öffentlich?

Jetzt, wo der Entschluss offiziell ist (so langsam realisier ich das auch), stellt sich die Frage: öffentlich hibbeln oder nicht? Mein Kinderwunsch besteht schon so lange, dass ich mich kaum noch daran erinnern kann, wie es ohne ist. Gute zehn Jahre sind es jetzt, und endlich soll es wahr werden? Möchte ich das denn nun auch öffentlich? Ich fand es so schön, bei meinen Freundinnen mithibbeln zu dürfen. Klar, es tat teilweise auch einfach nur weh, aber im großen und ganzen war es einfach nur sehr schön. Aber vorerst möchte der Prophet es keinem sagen. Ich kann ihn verstehen, neben der Freude wächst dann auch der Druck. Man wird sicher gefragt, wann es denn soweit ist, ob es denn soweit ist, ob es geklappt hat. Das möchte ich nicht. Dennoch bleibt die Frage – kann ich meine Klappe halten? (Also, ja, kann ich. Bzw – ich kann ja hier posten und die Artikel erstmal nicht veröffentlichen.) Trotzdem gibt es ein paar Herzmädels, denen ich es gerne sagen würde. Weil sie mich schon so lange begleiten.

(OH MEIN GOTT!!!! WIR KRIEGEN BALD EIN BABY!!!!!)

Categories: Dein Anblick

realisieren

Zwei Ansätze. Zwei mal geschrieben, zwei mal gelöscht. Noch so überwältigt von der Entscheidung. Es kribbelte im Bauch und ich war, ich bin sprachlos. So oft gewünscht, so oft davon geträumt, so oft ausgemalt, ich sei schwanger. Und immer, immer fehlte der richtige Mann dazu. (So oft gehofft, dass ER jetzt aber der Richtige sei.)

In der letzten Zeit so oft darüber geredet, abgewogen, die Sehnsucht des anderen gespürt. Bei mir. Beim Propheten. So oft schweren Herzens geflüstert, dass wir noch warten. Und die heimliche Enttäuschung des andren gespürt. Immer immer wollte ich nicht nur ein Baby, sondern eine Familie. Niemals hätte ich mir erträumt, dass ich diese Familie beim Propheten finden würde.

Gestern, die Frage. „Wollen wir ein Baby?“

Heute, realisieren, dass ein Traum endlich wahr wird.

Categories: Dein Anblick

hinundherdenkerei

Andauerndes und / oder plötzlich auftretendes „mirisschlecht“, „mirisschwindelig“, „ichbingeruchsempfindlich“, „ichbindesorientiert“, „ichhabkopfweh“. Seit ein paar Tagen dann auch „ichhabeinbisschenblutimpipi“.

So – und was ist das nun?

Gegen eine mögliche Schwangerschaft spricht nicht nur, dass wir verhüten, sondern auch die Tatsache, dass ich Anfang letzter Woche meine Blutung hatte.

Montag. Arzt. Bis dahin auf meine Hände setzen und nicht googlen, dass das auch Nierenschaden oder Blasenkrebs sein könnte. Oder ne Blasenentzündung (habkeine Schmerzen). Oder Hormonstörung. Oder…

Categories: Dein Anblick

Grübeleien

Familienversichern? Ich müsste doch jetzt über meinen Mann versichert werden können, so groß ist mein Einkommen ja nicht? Kündigen? Besser gesagt, WANN kündigen? Das muss ja dann auch mit dem Wechsel der Krankenkasse getimed werden, damit da nicht zu große Kosten auf uns zu kommen. Kündigen werde ich so oder so. Und zwar so schnell wie möglich. Selbständig machen? Könnte ich mir im Moment gut vorstellen, auch wenn die ersten Jahre sicher nicht so wahnsinnig viel Geld fließen würde. Oder doch auf Stellensuche? Das könnte ich aber ja auch neben der Selbstständigkeit machen, oder? Freiberuflichkeit muss ja nicht immer auch gleich hauptberuflich sein. (Und Familie? Würde mit der Selbständigkeit ganz gut zusammenfallen glaube ich…)

Alles sehr unreflektiert grade, aber auch alles sehr spannend…

Categories: Immer dieselbe Leier

Es fügt sich

Unglaublich, aber wahr: ich bin fertig mit dem Studium. Neun Jahre studiert und endlich fertig. Und auch wenn es ja „nur eine Bachelorarbeit“ ist (ja, wenn ich das sage, ist das ok – allerdings habe ich das auch von Freunden gehört und das fand ich nun echt doof.), ich bin verdammt stolz drauf. Nicht, weil ich endlich fertig bin – das hätte ich mit viel Disziplin auch schneller fertig bekommen, trotz der jahrelangen Doppelbelastung durch Arbeit und Studium und einer Wochenarbeitszeit von rund 50 Stunden. Ich bin stolz darauf, dass ich mich durchgebissen habe. Dass ich NICHT abgebrochen habe. So oft stand ich da und hab mich gefragt, warum ich das eigentlich noch mache? So oft heulend dagesessen und mich gefragt, wie ich das Geld fürs Studium zusammen kratzen soll. Fertig studiert. Endlich. Ich hätte nicht gedacht, dass es mich so aufwühlen würde. Tatsächlich bin ich jetzt total überfordert. Und nervös. Mein Körper zeigt mir das auch ganz deutlich. Nervöses Zucken unterm Auge, eine andauernde Muskelanspannung, die sich nur schwer lösen lässt. Trinke Kräutertee mit Honig und versuche, mich zu entspannen. Langsam fügt sich alles zusammen. Den richtigen Mann gefunden, geheiratet, Studium beendet. Und jetzt?

Ein Baby wäre schön. (Tatsächlich zerreißt es mich manchmal, wenn ich meine junge-Mami-Twitter-Timeline lese. Manchmal mehr, manchmal weniger. Manchmal so sehr, dass ich die TL wieder schließe, kaum dass ich sie geöffnet habe.) Ja, ein Baby wäre sehr schön. Elterngeld aber auch – und eine Stelle, zu der ich zurückkehren können möchte, Und die soll vorzugsweise nicht im Call Center sein. Call Center = schlechtbezahlter Knochenjob. Und ich möchte ernsthaft nicht die nächsten 40 Jahre im Call Center sein. Kündigen und zu Hause bleiben will ich aber auch nicht – auch wenn mein Mann sagt, es wäre ok für ihn. Also muss eine Stelle her. Nicht so einfach, auch mit einem abgeschlossenen Studium. Schon gar nicht, wenn man wie ich 9 Jahre lang studiert hat. Klar kann ich das erklären – ich habe halt immer nebenbei gearbeitet, und war anfangs auch länger krank – aber diese Tatsachen kann man eben erst dann erklären, wenn man im Vorstellungsgespräch sitzt. Die Chance muss man aber auch erst mal kriegen. Wenn ich mich so umsehe, meine Freunde haben noch nichts gefunden. Und ich hab ein wenig Angst, dass es mir genauso geht.

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