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Langsam lässt der Schock nach. Wir finden uns zurecht, suchen uns, warten. Hantieren wieder mit Kondomen und überlegen, ob ein hormonelles Verhütungsmittel nicht die bessere Wahl ist. Da jedoch die Wirkung durch das AB in Frage gestellt wird, bleibt uns nur die Verhütung durch das ungeliebte Kondom.

Bei den Nebenwirkungen, die im Beipackzettel auftauchen, bin ich ganz froh, unserem Kind das nicht anzutun. Bei dem Gedanken daran, dass es etwas Ernsteres als eine chronische Blasenentzündung sein könnte, dass es unter Umständen Krebs sein könnte, befällt mich Unruhe. Ich fürchte nicht um mein Leben, aber um das Leben unseres Kindes. Was ist, wenn es tatsächlich Krebs ist? Was ist, wenn dieser Krebs mich daran hindert, schwanger zu werden? Was ist, wenn man mich operieren muss, mich „ausräumen“? Und ich niemals Kinder kriegen kann? Wie bekloppt ist es, sich darum Gedanken zu machen?

Ein unerfüllter Kinderwunsch, so las ich kürzlich auf Twitter, muss die Hölle sein. Ein unerfüllter Kinderwunsch ist die Hölle. Ich lebe seit 10 Jahren damit. Und auch eine chronische BE wäre schon schlimm genug – ich gehöre eh schon zum Risikobereich bei Schwangeren, die Blasenentzündung macht es nicht besser.

Warten.

Warten.

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