Felix #2

Als nächstes ist der Bezug für den Kopf dran. Glücklicherweise verfügt das eBook über ein tolles Schnittmuster und eine noch bessere Anleitung 🙂

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Und so zeichne ich das Schnittmuster auf und hefte den Stoff zusammen. Nach dem Nähen wird ausgeschnitten

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Über den Kopfrohbau ziehen, festnähen (ja, ich bin eine Verwenderin von viiiieeeelen Stecknadeln 😉 )

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Augenhöhlen basteln und tadaa, fertig 🙂

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Categories: Immer dieselbe Leier

Wochenende in Bildern 27. & 28.9.

Eine meiner liebsten (und oft zitierten) Seiten im Netz ist Geborgen wachsen von Susanne Mierau. Sie schreibt über allerlei, unter anderem zeigt sie jedes Wochenende ihr Wochenende in Bildern und fordert Eltern auf, mitzumachen. Da bin ich doch gern dabei! 🙂 <3

Mein Wochenende beginnt spät – denn heue ist Samstag und Samstags darf ich ausschlafen. Das ist auch bitter nötig nach den letzten Nächten, in denen die kleine F(l)edermaus jede Nacht minimum eine Stunde wach war. Letzte Woche war meine Nacht häufig um 3 zu Ende, einmal erst um 4, einmal schon um 2 und nur ganz selten schaffe ich es, wieder einzuschlafen, wenn der Lütte endlich wieder schläft. So genieße ich das heutige Ausschlafen sehr und es ist tatsächlich schon elf Uhr, als ich aus den Federn krieche.

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Da die Sonne scheint, machen wir uns schnell auf den Weg zum DM, ein paar Kleinigkeiten kaufen. Und da die kleine F(l)edermaus im Moment wieder heftig zahnt (eigentlich durchgängig seit Anfang August), machen wir noch einen Zwischenstop in der Apotheke.

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Als wir wieder da sind, werfe ich schnell eine Waschmaschine an

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und nähe an der Puppe, während beide Männer wohlverdienten Mittagsschlaf machen 😉

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Nachmittags bauen wir den Fernseher ab. Wir gucken seit Monaten kein TV mehr und er steht nur unnütz rum. Den Platz wollen wir lieber für das Gehege der Rennmäuse nutzen – die aber erstmal sauber gemacht werden müssen!

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Das Baby beschäftigen wir derweil mit etwas trockenem Reis:

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Aus „nur mal eben die Mäuse umstellen“ wird eine mehrstündige Aktion, in dessen Folge ich gleich noch die Küche umräume, den Flur um eine Kruschecke erleichtere und unsere Abstellkammer aufräume. Ähm, ja. So wird es auch ziemlich spät, ehe ich den Sauerteig aus dem Kühlschrank nehme. Komm heraus, Lazarus, morgen ist Backtag 🙂 (Ja ich weiß, Lazarus ist ein merkwürdiger Name für einen Sauerteig. Aber hey, wir haben hier auch die Pflanzen Fräulein Rosa und Herr Hugo rumstehen – Dinge, die einen Namen haben, werden von mir bekümmert und so vergesse ich den Sauerteig wenigstens nicht 😉 )

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Zwischendurch bringen wir den Zwerg ins Bett – kurz vor sieben, das Kind ist müde. Dummerweise hält diese Müdigkeit nur bis etwa 20 Uhr an – als mir um viertel nach acht der Besen laut polternd umfällt, ist die kleine F(l)edermaus vollends wach. Was soll’s, isst er eben mit. Spaghetti Carbonara gibt es und eigentlich war die Hoffnung, dass das Kind danach schnell wieder schläft. Haha.

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Denn wie unser Kind nunmal so ist, schläft er erst drei Stunden später wieder. Und so wird es 23 Uhr, bis hier wieder Ruhe einkehrt und ich den Samstag schon mal verbloggen kann. Schnell ins Bett, bevor das Kind wieder wach ist!

Am Sonntag sehe ich überrascht auf die Uhr – schon halb sieben, ehe wir aufstehen! Das ist quasi ausschlafen und relativiert die unruhige Nacht, in der hier von 1 bis 5 durchgängig white noise lief, damit die kleine F(l)edermaus schläft. Während das Baby spielt, koche ich Tee und räume nebenbei die Spülmaschine aus und wieder ein.

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Durch unsere Umbauaktion gestern haben wir ein bisschen Platz gewonnen und so suche ich nach einem neuen Sofa für uns, während das Baby noch mal schläft. Mit Kind und Katze ist das alte einfach zu klein! Aber irgendwie ist die Seite beim Schweden falsch programmiert, klickt man auf „Wohnlandschaft“, landet man bei den Küchenschränken…

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Der Vormittag verstreicht, wie so ein Vormittag Sonntags bei uns eben verstreicht. Die kleine F(l)edermaus frühstückt lange und ausgiebig (und mit vollem Körpereinsatz 😉 ) und ich bereite noch schnell ein paar Windeln vor, ehe ich den Brotteig ansetze.

