Stoffwindeln

Guckt mal, was dieses Wochenende hier eingetrudelt ist…

image

Wir stellen jetzt nĂ€mlich auf Stoffwindeln um 🙂 Und die haben nun wirklich nichts mehr mit den alten hĂ€sslichen unhandlichen Gummidingern zu tun, wie es sie noch vor 30 Jahren gab…

image

image

image

image

image

image

Sind die nicht toll? Ich bin ganz verliebt in diese Muster ♄

Ganz konkret handelt es sich um Blueberry Capri Überhosen aus wasserdichtem Polyurethane Laminate (PUL), einer atmungsaktiven Stoffschicht Ă€hnlich der von modernen Regenjacken. Wir haben uns fĂŒr die Variante mit Druckknöpfen entschieden – die bekommt die kleine Fledermaus nĂ€mlich nicht allein auf 😉 TagsĂŒber werden die Windeln mit einer saugfĂ€higen Einlage aus Baumwolle versehen, fĂŒr nachts nutzen wir flauschige Höschenwindeln mit dem irren Namen „Totsbots Bamboozle stretch“ (Zugegebenermaßen musste ich ziemlich kichern, als ich die Namen der verschiedenen Marken so gelesen habe 😀 ) Da Knöpfe jedoch recht fummelig sein können und hier bekanntermaßen abends beim letzten Wickeln alles SEHR schnell gehen muss, habe ich noch mal eine Bestellung ausgelöst und nĂ€chste Woche ziehen hier dann noch zwei Überhosen mit Klett (und eine Capri mit Druckknöpfen und Monster Print) ein. Bis dahin werden wir nachts erstmal weiter mit Wegwerfwindeln wickeln und die Totsbots  in der Zwischenzeit mehrfach waschen, denn ebenso wie die Einlagen erreichen sie ihre maximale SaugfĂ€higkeit erst nach ein paar Runden in der Waschmaschine.

Warum wir wechseln? Weil wir es können :-p

Nein im Ernst. In der Schwangerschaft hab ich zum Thema Stoffwindeln gesagt „nix fĂŒr mich, lass andere damit die Welt retten“. Und tatsĂ€chlich steht fĂŒr mich der ökologische Aspekt nicht wirklich im Vordergrund. Ja, man spart wirklich viel MĂŒll (Wegwerfwindeln produzieren ĂŒber die gesamte Wickelzeit pro Kind rund 1000 Kilo MĂŒll, eine Windel braucht 200 Jahre, bis sie verrottet ist) und auch die Energiebilanz sinkt. Man muss zwar mehr waschen, aber die Herstellung von Wegwerfwindeln kostet ja auch Energie.

TatsĂ€chlich steht fĂŒr mich (neben dem hĂŒbschen Design – ja, ich steh da drauf) der finanzielle Aspekt im Vordergrund. Die Anschaffungskosten fĂŒr unsere Stoffwindeln beliefen sich jetzt auf etwa 350 Euro. Wenn wir mit Wegwerfwindeln wickeln zahlen wir monatlich etwa 50 Euro fĂŒr Windeln. Da hat man den Preis eines Stoffwickelsystems nach nem halben Jahr schon wieder drin, spart ab da richtig Kohle und kann die Dinger obendrein fĂŒr 1 (2,3,4,…) weitere Kinder wieder verwenden…

Das Waschen macht mir btw nix aus. Nein, auch das Waschen von eingek*ckten Windeln nicht. Muttermilchstuhl geht ohne Probleme wieder raus, festeres wird halt erst im Klo versenkt. Die verschmutzten Einlagen kommen in den wasser- und geruchsdichten Wetbag, der dann komplett in der Maschine landet. Die hat ein tolles Einweichprogramm, so dass ich mir nicht selbst die Pfoten schmutzig machen muss. (Ja. Babykacke in der Waschmaschine. DafĂŒr ist so ne Waschmaschine da, so what?)

So drehen hier also die neuen Windeln ihre Runden im Wasser, damit wir Anfang der Woche starten können. Ich freu mich und werde berichten! (Und wenn ich Lust hab, erzĂ€hl ich euch vielleicht sogar was ĂŒber das hier praktzierte windelfrei 😉 )

Categories: Anderswelt