Der ersten Nacht

im neuen Heim wird ja oft besondere Bedeutung zugeschrieben – das, was man träumt, soll wahr werden, oder so. Ich hab nix geträumt, was daran liegen mag, das wir nachts um 3 erschöpft ins Bett gefallen sind 😀

Der Umzug verlief ganz gut, es ist nix kaputt gegangen außer meinen Nerven, der Schwiegervater hat Stress verbreitet ohne Ende („Macht das doch so und so! Ich mei, MIR is das ja egal, macht wie ihr wollt, aber…“) und der Krieger bzw. ich haben da extrem drauf reagiert (Das erste, was mir von Freunden gesagt wurde war, ich sei so unentspannt heute *seufz*)

Nachdem unsre Umzugshelfer allesamt 30-60 Minuten zu spät kamen konnte es endlich losgehen, und mit drei oder vier mal fahren war dann alles drüben 🙂 Damit ging das Chaos dann erst richtig los, es ist halt doch nur eine Puppenstube, und mit Sofa, Tisch, Bett etc war nicht mehr so wahnsinnig viel Platz, um die Kartons abzustellen. *hust*

So langsam haben wir das Chaos hier minimiert, Die Möbel im Wohnzimmer stehen schon so, wie sie stehen sollen, die Küche ist komplett eingeräumt und ein bisschen Deko und Schnickeldi hab ich auch schon verteilt. Das Spinnrad hat seinen Platz gefunden, den Mäusen geht es den Umständen entsprechend gut und ein offenes W-Lan von den Nachbarn ist auch gefunden *kicher*

Sodom und Gomorrha haben sich gestern schon recht gekabbelt beim fressen, aber sie boxen „nur“ (= stellen sich auf die Hinterpfoten und boxen sich mit den Vorderpfoten, ähnlich einem Girlie-Duo, dass sich „schlägt“ ) und jagen sich nicht. Sie sehen halt bisschen zerstrubbelt aus, kein Wunder, ist ja doch alles ziemlich aufregend hier, alles neu, neue Umgebung, neue Geräusche, das muss so ein kleines Mäusegemüt erst mal begreifen. Sie schlafen aber eng aneinander gekuschelt zusammen und ich mach mir keine großen Sorgen, dass sie sich hier nicht eingewöhnen und die Gruppe zerfällt. Ich hab ja auch noch bis Ende des Monats Urlaub und kann sie gut beobachten.

Heute fahren wir noch mal zu den Schwiegereltern, ihnen zeigen, das der Sohn überlebt hat… 😉 Das ist nicht ganz so ironisch, wie es vielleicht klingt – gestern ging hier innerhalb von fünf Stunden drei mal das Handy des Kriegers, jedesmal seine Eltern dran, und jedesmal mit einer anderen dummen Ausrede, warum sie anrufen :mrgreen: Geht es euch gut, habt ihr schon asugepackt, wie ist das Wohnen da so… das letzte Mal um Mitternacht (!!!) rum, als dem Herrn Schwiegervater einfiel, man könne ja mal anrufen, um zu fragen, ob der Fernseher denn auch funktioniere? 😯 :rolleyes:

Erstaunlicherweise hatten wir bis heute mittag um 13 Uhr unsre Ruhe – dann ging das Telefon wieder. Wir sind zwar um 15 Uhr eh in der alten Wohnung, aber scheinbar hielten seine Eltern es nicht aus *hust* Einerseits nervt es mich ein wenig, andererseits amüsiert es mich auch, denn wann immer der Krieger den bevorstehenden Auszug ansprach, betonten seine Eltern, sie stünden dem Ganzen ja so cool gegenüber, es sei ja auch der richtige Zeitpunkt jetzt und überhaupt, alles kein Problem! Ich weiß ja, es ist ihr einziger Sohn, aber ich hoffe doch sehr, das sich das bald einpendelt und die beiden jetzt nicht jeden Abend zum Gute Nacht sagen vor der Tür stehen oder anrufen…

Trotz aller Unkenrufe der Freunde (oh, die ist aber klein, die Wohnung. Hier könnten WIR aber nicht leben. Da wird der Krieger sich aber ganz schön umstellen müssen…) sind wir glücklich hier. Der Krieger brummte gestern den ganzen Abend wohlig zufrieden („unsre Wohnung hier! UNSRE“) und auch meine Blicke streifen immer wieder liebevoll und froh über die bereits eingerichteten Eckchen, wo Pflanzen und Schnickeldi ihren Platz bereits gefunden haben.

Wir haben trotz fehlender Jalousie (wir haben halt jetzt Vorhänge) ganz wunderbar geschlafen. Und wenn wir erst mal komplett eingerichtet sind, und keine Kartons mehr im Weg stehen, dann werden unsre Freunde schon sehen, dass hier mehr Platz ist, als sie dachten. Und vor allem, das wir in unsrer kleinen Puppenstube zufrieden sind.

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