Zuckertest

Heute morgen stand ein eher gefürchteter Termin an: der Zuckertest. Bei diesem Test wird nachgesehen, ob man unter Schwangerschaftsdiabetes leidet. Ich hatte Angst vor dem Ergebnis, denn sollte dies der Fall sein, hätte ich nicht ins Geburtshaus gehen dürfen. Mit Schwangerschaftsdiabetes gilt man als Risikoschwangere und darf nicht im Geburtshaus entbinden. Wenn ich das alles richtig verstanden habe, produziert das Baby in dem Fall einen Teil des mütterlichen Insulinbedarfs mit und kann dementsprechend nach der Geburt unterzuckert sein. Aber da gibt es alles mögliche im Internet zu und so richtig schlau bin ich nicht draus geworden.

Ebenso gibt es zu den Tests selbst alles mögliche an Infos im Netz. Da gibts wohl ein kleines Screening und nen größeren Test, der aber nur bei begründetem Verdacht durchgeführt wird. Meine FA konnte ich dummerweise nicht fragen, denn diese befindet sich grad im wohlverdienten Praxisurlaub und da sie den Zuckertest generell nicht durchführt, verwies sie mich direkt an eine Diabethologin. Dort sagte mir die Sprechstundenhilfe, ich müsse eine bestimmte Glukose-Lösung in der Apotheke besorgen und solle morgens nüchtern kommen.

Gestern fragte ich dann noch mal in meiner Twitter-TL, wie das mit dem nüchtern sei, denn so richtig mit Infos versorgt fühlte ich mich nicht und der Beipackzettel des Zuckersaftes machte mich auch nicht schlauer: da stand was von 10-16 Stunden vorher nüchtern sein, drei Tage vorher kohlehydratreich essen und ich war dann doch relativ verwirrt, weil mir das alles nicht gesagt wurde am Telefon. Die einen rieten zum absoluten Nüchternsein, die andren meinten, sie hätten vorher normal frühstücken können und so wusste ich immer noch nicht, woran ich war 😉

Ich entschloss mich dazu, vorsichtshalber ab 19 Uhr nichts mehr zu essen und nur noch Mineralwasser zu trinken und war heute morgen um 8 pünktlich in der Praxis. Ich wurde gewogen und vermessen (lustigerweise zeigte die Waage ein Kilo weniger an als unsere daheim und somit hab ich laut Mutterpass seit Beginn der Schwangerschaft grad mal drei Kilo zugenommen. Das stimmt mit meinem inneren Bild meines Bauches überein: ich sehe da überhaupt nicht den Schwangerschaftsbauch, den andere sofort sehen, für mich wirkt das immer noch wie „einfach fett“ und ich bin immer mal überrascht, wie kugelig der jetzt doch schon ist), mein Blutdruck lag mal wieder bei gemütlichen 100/62 und dann musste ich den Zuckersaft trinken. Der übrigens gar nicht so eklig süß war, wie alle sagten – er schmeckte nach Johannisbeersaft und war ganz okay.

20 Minuten später hatte ich das Gefühl, ich bekäme gleich Sodbrennen und war echt durstig, aber trinken war nicht. Die Stunde Wartezeit ging relativ schnell rum, mir wurde Blut abgezapft und wenig später hörte ich von der Ärztin, dass alles ok und mein Wert in Ordnung sei *yay* Also kann ich ganz normal im Geburtshaus entbinden, sollte jetzt nicht noch irgendwas dazwischen kommen. Wenn der kleine Poltergeist sich dazu entschließt, mit dem Popo zuerst zu kommen, zum Beispiel. Aber ach, das ist ja noch weit weg, darum sorge ich mich, wenn der Fall eintritt 😉 Zu Hause angekommen, überfiel mich irrer Hunger. Ich aß schon auf dem Rückweg das vorbereitete Nutellabrot und vernichtete vier Mandelhörnchen zu meinem Kaffee, kaum war ich daheim. 20 Minuten später lag ich im Bett, mir war kalt und ich war wahnsinnig müde. Nach zwei Stunden komatösem Schlaf geht es mir zwar etwas besser, aber so richtig fit bin ich immer noch nicht…

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