Plan

1) Ich werde auf meine Minimumstunden (15/Woche) bestehen.

2) Es wird mir egal sein, wie sie die Arbeit dafür ranschafft, ich arbeite nicht mehr unter meiner vertraglich festgeschriebenen Stundenanzahl.

3) Ich werde mich nicht zurück ans Telefon versetzen lassen, die schlechteren Arbeitsbedingungen wiegen das Geld nicht auf.

4) Statt dessen werde ich versuchen, meinen Vertrag umzuwandeln, so dass ich ein Jahreszeitkonto habe. Keine Vollzeitstelle, sondern 23 Stunden / Woche, das sind 3 Tage 8 Stunden. Dann kann sie mich auch weniger planen, im Winter ist wieder mehr zu tun, da kann ich die Minusstunden wieder rausarbeiten.

5) Ich werde heute erst mal ein Gespräch mit dem Betriebsrat führen, bevor ich irgendeine Aussage gegenüber meiner Chefin treffe.

6) Sollte sie mir blöd kommen, werde ich ihr NICHT sagen „Ach wissen sie, gehen sie doch wieder modeln, da sind sie mit ihrem Zickenterror richtig“

7) Ich werde dann (noch) weniger Geld zur Verfügung haben, das heißt, ich werde guggen, wo ich sparen kann – geliebte Abos kündigen (WoW, Audible) und die Strickabende mit Essen gehen werden auch gestrichen – fürchte ich.

Mit dem Krieger durchgesprochen, ihm ist eine halbwegs gut gelaunte Frau daheim wichtiger als das ich 50€ mehr auf dem Konto habe. Dann halt das nächste Jahr eine 6-Tage Woche, dafür aber ohne Headset auf den Ohren.

Edith: Ich habe so keine Lust mehr, mich mit 400-500 Euro im Monat durchzuschlagen… Ich hab so keine Lust mehr… (EinJahrnochEinJahrnochEinJahrnoch)

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Panic!

Was würdet ihr tun?

Ich hab bei der Arbeit einen Studentenvertrag, der 15-20 Stunden die Woche vorsieht. Und ich bekomme nur das bezahlt, was ich da auch wirklich gearbeitet habe. Im Moment ist bei uns aber so wenig zu tun, das wir alle weniger eingeplant werden. Das ist den anderen egal – die haben einen anderen Vertrag und kriegen jeden Monat ihr festes Gehalt. Sie bauen dann eben Plus- oder Minusstunden auf. Wenn sie weniger geplant werden, haben sie zwar Minusstunden, aber nicht weniger Geld aufm Konto…

Nun war ich gestern bei meinem Projektplaner und hab den gefragt, wie die sich das vorstellen, wenn ich jetzt wochenlang nur 12 Stunden arbeite. Dann fehlen mir 14 Stunden zu meinem Minimum von 60 Stunden den Monat, und das sind rund 100 Euro im Monat weniger. Ich muss ja schließlich auch von irgendetwas leben… Da mischt sich meine oberste Chefin ein und meint schnippisch, das ich ja wieder ans Telefon gehen könnte, da könnte man mich brauchen und da sind die Stunden dann ja auch voll. (Ich arbeite ja im schriftlichen Bereich im Moment) Oder ich könnte ja nen Vollzeit Vertrag machen und dann dementsprechend runtergehen mit den Stunden. So einen Vertrag kann ich aber von der Zeit, die mir zur Verfügung steht, gar nicht erfüllen – und das weiß meine Chefin auch. Ich muss ja schließlich zur Uni und so. Abgesehen davon würde cih dann endlos Minusstunden aufbauen und wenn ich irgendwann kündige, dann will die Firma, das ich das nacharbeite…

Jetzt weiß ich nicht, was ich tun soll – kann ich mit 100 Euro im Monat weniger leben und bleibe dafür im schriftlichen Bereich (bessere Arbeitsbedingungen, weil ich selbst bestimmen kann, wann ich Pause mache, Kundenkontakt nicht mehr unmittelbar am Telefon (= ich werde nimmer verbal niedergemacht) und höherer Grundstundenlohn) oder gehe ich wieder ans Telefon und habe dafür dann am Ende des Monats ganze 50 Euro mehr?

