Geburtsbericht: „Schatz, das Nächste wird ein Hund!!!“

Pünktlich am 22.10. kam unser Nachwuchs wie geplant im Geburtshaus zur Welt. So langsam finden wir uns zurecht und bevor ich alles vergessen habe, schreibe ich besser jetzt den Geburtsbericht 🙂

Achtung: ich hatte keine Schmerzmittel und dementsprechend war die Geburt nicht ganz schmerzfrei. Wer deutliche Beschreibungen von Schmerz und/oder Worte wie Blut, Schleim etc nicht ab kann, der lese besser nicht weiter. Für euch gibt’s hier die Kurzfassung:

gevögelt, Spaß gehabt, schwanger geworden, problemlose Schwangerschaft gehabt, Wehen, *flutsch*, Kind da 😉

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Categories: Dein Anblick

Kinderzimmer & Bettdrachenlindwurm ;)

Bevor der kleine Geist kommt, möchte ich euch noch das (schon seit Monaten fertige) Kinderzimmer zeigen 🙂 Die Tür ziert ein Stammbaum von uns, auf den selbstverständlich auch der Name des Lütten noch vermerkt wird 😉 Das Babybett wird wohl ne ganze Weile noch nur für den Mittagsschlaf genutzt werden, wir haben ein Beistellbett im Schlafzimmer stehen und möchten beide ungern, dass der Nachwuchs von uns getrennt schläft 🙂

Für katzen- und fallsichere Liegefläche im Wohnzimmer (ich muss ja schließlich zwischendurch auch mal aufs Klo oder so) sorgt die Wiege, in der schon meine 14-jährige Nichte als Baby lag. Sie wurde extra für die Nichte gebaut und wird seitdem von Schwester zu Schwester weiter gegeben, wann immer Nachwuchs unterwegs ist. Jetzt wird sie wohl vorerst bei uns bleiben 🙂 In der Wiege selbst liegt der Bettdrache…der Lindwurm… das Drachending, dass ich in einem Anfall von Wahnsinn noch genäht habe 😉 Ich brauche gern mal ne Weile, bis ich mich mit Dingen angefreundet habe, die in meiner Twitter-Mami-Timeline schon längst total beliebt sind. So auch bei den Bettmäusen, die statt traditionellem Nestchen Begrenzung geben sollen. (Ich bin z.B. auch immer noch nicht sicher, ob ich mir ein Stillarmband anschaffe oder nicht.) Im Laufe der Zeit dachte ich dann aber, dass die Teile doch ganz nett sind – nur wollte ich gerne einen Drachen statt einer Maus. Zufällig lag noch Stoff hier rum und ich machte mich ans Werk. Er ist absolut nicht perfekt, die Nähte sind schief und die Schuppen von Hand aufgenäht, aber ich mag ihn trotzdem 😉

Zurück zum Kinderzimmer: die Möbel stehen schon ewig, die Wandbilder hab ich an meinem Geburtstag aufgemalt und die kunterbunten Vorhänge stammen aus dem Fundus von Mudder Seemann – ich liebe sie ♥ Für einen kuscheligen Platz beim Wickeln sorgt eine Wolldecke, die ich kurzerhand mit einem Kinderspannbettlaken überzogen habe. Die Hensvik-Serie hat ganz eigene Maße und eine Wickelauflage dafür zu finden ist wirklich nicht einfach. Auf einem Ikea-Würfel findet der Gipsbauch seinen Platz und unter der Decje hängt das Mobile, das dem kleinen Poltergeist von allen seinen Cousins und Cousinen geschenkt wurde ♥

Und jetzt: Bilder!

