, um ihn vor dem Bauch zu tragen – zwar wiegt er nur etwas über neun Kilo, aber er hüpft gern mal im Tuch auf und ab und dann summieren sich neun Kilo schnell. Meinem Rücken macht das nichts aus, aber mein Beckenboden beschwert sich so langsam 😉

Also stöberte ich und suchte und sah mir Bilder und Preise an. Wahnsinnig viele Anforderungen hatte ich nicht – auf dem Rücken müsste ich damit tragen können, allzu teuer durfte sie nicht sein und einigermaßen einfach anzuziehen. Gerne schwarz, nicht allzu warm – wir wärmen uns beim Tragen ja noch gegenseitig, das Kind und ich – und vielleicht in etwas hübsch? Nur ein wenig? So dass man sie womöglich auch ohne Kind darin anziehen kann, ohne wie ein gestrandeter Wal im Kartoffelsack auszusehen? Tragejacken sehen ja im Allgemeinen eher sackartig aus, und trägt man das Kind dazu noch auf dem Rücken, hilft auch das schönste Design nicht mehr 😉

Dann sah ich die MAM Tunic. Ich sah zweimal hin, dreimal – und seufzte. Ja, doch, die könnte mir gefallen – beidseitig tragbar, mit raffbaren Ärmeln und aus kuscheligem Polarfleece. Ich googelte noch einmal und fand bei Eb*y Kleinanzeigen eine Tunic in schwarz in passender Größe zu einem annehmbaren Preis. Nach schnellem und netten Mailkontakt mit der Verkäuferin wurden wir uns einig und wir zahlten letztes Wochenende den vereinbarten Preis via PayPal.

Seitdem warte ich. Erst hieß es, man könne die Tunic frühestens Montag versenden. Passt schon, dachte ich, dann ist die Mitte der Woche hier, ist doch okay. Als ich heute aber noch immer nichtmal eine Mail mit der Sendungsverfolgungsnummer hatte, wurde ich unruhig und fragte nach eben dieser. Keine halbe Stunde später bekam ich eine Mail, sie habe sich ja schon längst bei mir melden wollen, sie habe kurzfristig ins Krankenhaus gemusst, käme erst morgen wieder heim und werde die Tunic dann selbstverständlich schnellstens versenden.

Hm. Klingt für mich wie eine typische Eb*y-Ausrede. Nervt mich. Hmpfs. Wenn man schon ins Krankenhaus muss, das Geld für verkaufte Ware schon hat, dann aber nicht dazu kommt, diese zu versenden – hey, okay, kein Ding. Aber dann bleibt man nicht einfach ruhig, sondern sagt Bescheid, dass es sich verzögert. Bin gespannt, wann ich die Jacke bekomme oder ob wir uns das Geld einfach zurückholen und wünsche der Verkäuferin auf diesem Wege gute Besserung. Tjoar.

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Von Enthaltsamkeit

Heute nur ganz kurz, weil die Zeit knapp ist: vielleicht hat es der eine oder andere schon gemerkt, ich habe mein Facebook-Konto deaktiviert.

Tatsächlich habe ich es sogar löschen lassen, aber bis das durch ist, dauert es ja eine Weile. Die Entscheidung rührt zum einen von den neuen Datenschutzbestimmungen* her, die mit Ende des Monats eintreten und denen man automatisch zustimmt, wenn man sein Konto beibehält und zum anderen ist Facebook einfach ein unglaublicher Zeitfresser. Es kostet Zeit, Kraft und Ressourcen, die ich gerade einfach nicht über habe. Und da ich seit Dezember eh so gut wie nicht mehr online war dort, habe ich jetzt eben Nägel mit Köpfen gemacht. Vielleicht findet man mich irgendwann mal bei Diaspora, vielleicht aber auch nicht, mal sehen 🙂

Im Zuge dessen habe ich meine Twitter-App ebenfalls vom Handy gelöscht. Ich behalte meinen Account, werde jetzt aber erstmal eine Weile offline sein. Die wichtigen Leute haben meine WhatsApp-Nummer, die anderen… och, der Blog hier hat ein Kontaktformular, und ich versuche weiterhin, täglich zu bloggen 🙂

See you!

