Neumontage in vier Tagen

Ich hab jetzt gute zwei Stunden meines Lebens in diesen Beitrag investiert. Sätze getippt und wieder gelöscht und neu getippt und wieder gelöscht und wieder getippt. Umformuliert und verbessert und überlegt. Und gezweifelt. Nicht an dem, von dem ich erzähle, sondern ob ich es überhaupt veröffentlichen soll. Religion und Glaube sind nun einmal Dinge, über die sich streiten lässt – es gibt deine Wahrheit und meine Wahrheit und was für mich funktioniert, kann für die einen völlig verrückt klingen und die anderen völlig unter Druck setzen. Es kostet mich Überwindung, auf „Veröffentlichen“ zu drücken, denn es macht mich angreifbar. Sehr sogar. Mehr als die meisten anderen Blogbeiträge hier, mehr als Themen wie Kinderwunsch, Erziehung, Geschichten über Mobbing oder meine Kindheit, die alles andere als rosig war. Es gibt mehr zwischen Himmel und Erde, als man sich vorstellen kann, sagt ein Sprichwort und jeder hat so seine Dämonen in seinem Leben. Meine werden mitunter wirklich und sitzen mir zum Anfassen gegenüber oder hocken in einer Tanne. Gabe der Geisterunterscheidung nennt sich das im christlichen Glauben und manchmal kann ich das eben auch, einen Blick in dieses Dazwischen werfen. Ich weiß aber eben auch, dass es genügend Menschen gibt, die mich für völlig verrückt erklären, wenn ich von Dämonen und Befreiung spreche. Menschen, die dann an den „Exorzisten“ oder „Supernatural“ denken und schon mal die Nummer der nächsten Psychoklinik googlen, nur für den Fall. Denn schließlich passiert sowas doch nur im Fernsehen und man glaubt nicht wirklich an Geister, Engel und Dämonen, oder?

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