Tagebuchbloggen im Dezember

Heute ist der 5.12., das bedeutet,
Frau Brüllen fragt: WMDEDGT?

Heute beginnt mein Tag ziemlich früh, es ist irgendwas um 4:nochwas, als das Kind mich weckt. Er ist erkältet und zahnt obendrein böse, entsprechend geht es ihm nicht wirklich gut. So wirft er sich im Halbschlaf hin und her, bis wir um halb sechs endgültig aufstehen.

Ich twitterte es ja bereits: heute ist Freitag, und Freitag ist Freutag, denn seit neuestem gehen wir jeden Freitag mit der lieben Watchtheglow und dem Herzenskind in die Bücherei. Die kleine F(l)edermaus ist wahnsinnig gern dort und ich finde es auch immer total schön. Heute fällt mir ganz zufällig „jedes Kind kann schlafen lernen“ unter ein Regal. So ein Ärger aber auch, ich bin so ungeschickt manchmal! *hust* 😉
Im Anschluss an den Besuch der Bücherei stromern wir ein wenig über den Weihnachtsmarkt, bevor ich mich von meiner Begleitung trenne und noch zum DM gehe. Das Kind braucht warme Pullover! Die finde ich dort nicht, wohl aber eine Bekannte, die in ihrem Piratenkostüm und den langen blonden Dreadlocks wirklich sehr eindrucksvoll aussieht. Sie ist eine Darstellerin auf dem Schlachtezauber (unserem historischen Weihnachtsmarkt) und auf dem Weg zur Arbeit. Anschließend holen das Kind und ich den Mann von der Arbeit ab. Eigentlich wollen wir nur schnell etwas essen, entscheiden und jedoch für den falschen Laden und landen mitten im Senioren Tanztee. Zumindest das Kind lässt sich nicht stören und wippt begeistert zu den schiefen Klängen, welche der Alleinunterhalter seinem Akkordeon entlockt. In dem Alter sind sie noch so herrlich wertfrei, die Kinder – wir essen schleunigst auf und machen uns aus dem Staub, ehe wir einen verkappten Schlagerfan aufziehen 😉

Daheim angekommen sehen wir die Bescherung beim Windeln wechseln: leuchtend rot und kleine offene wunde Stellen. Ich verfluche das Zähne kriegen (wozu braucht er sie denn, sie fallen doch eh wieder aus?!), lasse das Kind bei seinem Vater und flitze zum Rewe, Moltex kaufen. Bei blutenden Stellen müssen wir cremen, und da gehe ich lieber nicht die Gefahr ein, mir meine Stoffies zu versauen.

Ein Telefonat mit der Oma und eine „Nanane“ später ist der Lütte bettreif. Das ins Bett bringen läuft dann leider gar nicht gut. Zwerg windet und dreht sich solange beim Wickeln, bis ich frustriert schreie und meine Hand auf die Wickelkommode knalle. Keine Glanzleistung und der Gedanke an das Kind, welches sich plötzlich widerspruchslos wickeln und anziehen lässt und im Anschluss wilde Küsschen verteilt, lässt mich den halben Abend nicht mehr los. Dass ich mich bei ihm entschuldigt habe nimmt mir mein schlechtes Gewissen auch nicht. So wollen wir nicht mit ihm umgehen, das lief wirklich richtig mies. Er schläft dann auch sehr schnell ein, der Mann macht sich auf den Weg zum Hauskreis und ich schiebe noch schnell ein Brot in den Ofen. Noch ein bisschen lesen und dann ab ins Bett. Gute Nacht!

Categories: Trinklied