Die Rose der Kreuzritter

gerade ausgelesen und absolut empfehlenswert!

Es geht um Emme von Ravensberg, die sich als Grafentochter um die Burg ihres Vaters kümmert, da die Stiefmutter gerade im Wochenbett liegt. Emmes Welt ändert sich grundlegend, als die jungen Ritter Berengar und Robert auftauchen und erklären, Emmes Bruder Ludwig werde vom Feldherren und Sultan Saladin gefangen gehalten.

Kurzentschlossen läßt der Graf von Ravensburg Emmes Zwillingsbruder Hermann aus dem Kloster holen und schickt ihn zusammen mit Emme und den Rittern auf die gefahrvolle Reise, um Ludwig gegen Lösegeld zu befreien. Da Hermann an einem Lungenleiden erkrankt ist, lastet schon bald die volle Verantwortung auf Emme, die tapfer versucht, dieser Last gerecht zu werden.

Doch schon bald ist nicht mehr klar, wer Freund und wer Feind ist. Die mitgenommene Zofe Rika läßt Emme schon bald im Stich, und auch Radegunde, eine junge am Straßenrand aufgelesene Magd, ist nicht immer so ehrlich, wie Emme es verdient hätte. Zudem wird der ganze Zug begleitet vom Kaplan der ravensburg’schen Familie, der eher an den jungen Mädchen als an einem geistlichen Leben interessiert ist.

Die Ereignisse überschlagen sich, kaum sind die Reisenden im Lager Saladins angekommen. Und schon bald muss Emme erkennen, das nicht jeder ihr Begleiter das Vertrauen verdient hat, was sie in ihn setzt.

Ein Roman, der so höfisch beginnt wie jeder Gralsroman, zwischendurch wie eine von Shakespeares Possen anmutet und endet in einem unheimlichem Krimi, der mich zwang, direkt im Anschluss an den Feierabend noch im Auto die letzten Seiten fertig zu lesen. Ein Roman, der endet mit einer solchen Edelmut, das ich mich fragte, ob ich ebenso handeln würde. Lesenwert!

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