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Zum Mittagsschlaf bin ich irgendwie dünnhäutig und angespannt. Das Baby hat mich heute ein paar mal gebissen (er zahnt, er zahnt) und diesmal auch fies erwischt. Ich bin relativ genervt, er spiegelt mich und schläft nicht ein, ich bin noch genervter… Also schickt mich der Mann ausgiebig duschen und übernimmt es, seinen Sohn ins Bett zu bringen. Bei ihm klappt das dann auch problemlos und ich habe sogar Zeit, meine Dreads zu waschen. Während sie unter der Trockenhaube trocknen, lese ich entspannt ein paar Seiten.

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Heute gibt es in der Gemeinde Abendessen, ich muss also nicht kochen, jeah 😉 Um viertel nach drei machen wir uns fertig – ich staune immer wieder, wie lange das mit Kind doch dauert. Ehe die kleine F(l)edermaus gestillt, gewickelt und umgezogen im Auto sitzt, vergeht schon wieder fast eine Stunde 😯 Wir verbringen ein paar schöne Stunden unter Freunden, essen lecker, das Kind spielt zufrieden vor sich hin, ehe er urplötzlich wieder müde wird.

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Momentan wird er wieder schneller müde als noch vor vier Wochen, wir denken, dass hat mit der niedrigen Reizschwelle zu tun, die er verarbeiten kann. Dadurch, dass er sich jetzt immer öfter in den Kniesitz zieht, gibt es wieder neue Impulse, die verarbeitet werden müssen, die Welt sieht wieder anders aus und damit kommt er noch nicht klar. Dementsprechend ermüdet er häufig wieder sehr schnell. Und so liegt er auch schon schlafend in seiner Federwiege und ich flüster mal ganz leise „Feierabend!“ 😉

Categories: Trinklied

Felix

Da mir die letzte Puppe soviel Spaß bei der Fertigung bereitet hat, bestellte ich kurzerhand noch ein Puppenset und das passende eBook mit der Nähanleitung. Diesmal handelt es sich um die Baby Twink Puppe von Mariengold. Wenn ich mir die fertige Puppe vorstelle, hab ich den Namen Felix im Kopf, warum auch immer – nu isses jedenfalls der Arbeitstitel 😉

Gestern habe ich mich an die Arbeit gemacht und den Kopf gefüllt, heute morgen konnte ich ihn formen, während die kleine F(l)edermaus dankenswerterweise schlief. Da ich keine Nähmaschine besitze, nähe ich die Puppe komplett von Hand und werde hier jeweils den Status bloggen 🙂

May I introduce you to Felix:

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Eine Nase sollte der junge Mann bekommen,

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was viel einfacher war, als befürchtet:

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Mit dem Bezug hab ich schon angefangen, das wird allerdings eine Weile dauern, da ich – wie gesagt – alles von Hand nähe und der zukünftige Besitzer grade wach geworden ist 😀

Categories: Immer dieselbe Leier

Monatsbericht #11

Mein Liebstes,

in einem Monat wirst du schon ein Jahr alt und ich wundere mich, wohin die Zeit verschwunden ist. In diesem letzten Monat hat sich soviel bei dir getan!

Du futterst wie ein Scheunendrescher und schläfst weiterhin eher schlecht. Dein Wortschatz umfasst die Worte Mama, Papa, Tate/Tatz (Katze), Tarre (Gitarre) und nein. Woher du das nein hast, kann ich mir nicht erklären, das hörst du hier wirklich selten 😀

Du hast jetzt alle acht vorderen Schneidezähne und weißt auch gut, damit umzugehen. Leider beschränken sich deine Übungsfelder nicht nur aufs Essen, und so ist kein Zeh vor deinen scharfen Zähnen sicher. Auch Nasen, Hände, Oberschenkel und meine Brustwarzen sind gern Ziel deiner Knabbereien, die mal mehr, mal weniger schmerzhaft sind. Meistens willst du einfach raufen, dann lassen wir dich und geben dir eine Fläche, an der du deine Kräfte messen kannst und toben mit dir rum. Tust du uns allerdings ernsthaft weh, machen wir dir das natürlich auch klar. Wir erklären dann, dass beißen weh tut und geben dir eine Alternative, das klappt häufig ganz gut.

