NFP*

* natürliche Familineplanung. Heisst so, weil diese Methode nicht nur der Verhütung, sondern auch der möglichen Planung dienen kann.

Seit ich bei Madame Mim etwas über NFP gelesen habe, rattert es in meinem Kopf. Nicht immer akut, mehr so im Hintergrund, unterbewusst. Die Pille habe ich ja schon vor einem halben Jahr etwa abgesetzt, ich hatte nach 15 Jahren (davon 5 Jahre durchgehend) einfach keine Lust mehr, mich mit Hormonen vollzustopfen. Sagte ich damals noch, dass Temperatur messen nix für mich wäre, finde ich diese Option jetzt immer spannender.

Das Praxisbuch liegt bereits hier und auch ein passendes Thermometer war schnell gefunden. Die Möglichkeit, allein durch das Beobachten eigener Körpersymptome sicher verhüten zu können, dass man sich also weder mit Hormonen in welcher Form auch immer belasten, noch zu einem „Fremdkörper“ greifen muss, finde ich faszinierend. (Zum Vergleich: der Pearl-Index von NFP liegt bei korrekter Anwendung bei 0,4 – das entspricht der Methodensicherheit der Pille.) Natürlich muss man dazu ein gewisses Mass an Disziplin aufbringen (allein mit Temperatur messen ist es nicht getan), aber die brauche ich a) auch, wenn ich die Pille nehme und b) finde ich es grad irre spannend, meinen Körper neu kennen zu lernen. Der verändert sich nämlich während so einem Zyklus viel mehr, als ich bisher dachte. PMS kennt man ja noch, auch schmerzende Brüste, Kopfweh, Rückenschmerzen und ähnliche Symptome mag der eine oder andere kennen. Aber dass sich in der zweiten Zyklushälfte die „Kerntemperatur“ des Körpers verändert (sie wird höher) und dass man noch andere, verstecktere Anzeichen selbst rauskriegen kann (den Muttermund zum Beispiel selbst abtasten), wusste ich bisher nicht.

Natürliche Familienplanung. Schon ein irres Gefühl.

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