Pieps

Wir sind noch da, auch wenn es hier ganz schön ruhig geworden ist.

Die kleine F(l)edermaus gedeit gut, die U3 liegt hinter uns (knappe 5 Kilo auf 56cm – die Strampler in 56 hab ich heute alle aussortiert) und allmählich wissen wir auch mit den Schreiattacken umzugehen. Unser Sohn kann Reize leider nur bedingt gut verarbeiten. Manchmal denk ich, das nimmt mir doch keiner ab, wenn ich das sage, denn meist ist er in der Situation selbst ganz ruhig, schreit dann aber spätestens 24 Stunden später zum Steinerweichen. -.- Da war es natürlich auch nicht hilfreich, dass wir die letzten zwei Wochen nahezu jeden Tag bei irgendeinem Arzt saßen 🙁

Dem Kind geht’s gut, dafür leidet der Prophet erbärmlich – er hat starke Magenkrämpfe. Erst war der Verdacht auf Bauchspeicheldrüse, aber das Blutbild war unauffällig. Der Hausarzt verschrieb Magentabletten und Paracetamol, aber es wurde nicht besser. Mittwoch waren wir beim Notdienst, der noch Magentropfen obendrauf packte – es wurde nicht besser. Donnerstag war er wieder beim Arzt, der eine Überweisung für ne Magenspiegelung fertig machte. Freitag war es nicht besser. Samstag dachten wir daran, den Notdienst zu rufen, dachten dann aber, vlt kommt er mit Schonkost über den Tag. Sonntag vormittag waren wir in der Notaufnahme, wo alles Mögliche getestet wurde. Der Ultraschall ergab eine unauffällige Gallenblase, intakte Nieren und auch der Darm arbeitet korrekt. Er bekam ein Schmerzmittel und  wir gingen wieder heim. Als nach 5 Stunden die Wirkung des im Krankenhaus verabreichten Medikaments aufhörte, nahm er wie mit dem Arzt besprochen eine Tablette. Die schlug nicht an, also nahm er nach einer Stunde eine weitere Tablette. Daraufhin erbrach er sich und die Schmerzen wurden schlimmer. Glücklicherweise haben wir tolle Freunde, einer von ihnen fuhr den Propheten wieder in die Notaufnahme, während ich mit dem eh schon völlig überreizten Baby daheim blieb.

Drei Stunden später war der Prophet immer noch nicht dran gekommen und kam wieder heim. Am Montag ging er zum Hausarzt. Dieser besorgte einen Termin für Freitag (also gestern) zur Magenspiegelung. Der Spezialist war dann jedoch so spontan, dass der Prophet noch am Montag gespiegelt werden sollte. Dummerweise ging das nicht (wohl wegen zuviel Säure), aber immerhin konnte eine Darmspiegelung durchgeführt werden. Ergebnis? Der Darm sei ok – letzten Endes sind wir also so schlau wie vorher.

Der Prophet bekam ein Rezept für neue Schmerzmittel und einen Säurehemmer – beide Medis nimmt er seit Montag, aber es wird nicht besser. Stattdessen erbricht er sich nun jeden Tag. Montag gehen wir also mit dem ganzen Scheiß in die dritte Woche und hoffen, endlich rauszukriegen, woran der Prophet genau leidet.

Das ganze belastet uns sehr, denn es geht ihm echt mies. Häufig zu mies, als dass er sich um den Kleinen kümmern könnte. Das merkt das Baby auch und weint, wenn es beim Papa ist und der in dem Moment Schmerzen hat.

Ich hab also einen Mann, der starke Schmerzen hat, ein Baby, das eh schon relativ häufig weint und einen Haushalt, der auch nach mir schreit. Das zerrt natürlich auch an mir, ist anstrengend und nimmt Zeit – zum Bloggen zum Beispiel 🙂

)Wobei ich auch sagen muss, dass der Tag heute eigentlich wirklich gut war. Die kleine F(l)edermaus schlief 5 Stunden am Stück und spielte gemütlich vor sich hin oder schlief in seinem (!) Bett, ganz ohne das man ihn begleiten musste – das war wirklich sehr entspannt 🙂 Es ist also nicht alles mies, und überhaupt: es kommt immer ein neuer Tag. Nur die Helligkeit variiert. *Fahne hochhalt*

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