Categories: Dein Anblick

Der Gipsabdruck

Ich schulde euch ja noch Bilder vom Gipsabdruck! Nachdem ich beim ersten Versuch bühnenreif in Ohnmacht fiel, wussten wir es am nächsten Tag besser. Wir hatten quasi alles falsch gemacht, was man nur falsch machen konnte 😉 Das Wohnzimmer war zu warm, die Fenster geschlossen, ich hatte vorher nicht genug getrunken und atmete zu flach. Noch dazu stand ich die ganze Zeit regungslos rum – nun, irgendwann wurde das meinem Kreislauf zuviel und ich klappte zusammen…

Beim zweiten Mal wussten wir es also besser und versuchten es im Halbsitzen. Mit Cola und Duplo in direkter Reichweite 😉

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Ich saß recht gemütlich, atmete normal und der Prophet arbeitete zügig – nach einer Stunde war die Rohform fertig. Sie wurde mit einer speziellen Modelliermasse geglättet und gleichzeitig verstärkt. Nach in Form schneiden und schleifen sah das ganze so aus:

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Ich wollte unbedingt ein Design, das ich mir später auch in den Flur oder ins Wohnzimmer hängen würde. Hübsch und praktisch sollte es sein, also bestellte ich eine Lichterkette und ein Uhrwerk und machte mich ans Werk:

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Zifferblatt aufmalen und Löcher bohren,

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grundieren und blau anmalen (Kosmetikschwämme eignen sich perfekt dafür!) und ein paar hübsche Details:

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Ganz ohne Fledermäuse ging es nun doch nicht 😉 Fertig und beleuchtet sieht der Bauch so aus:

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Wenn der kleine Geist da ist, werde ich noch den Namen und das Datum sowie die Uhrzeit nachtragen. 🙂

Categories: Frei

„Ich will dir ja keine Angst machen, aber…“

Heute beginnt die 40. Schwangerschaftswoche und quasi seit Beginn meiner Schwangerschaft verfolgt mich dieser Satz. Mal direkt ausgesprochen, mal indirekt impliziert.

Es war in der 12. Woche, als wir uns bei Facebook outeten und instant ploppte ein Chatfenster beim Propheten auf: „so süß, aber lasst es nicht impfen!“ → Ich will dir keine Angst machen, aber [die Nebenwirkungen für das Kind sind unabsehbar]

Eine Weile später twitterte ich was von Feta und nomnomnom und schwupp, hieß es „ich dachte, Schwangere dürfen keinen Feta essen!“ → Ich will dir keine Angst machen, aber [du bringst dich in Gefahr]

Auf der Taufe meines jüngsten Neffen erzählte mir eine Bekannte aus dem Nichts heraus von ihrem Scheidenriss dritten Grades und beim Essen gehen erwähnte die uns wildfremde Kellnerin plötzlich ihre wunden, rissigen Brustwarzen beim Stillen. → Ich will dir keine Angst machen, aber [du wirst Schmerzen haben ohne Ende]

Meine Entscheidung, ins Geburtshaus zu gehen und dort zu entbinden, wurde oft kommentiert. Von absolut unverständlichem „wie kannst du nur???“ bis hin zu kopfschüttelndem „wie mutig du bist“ war alles dabei. Dicht gefolgt von „Ich will dir keine Angst machen, aber…“ und dann folgt eine Horrorstory von der Schwester/Bekannten/Freundin/sonstiger weiblicher Person mit wahlweise Frühgeburt wegen Schwangerschaftsvergiftung/starker Blutung nach Geburt/Notkaiserschnitt/sonstiges Szenario, dass ausschließlich im Krankenhaus gelöst werden konnte. Halte ich dagegen und erwähne die 9 völlig unkomplizierten (!!!) Geburten meiner beiden Schwestern (oder auch alle Geburten im Geburtshaus oder sogar zu Hause, von denen ich so weiß), kommt ein Schulternzucken, eine wegwerfende Handbewegung und ein „Ja, ABER…“

Liebe bald-Mamis und erfahrene Mütter: WAS ZUR HÖLLE SOLL DAS??? Schließt man beim Pinkeln auf das Teststäbchen womöglich einen geheimen Pakt ab, dessen Ziel es ist, andere Schwangere in Angst und Schrecken zu versetzen und ich hab das einfach nicht mitbekommen? Was bitte macht es für einen Sinn, mir alle möglichen Horrorgeschichten aufzutischen oder mir sonstwie Angst machen zu wollen?

