Wochenende in Bildern 25/26. 10.2014

Susanne sammelt Wochenenden in Bildern und wir sind gern dabei. 🙂

Unser Wochenende stand ganz im Zeichen der Gemeinde – das Visionswochenende der Jesus Freaks stand an, an dem die Grundlagen und Ziele der Gemeinde zur Diskussion standen.

Wir wĂŒrden den ganzen Tag lang unterwegs sein und ich war sehr gespannt, wie die kleine F(l)edermaus das mitmachen wĂŒrde. Da ich nicht wusste, wie kindertauglich das Essen sein wĂŒrde, packte ich nac dem FrĂŒhstĂŒck neben Windeln und Wechselkleidung auch Snackboxen in die Wickeltasche.

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Dann ging es los. Jeder Hauskreis (ein Hauskreis ist eine Kleingruppe aus Gemeindemitgliedern, die sich einmal wöchentlich trifft, um sich auszutauschen und gemeinsam zu beten) hatte fĂŒr sich die alten Grundlagen durchgearbeitet und ÄnderungswĂŒnsche notiert.

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Gegen halb 12 war der Kleine mĂŒde. Gut, dass ich auch in der Trage stillen kann! Dazu white noise und Bewegung und das Kind schlief. Leider wachte es 20 Minuten spĂ€ter wieder auf und war nicht nochmal zum Schlafen zu bringen. (Ach btw, fĂŒr alle „man still nicht in der Öffentlcih keit!!!“ AnhĂ€nger – was ihr da seht, ist ein Stillbild. 😛 Der Mann sagt, ich sĂ€he so mĂŒde aus auf dem Bild. Ist halt die ungeschminkte Wahrheit, ne? 😉 )

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Der Nachmittag verging mit weiteren Diskussionen fĂŒr die Erwachsenen, wĂ€hrend das Kind fröhlich spielte und Geschenke auspackte (er hatte ja Mittwoch Geburtstag).

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Am Abend waren wir ziemlich ko und froh, wieder zu Hause zu sein. Waren wir tagsĂŒber noch erstaunt, wie super die kleine F(l)edermaus den Tag gemeistert hatte, bekamen wir nachts die Quittung: von clusterfeeding ĂŒber nur in meinem Arm oder auf mir drauf liegend schlafen bis hin zu weinend aufwachen war alles dabei.

Da er aber morgens gut drauf war, beschloss ich, nochmal mitzufahren und so frĂŒhstĂŒckten wir am Sonntag in der Gemeinde, ehe die Diskussion weiter ging.

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Die kleine F(l)edermaus hatte ihren Spaß, kletterte und zog sich hoch, wo es nur ging, eroberte das BĂ€llebad und spielte mit der Eisenbahn.

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Zum Mittagsschlaf spazierten der Mann und ich gemeinsam zu seiner neuen Firma, um den unterschriebenen Arbeitsvertrag einzuwerfen und genossen die Aussicht auf dem RĂŒckweg.

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Das Visionswochenende schloss ab mit einem gemeinsamen Mittagessen und anschließendem Lobpreis, an dem ich dank Papa-Sohn-Zeit auch ungestört teilnehmen konnte 🙂

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Den Abend genoss ich mit heißem Tee und einem guten Buch.

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Und ihr so? Wie war euer Wochenende?

Categories: Trinklied

Tragen schÀdigt die Muskulatur!

So Ă€hnlich wurde mir das jedenfalls heute von der Bekannten einer Nachbarin erzĂ€hlt, die wir an der HaustĂŒr trafen. Ich hatte die kleine F(l)edermaus wie ĂŒblich im MySol und wollte fix zum Rewe, als sich folgender Dialog entspann:

Sie: ach Mensch, wie alt ist er denn jetzt?
Ich: Am Mittwoch ein Jahr alt geworden 🙂
Sie: Ach, ich hab ihn noch nie laufen sehen!?
Ich: Ja, er lÀuft auch noch nicht.
Sie: Ach, tragen sie ihn deshalb immer so? *Blick auf den MySol*
Ich: Auch – und weil es so schön ist!
Sie: meinen sie den nicht, dass ein Kinderwagen besser wĂ€re fĂŒr die Muskulatur? *deutet strampelnde Bewegungen mit den Armen an* Wie ist das denn zu Hause?
Ich *fĂŒhl mich wie beim Arzt, so ausgefragt, muss aber schmunzeln: Ach was, er hat genug Bewegung und Tragen fördert ja auch den Gleichgewichtssinn, weil er meine Bewegungen ja ausgleichen muss
Sie: soso, hm – ach, aber spĂ€ter, eine Sportkarre?
Ich: *grinsend* hatten wir mal, haben wir wieder abgeschafft. Findet er blöd, so im Tuch ist es viel schöner, er sieht ja dann auch mehr, weil alles auf Augenhöhe ist.
Sie: Ach ja, bei Mama ist es eben am Schönsten, ne? *schmilzt, weil das Kind sie angelÀchelt hat*

