Das zufriedene Kind

In letzter Zeit häufen sich in meinem Umfeld die Meilensteine diverser Babys. Ich hab ja durch Rückbildung, Delfi und WhatsApp-Gruppen jetzt recht viel Kontakt zu Mamas mit Kindern im Alter der kleinen F(l)edermaus und wo anfangs noch nur ein kleines Mädchen fröhlich durch die Gegend kugelte und damit meine Aufmerksamkeit fesselte, sehe ich nun mobile Kinder, wo immer mein Blick hinfällt.

Das eine Baby kullert quer durch den Raum, das nächste robbt und schiebt sich durch die Gegend, der dritte dreht sich jetzt auf den Bauch und erfüllt das Mamaherz mit Stolz. (Wenn sie nicht kugeln, dann bekommen sie so nebenbei ihren ersten Zahn. Ohne Ningeln, ohne Nörgeln. Die kleine F(l)edermaus zeigt zwar schon Zähne, aber sie brechen nicht durch.)

Und unser Kind? Er dreht sich nur noch selten selbst vom Bauch auf den Rücken. Eher dozt er trüffelschweingleich mit der Nase auf den Boden und versucht, die Knie unter den Bauch zu kriegen. Wenn er genug hat, jammert und beschwert er sich solang, bis ich ihn wieder umdrehe. Er dreht sich nicht auf die Seite, geschweige denn auf den Bauch. Ich weiß ja, dass man nicht vergleichen sollte, schließlich hat jedes Baby sein eigenes Tempo und ich möchte der kleinen F(l)edermaus dieses Tempo auch lassen, aber ich gebe zu, ich war zwischenzeitlich doch etwas demotiviert. Und ich finde das total blöd. Beim Delfi verwandeln sich die Kids reihenweise in kleine Kullerkekse und mein Baby liegt dazwischen und brabbelt vor sich hin.

Heute morgen kam mir dann der Gedanke, dass er wohl einfach zufrieden ist, so wie es ist. Er kann sich durchaus auf die Seite drehen – zu Hause stillen wir vorzugsweise im Liegen, und wenn der Hunger groß genug ist, wirft das Kind sich blitzschnell in eine wunderbare stabile Seitenlage. Von der Seite auf den Bauch geht auch ohne Hilfe – wenn er denn Lust hat. Wenn das Ziel sich in seinen Augen also lohnt, dann ist unser kleines Zähnchen durchaus bereit, sich zu bewegen. Wir haben also kein unmobiles, sondern ein sehr energieeffizientes Kind hier 😉 Und wenn er zufrieden ist, so wie es ist, sollte ich das wohl auch sein. Also durchatmen und nicht vergleichen. Sagt mir das bei Gelegenheit mal, wenn ich es wieder vergesse, ja? 😉

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