Demo gegen braunen Müll

Morgen steigt in der Stadt eine große Demo der NPD, getarnt als „Sozialkongreß“. Sie wollen quer durch die Stadt, an der Hochschule vorbei, marschieren und demonstrieren. Die Polizei geht von etwa 200 NPD’lern aus – dennoch gibt es ein Riesenaufgebot der Staatskräfte, denn der Widerstand gegen die Demo ist groß. Mehrere tausend Menschen haben vor, dagegen zu anzugehen, kann man auf der Seite des stadteigenen Radiosenders lesen.

Ich war ursprünglich eine davon. Ich wollte mitdemonstrieren, wollte meinen Standpunkt zu Ausländern klarmachen und zeigen, das wir keine Nazis in unserer Stadt wollen.

Statt dessen habe ich die letzten Tage mit Halsschmerzen und Schluckbeschwerden verbracht. Das allein würde mich nicht abhalten (hält mich ja auch nicht davon ab, arbeiten zu gehen), aber meine Knie haben sich gestern nur mit Mühe davon überzeugen lassen, dass sie nicht aus Wackelpudding sind. Mit Kreislaufschwäche arbeiten gehen, nun gut, da sitz ich den ganzen Tag – aber ich habe heute dann doch widerwillig eingesehen, das es vermutlich nicht so klug wäre, mitten in einer Demo gegen rechts umzukippen.

Verdammt.

Ich denk an euch morgen.

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