Osteopathie

Ich bin euch ja noch einen Bericht schuldig, ich war doch Montag beim Osteopathen 🙂

Nachdem ich den Propheten bei der Arbeit abgesetzt hatte, machte ich mich auf den Weg zum Geburtshaus. Als ich dort ankam, verließ grade eine frisch gebackene Familie das Haus und ich hatte prompt ein bisschen Herzchen in den Augen 😉 Bettina, eine Hebamme, empfing mich ganz lieb – leider ist sie nicht in meinem Team, ich könnte mir gut vorstellen, bei ihr zu entbinden, wir lagen schon auf einer Wellenlänge. Als sie mich bat, mich meiner Hose zu entledigen, war ich ganz froh, dass es doch schon relativ warm war *g* Sie sah sich mein Becken an und entdeckte die Schiefstellung, die auch der Orthopäde vor Jahren schon gesehen hatte. Ich hab nicht nur ein ziemliches Hohlkreuz, sondern auch eine leichte Skoliose – insgesamt bin ich rechtsseitig leicht „abgesackt“.

Sie drückte oberhalb des Beckens in meine Hüfte und musste auf der linken Seite schon recht fest zupacken, um überhaupt feststellen zu können, ob das jetzt Muskel oder schon Knochen ist, was sie da spürte – scheinbar ist der linke Beckenmuskel viel stärker ausgeprägt als auf der rechten Seite. Heute hab ich btw das Gefühl, sie hat mir da nen blauen Fleck gedrückt – sehen kann man nix, aber es fühlt sich leicht schmerzhaft an, wenn man darüber streicht…

Ich beugte und streckte mich nach ihrer Anweisung nach vorn und zurück, mal mit abgestütztem Bauch, mal ohne, und ziemlich schnell stand fest: mein Kreuzbein hakt rechts am Beckenknochen fest. Wenn man sich vorbeugt, müssen sich die Gelenke eigentlich gleich schnell bewegen, wenn ich sie richtig verstanden habe. Und bei mir tuts das eben nicht, daher der Druck auf den Ischias und die Schmerzen im Gelenk. Bettina holte eine Liege und bat mich, mich hinzulegen. Sie bewegte meine Füße und zog einmal ruckartig an meinem rechten Bein, um die Knochen zu lösen. Als sie im Anschluss mit mir auf Tuchfühlung ging und an mir herumschob, drückte und zerrte, war ich doch ganz froh, dass es noch nicht soooo warm war – hätte sonst ne leicht schwitzige Angelegenheit werden können *hust* 😉

So weit, so gut, dass war der körperlich anstrengende Teil. Im Anschluss kam dann aber doch der Teil, den ich an Osteopathie so esoterisch finde: Hände auflegen und Energien fließen lassen, von denen ich nicht weiß, woher sie stammen und was die in mir bewirken. Ich bin ja nun bekanntlich Christ und steh nicht so auf Dinge wie Chakren lösen, Reiki und so – dementsprechend war ich wohl auch nicht ganz so entspannt, wie Bettina es gern gehabt hätte 😉 Aber nun ja, man kann nicht alles haben *g*

Ob nun mit gelösten Chakren oder ohne – scheinbar hat die Stunde ganz gut geholfen, jedenfalls sisnd meine Beschwerden nicht mehr so schlimm wie am Anfang. Heute morgen hatte ich zwar Schmerzen in der rechten Hüfte, ich nehme aber mal an, dass das reiner Druckschmerz war und nichts mit dem Ischias zu tun hatte. Memo an mich: nur noch mit Stillkissen schlafen.

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