Die Rechnung rentiert sich nicht wirklich, denn am Telefon habe ich einen niedrigeren Stundenlohn und am Ende würde ich mit 50 Euro mehr rauskommen, als das, was ich momentan verdiene. Dafür sind die Arbeitsbedingungen aber denkbar schlechter. Ich kann mir meine Pausen nicht mehr einteilen wie ich möchte, ich muss mich von Kd wieder verbal runtermachen lassen und ich muss wieder irgendwelche Dinge dazu verkaufen, die ich gar nit will. Ich habe wieder jeden Tag das Headset auf den Ohren etc pp…

Bis Freitag will sie ne Entscheidung von mir – und im Moment sehe ich mich tatsächlich dazu gezwungen, wieder ans Telefon zu gehen. Abgesehen vom Geld habe ich dazu absolut keine Lust, weil mein Chef (also, die unmittelbar nächste höhere Instanz über mir) mich eh nicht im schriftlichen Bereich haben wollte.

Morgen werde ich, bevor ich meinem Chef irgendetwas sage, erst mal in Ruhe mit dem Betriebsrat reden. Und dann mal sehen, wie es weiter geht. Neuer, besser bezahlter Job wäre natürlich ein Traum – ist aber eher unrealistisch, da ich mitten im Semester stecke und bei einer neuen Stelle ja kaum sagen kann: „Äh, ah übrigens – Montags, Dienstags und Donnerstags kann ich nicht arbeiten…“ Und ein Zweitjob abends ist auch nur bedingt drin, da ich an den Tagen, wo ich Uni habe, frühestens um 19 Uhr daheim bin und im Job im Schichtwechsel arbeite. Mal abwarten, was der Betriebsrat morgen sagt…

(Und mein Krieger ist durch seine Prüfung gerasselt, jetzt muss er zur Nachprüfung. Das heißt, wieder Lernstress, wieder ein Krieger, der keinen Kopf für andre Dinge hat.)

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don’t Panic

Das Universum ist ein verdammt harter Ort – und das Handtuch hat weder dem Krieger noch mir was genützt.

Land unter, sozusagen.

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Heute ist des Kriegers große Abschlussprüfung. Die letzte, in Englisch, dann ist er durch mit der Uni. Egal, welches Ergebnis er mit heim nimmt, ich bin unglaublich stolz auf ihn.

Es kann eh nix schief gehen, schließlich hat er sein Handtuch dabei -> don’t panic! :mrgreen:

In diesem Sinne: happy towelday ihr Lieben ♥

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Vom Helfen

Jeden Tag, wenn ich zur Uni fahre, fällt mir eine Begebenheit von vor zwei Wochen ein. Ich wollte zur Lerngruppe und wartete wie immer auf meine Straßenbahn, als mir ein junger Mann entgegen kam. Er stützte einen ziemlich abgerissenen aussehenden Mann, dem man ansehen konnte, dass er stark alkoholisiert war – man roch es übrigens auch 5 Meter gegen den Wind…

Der ältere Mann hatte einen Bluterguß überm Auge und sah aus, als ob er im Leben nicht heil nach Hause kommen würde. Der junge Helfer fragte „kommen sie zurecht?“ der Betrunkene nickte, der Helfer zog sich seien Gummihandschuhe aus (wo um Himmels willen hatte der die her?) und ging. Der Betrunkene saß. 5 Minuten später sah ich ihn auf den Straßenbahngleisen liegen, zwei Passanten halfen ihm auf.

Ich war hin und hergerissen – hingehen und mit ihm reden konnte ich nicht, dazu konnte ich mich beim besten Willen nicht überwinden (ich Schisser, ich). Aber Hilfe holen konnte ich. Also flitzte ich zur Bahnhofsmission – ich dachte mir, die werden sicher helfen können.

Pustekuchen. Ich möge doch einen Krankenwagen oder die Polizei rufen, erklärte man mir lächelnd, während man fleissig weiter heißen Kaffee an die Obdachlosen verteilte, die sich warm sicher und trocken in dem kleinen Raum tummelten.

Ich war fassungslos. Glücklicherweise sah ich ein paar Polizisten auf dem Bahnhofsvorplatz, und sprach die an. Ich erklärte, das es sich um einen stark alkoholisierten Mann handelte, den ich nicht so ohne weiteres allein auf dem Bahnhofsvorplatz laufen lassen wollen würde, da es sich um eine stark befahrene Gegend handelte. Sie riefen dann einen Rettungswagen und dem Mann konnte geholfen werden. Gott sei Dank, denn ich hätte es mir wohl nicht verziehen, wenn er in ein Auto gerannt wäre…

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