Monatsbericht #10

Mein kleines großes schwarzs Glück,

 

ich kann es kaum fassen, dass du schon fast ein Jahr alt bist. Wenn ich an dich denke, habe ich ein maximal 6 Monate altes Baby im Kopf, dabei ist das doch schon lange her und du wandelst dich immer mehr zum Kleinkind. Richtig babyhaft siehst du nur noch im Schlaf aus – bist du waach, blitzen mich wei große blaue Augen schalkhaft an. Deine Haare sind so lang geworden, dass sie dir schon fast in den Augen pieksen – am Hinterkopf sind sie aber immer noch kurz. Bist du grad erst aufgewacht, stehen sie sb und sind so fusselig, dass wir dich jetzt öfter Fussel nennen 😉

Du robbst durch die Gegend und entdeckst deine Welt. Über Kissen, Bettdecken und Spielzeug robbst du einfach drüber und lässt dich kaum beeindrucken. Unser Bettgestell haben wir abgebaut, damit du selbständig ins Bett kannst. Da du aber nach wie vor in deiner Nonomo einschläfst, kommt das eher selten vor. Dafür steigst du selbständig aus dem Bett aus, robbst an den Rand und würdest dich wohl kopfüber die 25cm runter stürzen, wenn wir dich nicht jedesmal umdrehen würden. Hoffentlich lernst du bald, dass man immer mit den Füßen voran irgendwo runterklettert!

du bist so davon fasziniert, wenn ich die Wohnung fege, dass wir dir ein eigenes Tablett mit verschiedenen Bürsten gemacht haben. Handfeger, Massagebürste mit Noppen, Fingernagelbürste, Haarbürste – dieses Tablett gehört zu deinem liebsten Spielzeug. Im Moment sind Stoffe nicht so interessant für dich, dafür findest du Rasseln und alles, was krach macht, umso spannender. Und mit leeren Wasserflaschen kann man dich immer noch begeistern 🙂

Dein Wortschatz wächst und wächst – nach Mama und Papa sagst du jetzt auch „Tate“ (Katze), rufst sie manchmal beim Namen (Fraidy – das fanden wir wirklich beeindruckend, dass du das so gut aussprichst) und plapperst uns generell viel nach. Lustig finde ich, dass „neinneinnein“ grade zu deinem Dauerbrenner wird, dabei hörst du das hier wirklich selten. Wir lassen dich alles untersuchen, was du findest, meine Brille, den Staubsauger, die gesicherten Steckdosen an der Wand. Befriedigte Bedürfnisse verschwinden von allein, also darfst du überall ran, solange es nicht gefährlich ist. Als du ins Kabel des Staubsaugers gebissen hast, haben wir dich doch lieber mit einem nein aus der Situation geholt, dich weggesetzt und erklärt, dass das gefährlich ist. Wo du nicht ran sollst, sind die Dinge gesichert. So z.B. auch das Badezimmer, denn da steht das Katzenklo 😉

Mit deinen 5 Zähnen kannst du echt kraftvoll zubeißen – häufig erwischt du dabei auch meine Hände, oder die Wange und Nase deines Papas. Die scheinen besonders gut zu schmecken *lach* Abbeißen magst du momentan nicht so gerne, deshalb gebe ich dir das Essen in mundgerechte Stücke geschnitten. Oft bist du total aufgeregt, wenn es zum Essen geht – du hüfst uns quasi vom Arm, klopfst hektisch mit der Hand auf den Tisch und kannst es gar nicht erwarten, anzufangen. Dann sieht man dich genießerisch alle Eindrücke aufsaugen – Geruch, Geschmack, Haptik, Farbe – und nach 5 Minuten kommen die ersten Vermeidungstaktiken wie Gähnen und Augen reiben, da dich das Ganze überfordert. Zuviel neues, also gebe ich dir Stück für Stück für Stück – damit kommen wir gut klar.

Du versuchst immer öfter, dich hinzusetzen und schaffst es in der Badewanne, dich in den Sitz zu ziehen. Dabei hast du schon so manches Mal für eine Überschwemmung gesorgt, wenn du den Stöpsel gezogen hast. Dann hört man deinen Papa hektisch nach mir rufen, da er mit einer Hand dich festhalten, mit der anderen Hand das Loch in der Wanne zuhalten muss 😀 Auch der Vierfüßler wird unter viel Gebrüll geübt. Dabei ächzt und jammerst du so arg, dass ich so manches mal erschrocken angelaufen komme, weil ich denke, du hast dir weh getan. Dann guckst du mich an, strahlst fröhlich und übst weiter.

Mein Liebstes, ich freue mich so sehr auf die Zeit, wenn du krabbelst. Es ist unglaublcih schön, dir beim groß werden zuzusehen und dich zu begleiten. Wir lieben dich so sehr! <3

Categories: Dein Anblick