the pensieve

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Manchmal, wenn mein Kopf sehr voll ist mit Gedanken, dann wünsche ich mir ein Denkarium. Eines, wie Dumbledore es bei Harry Potter benutzt, wenn er sich mit seinem Zauberstab das ganze Gedanken- und Erinnerungsgewirr aus dem Kopf zieht und die als silberne Spiralen und Knäul im Denkarium versenkt.

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Da ich kein Denkarium besitze, versuche ic es anders. Oft liege ich nach dem Weckerklingeln wach im Bett und ziehe mir kleinkindgleich die Decke über den Kopf. Wenn ich mich der Welt nicht stelle, muss ich mich nicht mit ihr auseinandersetzen, oder? Natürlich ist diese Hoffnung eine ganz und gar trügerische, mit der ich mich selbst belüge.

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So versuche ich es anders. Setze mich ans Spinnrad und versuche, meiner Gedanken Herr zu werden. Normalerweise klappt das sehr gut – das konzentrierte Spinnen und das leise klackklackklack der Spule helfen mir, Ordnung in meine Gedanken zu bekommen. Doch manchmal, selten, gelingt das nicht. Dann fließen die Gedanken gänzlich ungeordnet in die Wolle und heraus kommen so krude Dinge wie das hier. Wirbelige Gedanken. Wie Nervenstränge – mal dick, mal wieder zum Reißen angespannt und dünn.

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Categories: Immer dieselbe Leier