Die Freuden des Wohnens in einem Mehrfamilienhaus

oder: „Sweetheart? Ich finds ja ganz schön hier in der Puppenstube, aber wir müssen trotzdem umziehen. FrauNachbarinvonoben hat einen beschissenen Musikgeschmack.“

Ich kann nicht schlafen – die Nachbarin von oben feiert lautstark (mit viel AAAAAHHHW!!!!! und OOOOOHHHHHHH!!!!!) ne Party auf ihrem Balkon

Ich find das allein schon ne Frechheit – so ab 22:00 könnte man sich ja dann bittedanke in die Wohnung verziehen oder wenigstens ein paar Tage vorher nen Zettel aushängen.

Richtig dreist wurde es, als von unserem (!) Garten aus Feuerwerksraketen abgefeuert wurden – keine 3 Meter neben meinem Schlafzimmer. Ich kann jetzt nur schlecht hochgehen und motzen. a) mag ich sowas überhaupt nicht (ich bin eher die die den Mund hält), b) ist sie EIGENTLICH wirklich eine Nette und c) ich bin konfliktscheu. also, eigentlich. ähm.

Ich würde nur jetzt wirklich gern schlafen, ich hab zwar morgen frei, aber trotzdem

Und jetzt spielen sie auch noch Eros Ramazotti – ARGH!!!

(selbst wenn sie Geburtstag feiert – hätte die blöde Kuh das denn nicht einen Tag verschieben können? Am WE ist mir das egal!)

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demotiviert

extrem schlecht geschlafen, in der nacht aufgewacht und dank gedankenkarussel nicht wieder einschlafen können ist blöd. überlege immer noch, ob ich nicht einfach meinen körper verkaufen soll, vorzugsweise die linke niere zuerst…

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Montag-Montag

– 30° angesagt, die federschwarze also im knielangen Rock zur Uni. Morgens, 8 Uhr, im Hörsaal ist es wie im Kühlschrank – ich hab vergessen, das wir in einem Raum ohne Fenster sitzen.

– Die federschwarze möchte/will/muss nen Bildungskredit beantragen und braucht dafür eine Bestätigung, wann das Studium abgeschlossen werden kann. Auf diesem Vordruck steht dick drauf „dieser Abschnitt wird vom Prüfungsamt ausgefüllt“. Ich gehe also frohen Mutes zu besagtem Amt, freu mich noch (endlich mal keine megalange Schlange, ich muss ja nur eben fix zur Service Stelle, meine Sachbearbeiterin ist eh erst morgen da) und noch bevor das Frollein vom Amt sich den Zettel überhaupt näher angesehen hat entspinnt sich folgender Dialog:

Sie (desinteressiert):  „Das darf ich nicht!“

Ich (verwirrt): „Wer darf es denn DANN?“

Sie: „Gehen sie zum Sekreteriat für Studierende“

Ich (angesäuert): „Äh, nein, da steht extra drauf „wird vom Prüfungsamt ausgefüllt“

Sie (schnippisch): „Ja, dann müssen sie morgen zu ihrem Sachbearbeiter gehen, was ist denn das überhaupt für ein Ausdruck, zeigen se mal her.“

Da erst fiel mir auf, das sie ihr „das darf ich aber gar nicht ausfüllen“ ganz reflexartig gemotzt hat ohne überhaupt zu wissen, um welchen Antrag/Zettel/Ausdruck es sich überhaupt handelt.

Prima, kann ich also morgen um halb 9 schon da stehen, 30 Minuten warten bis die die Tür aufmachen, zu meiner Sachbearbeiterin gehen (die mir dann vermutlich sagt, dass mir noch dieses/jenes fehlt, ich noch folgenden Ausdruck brauche und/oder das mir das doch die Service Stelle/der Hausmeister/der Papst hätte ausfüllen können), hoffen, das ich da frühzeitig wieder raus bin um dann um 10 rechtzeitig in meinem ersten Kurs zu sitzen. Großes Kino, vielen Dank liebes Frollein vom Amt.

– meine Professorin gebeten, mein Referat in eine schriftliche Ausarbeitung umzuwandeln. Klappt nicht. Nächste Woche also Montag Referat, Dienstag mündliche Religionsprüfung, Donnerstag Grammatik. Ick freu mir….nicht!

(Grammatik seh ich mich schon in der Nachprüfung sitzen)

– Kommilitonin von meinen Geldsorgen erzählt, die meinte „Mercedes sucht noch Studis für die Semesterarbeit fürs Fließband“. Sofort zur Seite gesurft: alle Jobs bereits weg. Wären 2k brutto gewesen. Könnte kotzen.

Jetzt: versuchen, mich irgendwie auf Grammatik zu konzentrieren.

(Gab auch Gutes: tolle E-Mails, Anfragen einer Dozentin, ob ich nicht doch den Master machen möchte, Lob und ein gutes Gespräch mit der Feminismus-Dozentin)

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Eiscreme!

und noch ein Jäckchen – diesmal zweifädig gestrickt.

Allein war mir die dunkle Opalwolle zu „altbacken“:

Daher bin ich in meine Vorräte getaucht und fand einen rosa/weiß gefärbten Strang – beide kombiniert ergab dann ein hübsches Gestrick, welches mich sehr an „Fürst Pückler Eis“ erinnert 😉

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