Ischias

So langsam fangen sie an, die nervigen Wehwehchen. Hab ich bisher trotz „Eis, ich muss unbedingt Eis essen“ Phase (5 Liter in einer Woche *hust*) dennoch nur vier Kilo zugenommen, machen sich diese vier Kilo so langsam aber sicher bemerkbar.

Lange laufen? Frau Federschwarz fängt das Humpeln an. Bücken, um nach dem Futternapf der Katze zu greifen wird immer beschwerlicher, beim Duschen mal eben das Bein anwinkeln geht nur noch, wenn ich den Oberschenkel am Bauch vorbei schiebe 😉 Ich sitz halt auch den lieben langen Tag am PC, das rächt sich dann abends, wenn ich ins Bett gehe. Glücklicherweise bin ich eh Seitenschläfer, von daher vermisse ich das auf dem Rücken liegen so gar nicht. Das Stillkissen (hab ich euch das schon gezeigt? Ich muss mal ein Bild davon bloggen, ebenso wie von der coolsten Spieluhr ever) ist mein bester Freund. Am Anfang kam es mir unmöglich groß vor, sehr unbequem und ich wusste absolut nicht, wie man denn bitte mit Stillkissen im Arm schlafen könne. Jetzt ist das ganz einfach: Zipfel unter den Bauch geklemmt, den Rest zwischen die Beine, fertig – sieht absolut bescheuert aus, ist aber herrlich bequem.

Anfang der Woche ereilte mich beim Bad putzen der Nestbautrieb und ich schrubbte die Fugen. Mit nem Topfschrubber. Ich. Die Fugen. Ihr merkt, ich kann es selbst nicht fassen und fragte auch erstmal bei Twitter, ob das normal sei oder ob ich mich jetzt einweisen lassen könne :mrgreen: Das gehört zur Reihe „Dinge, die dir jede Schwangere erzählt, von denen du aber nie glaubst, dass es dir mal passieren würde“ und ist ebenfalls einen extra Artikel wert. (Memo an mich selbst: mehr bloggen!) Nun, unser Bad erstrahlt jetzt in frischem Glanze, ich selbst strahle, wenn ich den feinen Zitronenduft des Putzmittels rieche und der Prophet überlegt heimlich, ob er mich nicht doch einweisen lassen solle 😉 Allerdings rächte sich die Aktion dann gestern doch sehr, als ich ein derart starkes Ziehen im Bauch hatte, dass ich kurzzeitig an vorzeitige Wehen dachte. (Wie fühlen die sich eigentlich an?) Liegen ging gar nicht, sitzen auch nicht und stehen tat auch weh – letzten Endes war ich abends dann ganz froh, wieder daheim zu sein. Irgendwann nachts saß ich dann in einer eher merkwürdig zusammengekrümmten Position auf dem Sofa und war glücklich, einfach irgendwie Luft zu kriegen. BH’s sind in so einer Situation btw Teufelszeug. Ganz sicher.

Glücklicherweise war gestern auch Vorsorgetermin bei der Hebamme und als ich ihr erzählte, dass ich Beschwerden mit dem Ischias habe, fragte sie mich, ob ich schon mal an Osteopathie gedacht habe? Ich geb gern zu, dass ich da eher skeptisch bin. Eine Freundin wurde mit ihrem Neugeborenen auch dahin geschickt und was sie so erzählte, war nicht so ermutigend. „Ja und was macht der dann?“ „Na der guggt sich das Kind an.“ „Ja, aber wie denn?“ „Na, der guggt halt.“ Ja danke, vom gucken allein werd ich meine Schmerzen aber auch nicht los 😉 Sie dachte sich dasselbe und ging mit dem Kind dann lieber zur Krankengymnastik *g* Osteopathie hat für mich irgendwie den Beiklang von Esoterik, und da steh ich bekanntlich gar nicht drauf. Aber Anne, meine Hebamme (also, eine meiner Hebammen, ich hab da ja drei von) klang so überzeugt, dass ich es dennoch mal versuchen werde. Am Montag fahr ich also wieder ins Geburtshaus, zu einer der Hebammen aus dem andrem Team. Die hat ne osteopathische Ausbildung und wenn sie mir nur ein paar Tricks zeigen kann, wie ich die nächsten 15 Wochen halbwegs schmerzfrei rumkriege, bin ich schon zufrieden 😉

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