Ich musste wirklich grinsen, hĂ€tte nicht gedacht, dass mir das Bullshit-Bingo vom „Tragen behindert die Entwicklung der Muskulatur und somit bist du schuld, dass dein Kind noch nicht lĂ€uft, weil er eben immer nur getragen wird“ doch tatsĂ€chlich mal passieren wĂŒrde 😀 😀 😀 (Jetzt, wo ich es recht bedenke, sagte das auch mal eine Osteopathin zu mir, die der Meinung war, im Kinderwagen spĂŒre Zwerg seinen Körper besser und das sei gut, weil er Schwerkraft erfahren mĂŒsse O_o )

Mal abgesehen davon, dass (korrektes) Tragen gegenĂŒber dem Liegen im Kinderwagen anatomisch einfach toller fĂŒrs Kind ist, ist auch die Perspektive ganz entscheident. Im Tragetuch ist man eben auf Augenhöhe mit anderen Personen und kann sich bei Bedarf schnell zu Mama oder Papa zurĂŒckziehen. Aber was erklĂ€r ich das, wenn es hierzu doch ein tolles Video gibt 😉

www.youtube.com/watch?v=zga_mW9vqnE

Categories: Anderswelt

Monatsbericht #12 – der erste Geburtstag

Happy Birthday mein kleines großes schwarzes GlĂŒck! Jetzt bist du schon ein Jahr und 2 Tage alt und endlich komme ich dazu, den Bericht zu schreiben.

Die U6 gestern hat ergeben, dass du 74cm groß und 8800 Gramm schwer bist – du bist also eher ein Leichtgewicht, was ich ganz praktisch finde, denn so kann ich dich diesen Winter weiterhin ohne Probleme vorm Bauch tragen 😉 Dein Kopfumfang betrĂ€gt 45cm. Seit gestern sitzt du im Hochstuhl und bist unendlich stolz, wenn du so am Essen teilnimmst. Wir haben solange damit gewartet, weil du dich noch immer nicht selbststĂ€ndig hinsetzt und wir dich nicht zu frĂŒh hinsetzen wollten. Aber seit 3 Wochen ziehst du dich in den Kniesitz, sobald du die Chance dazu hast – ganz von allein schaffst du es noch nicht, du brauchst immer irgendetwas zum festhalten, und wenn es nur die 8cm hohe GĂ€stematratze oder mein Schuh ist. Und weil du nun so sicher auf den Knien sitzt, wenn du erstmal sitzt, habe ich gestern die Ärztin gefragt, ob es ok sei, wenn wir dich jetzt zum Essen in den Hochstuhl setzen.

Du robbst wie der Blitz durch die Wohnung, krabbeln interessiert dich weiterhin nicht – mit dem robben bist du einfach schneller 😉 Heute morgen hast du dich jedoch auf das Nudelsieb gestĂŒtzt und es auf den Knien vor dir hergeschoben. Ich bin gespannt, ob du erst krabbelst oder erst stehst, denn hochziehen und auf die FĂŒĂŸe stellen ist hier das neueste heiße Ding. Da kommt dir das Pikler Dreieck gerade recht, was du zum Geburtstag bekommen hast 🙂

Du liebst es immer noch, BĂŒcher anzusehen und holst sie dir mittlerweile selbstĂ€ndig aus deinem BĂŒcherkorb. Mit UmblĂ€ttern der einzelnen Seiten kannst du dich lange beschĂ€ftigen. Ich werde wohl demnĂ€chst mal mit dir zur BĂŒcherei fahren und einen Leihausweis machen lassen 🙂 Außerdem spielst du wahnsinnig gern mit deiner Kugelbahn und schaffst es jetzt auch schon, die Kugeln so zu platzieren, dass sie runterrollen. Aber meistens schießt du sie einfach durch die Wohnung und beobachtest die Bewegung ganz genau. Generell ist Bewegung gerade deine sensible Phase und ich grĂŒbele, was ich dir da an Spielen anbieten kann.

