Verwirrung stiften

geht übrigens ganz prima, indem man auf Facebook nach der Bundweite einer Säuglingshose in 56/62 fragt und die zukünftige kleine Schwägerin das mitbekommt.

Es dauerte keine 15 Minuten, bis der Prophet von seiner Mutter gefragt wurde, ob sie Oma würde.

:mrgreen:

Categories: Kein Weg zu weit

Die Sache mit den Einladungen

Und dann war da heute noch die Sache mit den Einladungen. Da wir an einem Wochenende sowohl standesamtlich als auch kirchlich heiraten, stellte sich die Frage, wir wir das mit den Karten handhaben sollen. Für uns war klar: es gibt gesonderte Einladungen für alle drei Fälle: kirchliche Feier, standesamtlich und eben für jene, die bei beiden Tagen dabei sind (Familie halt.)

Das bedeutet, drei Arten von Karten machen. Ich texte ja gern, das war also im Grunde genommen kein Problem, der Text für die mittelalterliche kirchliche Burghochzeit war auch sehr schnell fertig. Was aber für die Familie? Irgendwo einen kleinen Satz nach dem Motto „standesamtliche Trauung ist dann halt da und da“ eindrucken fand ich doof – es hätte die Struktur der Einladung völlig versaut und ja, in sowas bin ich dann auch perfektionistisch, das soll alles bittedanke passen :mrgreen:

Schwierig gestaltete sich auch die Frage nach der Einladung für all die Freunde, die wir zwar gern auch bei Burg dabei hätten, die wir aber schweren Herzens budgetbedingt nur für Freitag einladen konnten (oder wollten 😉 ). Die Frage warf in meiner Timeline erstaunte „wie, extra Einladungen?“ auf *lach* Ich googelte mal ein wenig hin und her – scheinbar wird die Frage öfter diskutiert, als wir dachten 😉 Ist es wirklich so unüblich, zur standesamtlichen Hochzeit schriftlich einzuladen? Klar, uns ist die kirchliche wichtiger, aber wenn ich dort nun mal nicht mit allen feiern kann, so sollen die Freunde doch auch was davon haben und zumindest mit einem hübschen Kärtchen zum Standesamt mit anschließendem Umtrunk geladen werden.

Wir haben nun also einen Text entworfen, der auch durchaus als Einleger für die Karten der Familie durchgeht und dennoch hübsch genug für eine „richtige“ Einladung ist.

(Ja ich weiß – über was Frau sich so alles Gedanken macht… Dafür gibts keine Gastgeschenke, so 😛 )

Categories: Kein Weg zu weit

Neulich im Ghetto

Seit unserem Umzug wohnen wir im Randbezirk des Ghettostadtteils. Wir haben einen Supermarkt direkt vor der Tür, der dem Ghettonetto der Frau Nessy verblüffend ähnelt. Dieser Süpermarket ist des nächtens vollständig beleuchtet, ab 20 Uhr spätestens steht ein grimmig guggender Security-Mensch an der Kasse und ab und an kann man auch unsere Freunde und Helfer dort beobachten. Nicht immer sind sie dort, um sich mit Lebensmitteln einzudecken.

Der Prophet und ich wollten nur fix ein paar Kleinigkeiten besorgen, da sahen wir sie. Eine Gruppe erwachsener Männer umringte eine relativ müde wirkende Frau, die Haare unter einem Kopftuch verborgen, ein Kleinkind im Kinderwagen verstaut, das andere versteckt sich hinter Mutters Rockzipfel. Der Polizist (ebenfalls türkischstämmig, jaja, hier in Klein Istanbul wird eben Wert auf Integration gelegt 😉 ) versucht gerade, sich Gehör zu verschaffen, da keift die Frau ihn an:

„Aber er hast mich suerst angeschrien, kannstu jeden fragen!“

Der Polizist so: „Das mag ja sein.“ *kunstvolle Pause* „Aber er war schlauer – er war still, als wir reinkamen.“

Aufgepasst, liebe Kinder – hier im Ghetto kann man wegen Ruhestörung des Süpermarkets verwiesen werden.