 

*ja, ich bin mir dessen bewusst, dass sich soviel nicht ändert. Und mal ehrlich, personalisierte Werbung ist mir ziemlich egal, wozu gibt es Werbeblocker, und auch, dass die Daten an Dritte weitergegeben werden, ist mir durchaus klar. Überhaupt, ich bin eh gläsern, ich blogge, ich twittere und ich trage ein Android-Handyy mit mir rum, dass jede Sekunde mein Bewegungsmuster aufzeichnet und weitergibt, da mach ich mir keine Illusionen. Aber das FB jetzt Freunden (oder Menschen, in deren Freundesliste ich bin, weil ich irgendwann mal den Hund der Nachbarin des Arztes von denen gefüttert habe – ihr versteht schon, Menschen eben, mit denen man nur ganz am Rande zu tun hat) ganz direkt sagt, wo ich bin – nee danke, das muss ich dann doch nicht haben. Ein paar Geheimnisse darf Frau ja wohl behalten, ne?

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Spätgebloggt

Liebes Tagebuch, heute war durchwachsen. Gestern spät ins Bett gekommen, um 2 war ich wach, um 3 der Kleine, um 4 wir alle. Und das zog sich so nahtlos durch den Tag.

Dienstags ist es immer etwas schwierig, da steht außer Einkaufen nichts weiter an und so ohne Auto (das ist weiterhin wegen Geldmangel defekt) ist das auch nicht ganz einfach. Das Kind in die Trage, den Einkaufstrolley in die Hand und dann bei Regen – ich kann mir was schöneres vorstellen! Zumal der Lütte sich mal wieder nen Spaß daraus gemacht hat, mir im Gesicht zu kratzen und zu kneifen. Ich weiß ja, dass er das nicht tut, um mich zu ärgern und mir weh zu tun, er findet es nur so urkomisch, dass ich dann Nein! sagend (zähneknirschend/fauchend/brummend/wütend zischend/…) wie Rumpelstilzchen an die Decke gehe. Wenn ich eines hasse, dann das. Das macht mich von jetzt ahf gleich unheimlich aggressiv und ich fürchte mich vor meinen eigenen Reaktionen. Ich muss in letzter Zeit häufig nein gesagt haben, er integrierte das für sich heute voll ins Spiel. Das macht mich traurig, so möchte ich nicht sein, so möchte ich unser Kind nicht aufziehen. Ich arbeite also an meiner Gelassenheit und Ruhe. Puh.

Der Einkauf war dann dank Bestechungsessen (Brioche, Wiener, Quetschie – ja ich mache sowas, verklagt mich doch) nur mittelschlimm. 15 Monate sein muss schlimm sein. Backenzähne my ass ey. 🙁 Als es dann darum ging, den Einkauf in den Trolley zu packen, lenkte ich ihn mit einem Kakao ab. Tjoar, wat soll ich sagen – Trinkpäckchen nicht ohne Aufsicht geben, ne? Er schaffte es irgendwie, sich vom Kragen bis zum Knie einzusauen. Immerhin kann ich somit sagen, so viel Kakao hatte er gar nicht! :p Da ich keine Wechselklamotten dabei hatte, aber auch keine Lust, mein Shirt ebenfalls mit Kakao zu tränken, zog ich mich kurzerhand im Wickelraum bis auf den BH aus, packte das nasse Kind in den MySol und zog den Mantel wieder an. Auf dem Rückweg verpasste ich eine Bahn, hievte den vollen Einkaufstrolley in die nächste (zwischen die beiden Kerle, die dort in der Tür standen und natürlich nicht halfen, warum auch) und fuhr heim. Kind, Trolley und mich zeitgleich 2 1/2 Stockwerke hoch schleppen, dem Kind die nasse Hose ausziehen, den Einkauf wegräumen, das Gejammere des Kindes überhören, der sich unter Nölen, Jammern und Jaulen in den Stand zieht (er kann das durchaus klaglos, heute war irgendwie der Wurm drin) und schnelle Hühnersuppe kochen. Zum Glück kamen Freunde zu Besuch und sorgten für einen emotional zwar anstrengenden, aber geistig erfolgreichen und entspannten Abend. Morgen wird besser. So.

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