Gerade im Bezug auf das Geburtshaus kommt dann oft noch großzügig der Satz „aber das muss ja jeder für sich selbst entscheiden“ – schließlich will man ja keinen Mommy War anfangen, wir haben uns ja alle lieb, nech? Ich weiß nicht, was nerviger ist: „Ich will dir keine Angst machen, aber“ oder das „musst du ja selbst wissen“, wenn ich mich nicht von der gegenteiligen Meinung überzeugen lasse. Bitte Mädels, echt mal – wie wäre es mit leben und leben lassen?* Ich lass euch euren Wunschkaiserschnitt im Krankenhaus und ihr lasst mir meine Wunschentbindung im Geburtshaus. Deal? Kk, Deal.

(7 Tage his zum errechneten Termin, kann jetzt also jederzeit losgehen theoretisch. Wenn ich es vorher noch schaffe, zeig ich euch noch den fertigen Gipsabdruck, den Bettdrachenlindwurm und das fertige Zimmer – falls der kleine Geist es nicht zu eilig hat, heißt das *g*)
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*das gleiche gilt bittedanke auch für Themen wie Stillen, Tragen, Familienbett und ungefragt Bauch anfassen – hier gilt nämlich „Finger weg, ich bin kein Streichelzoo“ 😉

Categories: Zweite Seele

Geburtsvorbereitungskurs

Morgen findet er schon zum letzten Mal statt, der Geburtsvorbereitungskurs. Zwei Wochen vor Beginn saßen wir einen Nachmittag lang in einem Säuglingspflegekurs, in dem vom grenzdebil grinsenden Hebammenfangirl über einem hysterischen Ehepaar („was machen wir, wenn das Baby aufhört zu atmen, wenn wir zu Hause sind???“) bis hin zum blonden modisch durchgestyltem Püppchen alles dabei war und ich betete, dass das im Geburtsvorbereitungskurs anders sein würde.

Wir wurden sehr lieb von einer Hebamme aus „meinem“ Team begrüßt und fanden uns zusammen mit vier anderen Paaren gemütlich auf dem Boden hockend wieder. Für alle ist es das erste Kind, die Konstellation war recht gemischt. Von Selbständigen über Angestellten bis zu Arbeitsuchenden war alles dabei, quer durch alle Schichten und Religionen – unter uns befindet sich auch ein sehr sympathisches muslimisches Pärchen und später kam noch ein Paar aus Afrika dazu. Eine bunt gemischte, sehr lustige Truppe, die sich durchaus auf einer Wellenlänge befindet. So fragte unsere Hebamme, was man denn bitte gar nicht im Kurs machen wolle, und durch die Bank waren die Antworten „singen/tanzen/esoterische Lebenshilfe“ 😉

Beim zweiten Termin wurden wir geschlechtergetrennt aufgeteilt und ich war ein wenig enttäuscht – während die Männer praktisch arbeiten durften (wie stellt ihr euch einen Tag mit Neugeborenem vor?) unternahm unsere Hebamme mit uns Frauen eine „Phantasiereise“ – wer mich kennt, weiß, dass ich mit sowas recht wenig anfangen kann. Ins Innere meiner Selbst reisen, mit dem ‚dritten Auge‘ zu meinem Baby in die Gebärmutter, es dort an die Hand nehmen und ihm den ‚Ausgang‘ zeigen – das war zuviel für mich, ich versuchte die ganze Zeit, nicht in hysterisches Kichern auszubrechen 😀

Glücklicherweise blieben die Termine nicht so und es wurde praktisch. Wir sahen uns die verschiedenen Phasen einer Geburt an, lernten verschiedene körperliche Übungen und probierten das sogenannte Tönen aus. Verschiedene Wehen- und Geburtsstellungen und der unvermeidbare Film rundeten den Kurs ab.

Vor allem das Tönen gab mir das Gefühl, etwas Handfestes gelernt zu haben. Und auch der Prophet ist jetzt viel ruhiger und selbstsicherer – er kennt jetzt verschiedene Massagetechniken und Stellungen, mit denen er mir in den Wehen helfen kann und hat nicht mehr das Gefühl, hilflos zusehen zu müssen, während ich Schmerzen habe.

Morgen ist der letzte Termin und ich muss zugeben, ich bin wehmütig. Der regelmäßige Austausch mit anderen Schwangeren wird mir ziemlich fehlen und eine erhoffte Bekanntschaft oder gar Freundschaft zu anderen Paaren hat sich bisher leider nicht ergeben. Mal sehen, wie es den anderen morgen so geht.

Categories: Dein Anblick