Die Ärztin staunte gestern nicht schlecht, wie kommunikativ du bist. Du erzĂ€hlst den ganzen Tag, sagst gezielt Mama, Papa, Katze, danke und „ham/mam“ und zeigst beten, mĂŒde, mehr, zĂ€hne putzen, winke winke und essen. Außerdem kennst du die Zeichen fĂŒr Milch (auch wenn du das im Moment eher damit signalisierst, dass du zu mir robbst und mir am Ausschnitt zerrst), Ich liebe dich, baden, Licht, frische Windel, Maus, Hund, Vogel, Buch, Sonne, Regen, Jesus, bitte, wo?, Musik und vermutlich noch einige, die ich grade vergessen habe 😉 Nicht zu vergessen dein erster 2-Wort-Satz, den du mir gestern an den Kopf warfst, als ich dich umziehen wollte: NEIN MAMA!!! 😀 Deine Ängstlichkeit hat sich gegeben, solange man dich nicht bedrĂ€ngt – du lĂ€chelst alle Menschen an, die uns begegnen und nicht selten hören wir, was fĂŒr ein freundliches Kerlchen du bist. Auch traust du dich jetzt immer öfter, neue RĂ€ume allein zu erkunden – solange ich sitzen bleibe, wo ich war und du mich oder deinen Papa mit einem Blick wiederfindest, ist alles ok. Wenn du dann plötzlich merkst, wie weit du von uns weg bist, wird dir das doch unheimlich und du rufst uns, damit wir dich holen kommen. Momentan spielst du gern „Geben und Nehmen“ – du nimmst dir deinen Schnuller, wenn ich ihn dir hinhalte und sagst danke, dann gibst du ihn mir (und wartest offensichtlich darauf, dass ich auch danke sage) – damit kannst du dich ebenfalls lange beschĂ€ftigen.

Mein Schatz, du machst uns so glĂŒcklich und jeden Tag bin ich aufs neue dankbar, dass ich deine Mama sein darf. Es wird immer schöner mit dir, ich freu mich so sehr auf die Zukunft! Ich liebe dich so sehr!!!

Categories: Dein Anblick

Felix #6

SelbstverstĂ€ndlich kann das Puppenkind nicht ohne Klamöttchen bleiben und so nĂ€hte ich zunĂ€chst eine Windel, wofĂŒr ich einen alten Body der kleinen F(l)edermaus recycelte.

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Dazu gab es einen Puppenbody mit Sternen nach Schnabelina (dazu reichte ein Bein einer Pyjamahose von mir), einen Pulli, fĂŒr den ich ebenfalls den Regenbogenbody-Schnitt von Schnabelina verwendete (ein Schlafanzug der kleinen F(l)edermaus) und die genĂ€hte Fledermaushose, die ich schon hier hatte. Außerdem gehĂ€kelte Booties, eine MĂŒtze und eine Weste – es herbstelt ja schließlich!

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Kaum war der Knilch angezogen, stĂŒrzte er sich auf das zweite Geburtstagsgeschenk fĂŒr die kleine F(l)edermaus, das PiklerDreieck 😉

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Nach ausgiebigem Toben und Klettern hatte er ganz rote Wangen und wollte dann doch lieber ein Buch lesen…

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Insgesamt habe ich fĂŒr die Puppe einen Monat gebraucht, eine Filznadel und zwei NĂ€hnadeln ruiniert und vor allem daran gearbeitet, wenn das Baby schlief. Die Puppe und sĂ€mtliche Kleidung bis auf die Hose sind komplett handgenĂ€ht und ich hatte eine Menge Spaß. Ich hoffe, sie wird der kleinen F(l)edermaus ĂŒber viele Jahre lang ebensoviel Freude bereiten.

Felix #1
Felix #2
Felix #3
Felix #4
Felix #5

Categories: Immer dieselbe Leier

Felix 5

Ein paar Details fehlen noch. Felix bekommt einen Bauchnabel, ausgeformte Pobacken und ein Geschlecht. (War ĂŒbrigens gar nicht so schwer, einen Penis zu nĂ€hen – falls jmd Bedarf hat, erklĂ€r ich es genauer *g*)

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Vor dem Gesicht hatte ich am meisten Respekt – wenn das mißlingt, kann der Kopf noch so schön geformt sein, es sieht einfach doof aus. Die Augen stickte ich aus handgesponnenem Garn auf – sie schimmern je nach Lichteinfall mal mehr grĂŒnlich, mal mehr blĂ€ulich.

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Die Haare stellten mich vor eine Herausforderung. Ich hatte die Wahl zwischen flauschigem Babyhaar und einer strubbeligen Jungsfrisur – ich entschied mich fĂŒr den Strubbelkopf. Mit Mohair hĂ€keln ist nicht so lustig, wie es sich anhört. aber schließlich war das PerĂŒckenkĂ€ppchen fertig und ich konnte die Haare einknĂŒpfen. Auf halber Strecke hatte ich keine Wolle mehr und musste noch welche nachbestellen – dabei kam es zu einem Ă€ußerst netten Mailverkehr mit Maria von Mariengold, die ich an dieser Stelle ganz herzlich grĂŒĂŸe! 🙂

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Categories: Immer dieselbe Leier