Monatsbericht #6

Happy Birthday mein Schatz! Heute bist du genau sechs Monate alt.

Jeden Abend schläfst du bei uns ein und jeden Morgen weckst du uns noch bevor der Wecker deines Papas klingelt. Du bist eben ein Frühaufsteher – die Tage, wo du mal bis 8 Uhr schläfst, können wir an einer Hand abzählen. Spätestens halb sieben stehen wir also auf – gegen 8 bist du dann aber schon wieder müde und machst dein Nickerchen. So zieht sich das durch den Tag – du schläfst 30-60 Minuten und bist dann 90-120 Minuten wach. Das ist ein Rythmus, mit dem wir gut leben können. Zumal dein Papa und ich uns das Wochenende jetzt aufteilen, so dass jeder mal ausschlafen kann. An meinen Tagen bringt dein Papa dich zum Stillen, wenn du Hunger hast, und nimmt dich danach wieder mit. Das klappt recht gut, solange ich mich nicht im Wohnzimmer blicken lasse 😉

Du bist ein kleiner Pedant und brauchst ein festes Setting, um tagsüber in der Wohnung einzuschlafen. Sobald du weißt, dass ich wach bin, bestehst du darauf, dass ich dich ins Bett bringe. Ich lege dich in deine Federwiege und reiche dir zuerst den Schnuller. Dann lege ich das Seidenpüppchen an deine linke, das Schnuffeltuch an deine rechte Wange. Ohne Decke schläfst du nicht, also wirst du zugedeckt. Diese Reihenfolge müssen wir einhalten, sonst bist du nicht zufrieden. Mittlerweile klappt es aber auch immer mal wieder, dass dein Papa dich hinlegen darf, was wirklich super ist. Draußen schläfst du in der Trage längst nicht mehr so schnell ein wie früher, aber das ist okay – die Welt ist einfach zu spannend!

Wir tragen immer noch ausschließlich, wenn wir unterwegs sind und genießen das sehr. Immer öfter sitzt du jetzt dabei auf meinem Rücken und schaust dich neugierig um. Bald möchte ich so mit dir mal Straßenbahn fahren – ich bin gespannt, wie du das findest.

Du erforschst deine Welt und wirst immer mobiler. Zwar ist an krabbeln noch nicht zu denken und auch robben ist noch nicht in Sicht, aber was macht das schon! Du kugelst dich munter durch die Gegend und hast heute morgen entdeckt, dass du dich damit gezielt durch den Raum bewegen kannst. So lagst du auf einmal grinsend neben mir und warst total stolz!  ♥ Immer öfter wirfst du nun deine Beine in die Luft und betastest deine Schienbeine. Weiter kommst du noch nicht, aber wir haben ja Zeit. Dafür ist deine Auge-Hand-Koordination super. Alles, was du greifst, steckst du gezielt in den Mund. Im Halbschlaf müssen wir dir immer seltener den Nuckel geben – wenn du ihn willst, holst du ihn dir einfach selbst. 🙂

Seit drei Wochen praktizieren wir Beikost und du liebst es. Du sitzt bei uns am Tisch und futterst einfach von allem, was wir auch essen. Wir füttern dich nicht, sondern du isst selbst. Was du möchtest, wieviel du möchtest. Dabei trinkst du auch aus eibem offenen Becher und nutzt Besteck – bei Kartoffelbrei zum Beispiel lege ich dir den gefüllten Löffel hin und du steckst ihn selbst in den Mund. Es ist natürlich ein Riesenchaos – aber auch ein Riesenspaß!  😀 Du bist so stolz, wenn du etwas isst, was auch die Großen essen, und wir sehen dir unheimlich gern dabei zu. Ich bin schon gespannt, was die Ärztin übermorgen bei der U5 dazu sagen wird 😉

Mein kleines großes schwarzes Glück – du erhellst unser Leben und wir geben dich nie wieder her.

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