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Es ist besser, unvollkommene Entscheidungen durchzuführen, als beständig nach vollkommenen Entscheidungen zu suchen, die es niemals geben wird. sagte einst Charles de Gaulle.

Entscheidungen, egal wie schwierig sie sein mögen, sind gut. Einfach weil es dann nicht mehr stagniert. sage gestern der Prophet.

Die getroffene Entscheidung… ob gut oder schlecht, wird sich erst in ferner Zukunft zeigen. Ebenso, wie gut oder schlecht man damit leben kann. Aber es wurde eine Entscheidung getroffen – und die Situatuion stagniert nicht mehr. Lieber ein Ende mit Schrecken als Schrecken ohne Ende.

(Seit zwei Tagen regnet es ununterbrochen. Irgendwie passend.)

 

Categories: Zweite Seele

Nerdlove

Eigentlich, dachte ich mir, eigentlich sei es doch hübsch, einen Counter bis zur Hochzeit für meine Sidebar zu haben.

Diese Counter gibts für selbstgehostete Blogs wie Sand am Meer, und auch WordPress stellt ein dementsprechendes Widget zur Verfügung. Aber ich wollte kein 0815 Ding, und wozu hab ich nen Programmierer im Haus? Also bat ich ihn, mir einen Countdown zu schreiben, bei dem ich die Anzeige auswählen könne. Tage/Stunden/Minuten/Sekunden oder eben wahlweise nur Stunden oder Minuten oder Sekunden. Als besonderes Gadget wünschte ich mir auch die Anzeige „nur noch xyz mal schlafen“

Mein Liebster machte sich ans Werk und nach einiger Zeit konnte ich leises Fluchen hinter seinem Bildschirm vernehmen. Ich kicherte vor mich hin – jep, er war im Arbeitsmodus angekommen 😉

Die ersten Entwürfe mit Javascript konnten sich echt sehen lassen, ließen sich aber leider nicht in das TextWidget bei WordPress einbinden. Also neuer Lösungsansatz – ein Bild sollte es werden. Das zählte aber leider nicht automatisch runter. Wir einigten uns auf die „nur noch xyz mal schlafen“ Anzeige – das Ergebnis sieht man nun oben links in der Sidebar.

Grinsender Prophet, glückliche Frau Federschwarz – hachz #kleinerdrei

Categories: Kein Weg zu weit

Selbständige bald vor dem Aus?

Frau von der Leyen möchte eine Zwangs-Rentenversicherung für Selbständige durchsetzen. Was für die einen vielleicht noch ganz annehmbar ist, ist für viele meiner Freunde das Aus ihres Unternehmens – viele Frauen aus meiner Timeline arbeiten als Tagesmutter oder haben den Kurs grad abgeschlossen. Ich kenne freiberufliche Autoren und selbständige Lektoren und auch die Leute der DreadFactory werden ein dickes Problem haben, wenn das Gesetz so durchkommt, wie momentan geplant. (Und nicht nur die – überlegt euch mal, was eure TaMu sagt, wenn sie euer Kind quasi umsonst betreut, da sie ihr Gehalt gleich in die Rentenkasse zahlen kann…)

Denn unser aller Vorzeigemutter will nicht nur die Menschen zu ihrem (Un)glück zwingen, sie sagt auch, wieviel Kohle künftig gefälligst bezahlt werden soll: 250 bis 300 Euro monatlich plus 100 Euro für eine Absicherung gegen Erwerbsminderung. Macht 350-400 Euro, die künftig in die Staatskasse fließen sollen – egal, ob großes Unternehmen oder 1-Frau-Firma.

Deshalb hier meine große Bitte: setzt euch gegen diesen Gesetzesentwurf durch und unterzeichnet die Online-Petition.

Categories: Immer dieselbe Leier

#%&!@@%!!!!!!!!

Als ich aus der Strassenbahn stieg und merkte, ich habe meinen Thermobecher vergessen, schwante es mir schon.

Als ich bei der Arbeit ankam und noch vor dem ersten Kaffee mit der Nervensäge der Firma im Aufzug eingepfercht war, wusste ich: es wird ein mieser Tag.

WIE scheisse er allerdings werden würde, wurde mir erst bewusst, als mir, kaum war ich an meinem Platz, eröffnet wurde, das mein Team aufgelöst wird. Unsere Arbeit ist unserem Chef zu teuer. Er hat schlechte Verträge mit Tch*bo ausgehandelt, und WIR dürfen das jetzt ausbaden. Keine Mailbearbeitung mehr, sondern wieder Telefon.

Das bedeutet schlechtere Arbeitsbedingungen, weniger Geld, mehr Stress, vorgeschriebene Pausen, eventuell neuer Teamleiter. Wenn ich bei Frl. Rottenmeier im Team lande kündige ich. Asap.

Fick dich Murphy – so langsam is ja mal gut, nech?!?

Categories: Immer dieselbe Leier

Papa

In drei Tagen wärst du 62 geworden. Und während alle an diesem Tag nur an Muttertag denken, wirst du mir besonders fehlen. Großes Familienfest ist geplant, eine Kommunion, Muttertag und dein Geburtstag wären auf einen Tag gefallen – wenn das kein Grund zum Feiern ist.

Ich bin traurig. Traurig bei dem Gedanken, das du weg bist. Das du in dem Wissen gestorben bist, dass ich in einer unglücklichen Beziehung bin. Das du nicht mitbekommen hast, was sich in meinem Leben alles verändert hat. Das ich heiraten werde. Stell dir vor, ich heirate! Der Prophet hätte dir gefallen, Papa. Ich hätte so gern gehabt, dass du mich zum Altar führst. Ich hätte so gern auf meiner Hochzeit mit dir getanzt.  Hätte dir so gern deine Enkelkinder in den Arm gelegt. Du warst so ein toller Opa.

Du fehlst mir und ich möchte weinen.

Categories: Zweite Seele