Du hast das Küsschen geben entdeckt, was wirklich äußerst niedlich ist. <3 Fragt man dich, ob man ein Küsschen bekommt, und du hast Lust dazu, dann kommst dud ganz nah, drückst den Mund auf und knutschst uns mit Hingabe. Hinterher strahlen deine Augen sehr 😀 Bei deinem Papa machst du jetzt auch immer öfter den Mund zu beim küssen, bei mir fasziniert dich mein Lippenpiercing wohl zu shr 😉

Generell verständigst du dich grade viel über Gesten. Babyzeichen machen wir nach wie vor, mittlerweile kannst du damit deine Grundbedürfnisse (Milch/stillen, frische Windel, schlafen, Hunger/festes Essen) sehr deutlich kommunizieren. Darüber hinaus kennst du die Zeichen für Musik, „alle alle“, Licht, baden, wo, beten, Jesus, bitte, Regen, Vogel, wendest sie aber nicht an. Da bin ich doch zu inkonsequent tagsüber und wende sie selbst nicht oft genug an – muss ich mal drauf achten 🙂 Du winkst zum Abschied, wenn dein Papa arbeiten geht, machst das aber nur, wenn dir danach ist. Manchmal erst, wenn die Tür schon zugefallen ist 😉

Du kletterst mit Hingabe und versuchst, dich hochzuziehen. Dein Papa unkt schon, dass du wohl vor dem Krabbeln noch das stehen lernen wirst. Ich bin gespannt 🙂 Gestern hast du dich ganz allein an deinem Kindersessel hochgezogen, standst davor und hattest schon das eine Knie erhoben – du möchstest hoch hinaus! Leider hab ich dich in dem Moment abgelenkt, und du hast es noch nicht wieder probiert. Dafür war dann die offene Waschmaschine spannend und gut zum Hochziehen. Auch die Balkontür ists nicht vor dir sicher, wobei ich da echt Angst habe – die Kante, an der du dich dort festhälst, ist grade mal einen Zentimeter schmal, was wirklich knapp ist… Zum Geburtstag sollst du einen Kletterbogen oder ein Kletterdreieck bekommen, wir werden den vielleicht doch jetzt schon kaufen, denn bis dahin sind es ja nochmal vier Wochen, und solange möchte ich eigentlich nicht mehr warten.

Mit dem Klettern und Hochziehen kam das auf den Knien hocken. Wir legen dir jetzt häufig eine halb aufgeklappte Gästefaltmatratze ins Wohnzimmer – die Kante hat genau die richtige Höhe zum erklettern und daran auf die Knie ziehen. Da hockst du dann, stützt dich mit den Händen an der Matratze ab und wippst auf und ab. Du freust dich so sehr, weil du das schaffst, es ist toll, dein Strahlen dabei zu sehen! Immer öfter richtest du dich dabei jetzt auch auf und lässt probehalber mal die Matratze los. Dann sitzt du für den Bruchteil einer Sekunde auf deinen Knien, bevor du das Gleichgewicht wieder verlierst. Am Freitag gab das leider einen bösen Knall beim Baden – du hast dich an deiner Badewanne aufgerichtet, auf den Knien gesessen, los gelassen und rumms, bist du rückwärts aufs Laminat gestürzt. Hat dir ganz schön weh getan, aber mit „heile heile Gänschen“, pusten und deinem Schnuller war das bald wieder okay. Das sind so Momente, da muss ich mich dann auf meine Finger setzen – klar stütze ich dich, wo ich kann, aber leider musst du ja auch die Erfahrung sammeln, dass so ein Sturz weh tut und üben, wie du dich abfangen kannst. Nur üben wir das beim nächsten Mal lieber auf dem Wohnzimmerteppich, okay? 🙂

Aporpos Sturz: vor ein paar Tagen hast du es geschafft, über die Türschwelle zum Balkon zu kommen. Das sah schon ziemlcih abenteuerlich aus, wie du da über die Decke gerobbt bist, die ich dort hingelegt hatte. (Ich lege jetzt manchmal etwas überdie Türschwelle, wenn die Tür offen ist – nicht, damit du leichter raus kannst, sondern um das Knabbern an der Leiste zu verhindern. Du schleckst nämlich grade mit Hingabe das Dichtungsgummi ab und knabberst an der Leiste darunter herum, und das finde ich dann doch doof, da ich Sorge habe, dass dir die Zähne dabei absplittern.) Halb hingst du noch auf der Türschwelle, als du dich fallen ließt und über den Kopf abgerollt hast. Getan hast du dir aber nichts, du lagst nur auf dem Balkon und sahst etwas überrascht aus 😉

Ach mein kleines großes schwarzes Glück, es macht soviel Spaß, dir dabei zuzusehen, wie du deine Welt entdeckst. Ich liebe dich!

Categories: Dein Anblick