Categories: Immer dieselbe Leier

Traumkleid (PW auf Anfrage)

Mit diesem Artikel werde ich den Liebsten in den Wahnsinn treiben, denn wenn er eines ist, dann neugierig 😀

Ein maßgeschneiderter Traum aus Baumwollsatin, mit abnehmbarer Kapuze (die lasse ich noch ändern, ich möchte eine lange Gugelkapuze) und raffbaren Ärmeln. HACHZ!!! *hier bitte strahlende Augen mit Herzchen drin denken 😉 *

Alle Bilder von: http://your-dark-dream.de/Brautkleider.htm#15

Categories: Kein Weg zu weit

Fräulein Rottenmeier

Kennt ihr sie noch, die verkniffene Gouvernante von Klara? Die ältliche Jungfer, die immer so tut, als sei die kleine Heidi ein kleines dummes Kind?

In letzter Zeit komme ich mir auf der Arbeit immer öfter vor wie Klara und Heidi. Eine der Teamleiterinnen hat scheinbar beschlossen, mich nicht zu mögen. Und mich dementsprechend zu behandeln. Es ist völlig egal, was ich tue, sie zickt mich an, spricht in diesem „Ich nehme dich sowieso nicht ernst“ süßlichem Tonfall mit mir oder macht mir das Leben sonstwie schwer. Suche ich mir selbständig Arbeit, löse ich bei ihr anscheindend den Freidenker-Alarm aus und sie staucht mich massiv zusammen, inklusive Sprüchen wie „du denkst doch sowieso „leck mich am Arsch“, nicht wahr?“ (Für alle anderen teamleiter ist es kein Problem, wenn ich mir selbständig Arbeit suche, die sagen dann: ach, du weißt schon, was du tust.) Frage ich sie, was zu tun ist, reagiert sie genervt, weil sie sich um mich kümmern muss. Sitze ich mit Kopfhörern da und arbeite (bei uns im Büro gibt es immer welche, die Stöpsel im Ohr haben, damit sie sich besser konzentrieren können, ist halt ein Großraumbüro), passt es ihr nicht, dass ich Musik höre. Wenn ich aber da sitze und starr auf meinen Bildschirm sehe und arbeite, während sich zwei Kolleginnen über meinen Kopf hinweg privat unterhalten, krieg ich ebenfalls einen auf den Deckel, denn schließlich würde ich ja zuhören und mich ablenken lassen.

Ich bin seit vier Jahren in dieser Firma und sie behandelt mich immer noch wie ein Kleinkind. Die dumme Neue, die nicht weiß, was sie tut. Ich bin ja auch nur die blöde Studentin, die halt nur drei Tage in der Woche da ist. Die kann man ja triezen. Nun ist es so, dass ich bedingt durch den Stundenplan auch oft am Wochenende arbeite. Und sie arbeitet drei von vier Wochenenden im Monat auch. Also sitze ich in den letzten Monaten jeden Samstag in der Straßenbahn und murmele vor mich hin: „heute ist ein schöner Tag, ich werde mich nicht ärgern lassen, heute ist ein…“ Ganz so arg ist es nicht, aber es nervt schon sehr. Ich hab Mühe, ihr morgens einen schönen guten Morgen zu wünschen und dabei auch noch zu lächeln – es bringt ja nix, wenn ich sie ignoriere, sie hat mich halt auf dem Kieker und sitzt als Teamleiterin am längeren Hebel.

Heute habe ich dann versucht, meine Schicht für Mittwoch vorzuziehen. Geht bei jedem andren relativ problemlos, zumal ich angeboten habe, ich könnte ja dann auch eine Stunde länger machen – ich hab halt jetzt abends Vorlesungen, müsste aber Mittwoch bis 20 Uhr arbeiten. Nein, das müsse ich gefälligst beim Personalreferenten klären. Schon als sie meinen Namen am Telefon hörte, kühlte ihre Stimme merklich ab.

Ich finde das so lächerlich. Wir sind beide erwachsene Frauen, wenn sie mich nicht mag, ja meine Güte, dann ist das halt so. Ist ja nicht so, als ob ich sie sonderlich gut leiden könnte. Man kann doch trotzdem fair miteinander umgehen. Ich weiß echt nicht mehr, was ich tun soll. Beim Betriebsrat könnte ich mich beschweren, aber das ist ein bisschen wie petzen in der Schule, davon wirds ja nicht besser, eher schlimmer. Also werde ich beim neuen Stundenplan Samstags eine regelmäßige Studiengruppe für die Abschlussarbeit angeben. Uni geht vor, das ist bei den Studenten auf der Arbeit so, dann werde ich zumindest nicht mehr Samstags mit ihr zusammen geplant. Unter der Woche sind mehr Leute da, da kann sie mich nicht so sehr triezen.

Lächerlich ist es trotzdem.

Categories: Immer dieselbe Leier