Blick in die Puppenstube

Na? Wollt ihr mal einen Blick in unsere Puppenstube werfen? Dann folgt mir – aber Schuhe abtreten nicht vergessen! ­čśë

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Improvisation ist alles

Lang lang ists her, das ich hier was geschrieben habe – ich hatte mit kaputter Schulter nicht so recht Lust zu stricken. Dann hatte ich erst Uni-Stress und dann kam mir mein Umzug in die Quere – aber jetzt hatte ich wieder Zeit und Lust zu stricken.

Ein Tuch sollte es werden, die Travelling Women ist schon so lang geplant bei mir – jetzt wollte ich sie endlich endlich anschlagen. Wollwickler rausgeholt und – ├Ąh… Moment mal… Verflixt – wir haben jetzt fast nur noch Expedit Regale in der Wohnung, und die sind allesamt zu dick, als dass man da den Wollwickler festklemmen k├Ânnte. Was macht Frau da?

Improvisieren :mrgreen:

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Der ersten Nacht

im neuen Heim wird ja oft besondere Bedeutung zugeschrieben – das, was man tr├Ąumt, soll wahr werden, oder so. Ich hab nix getr├Ąumt, was daran liegen mag, das wir nachts um 3 ersch├Âpft ins Bett gefallen sind ­čśÇ

Der Umzug verlief ganz gut, es ist nix kaputt gegangen au├čer meinen Nerven, der Schwiegervater hat Stress verbreitet ohne Ende („Macht das doch so und so! Ich mei, MIR is das ja egal, macht wie ihr wollt, aber…“) und der Krieger bzw. ich haben da extrem drauf reagiert (Das erste, was mir von Freunden gesagt wurde war, ich sei so unentspannt heute *seufz*)

Nachdem unsre Umzugshelfer allesamt 30-60 Minuten zu sp├Ąt kamen konnte es endlich losgehen, und mit drei oder vier mal fahren war dann alles dr├╝ben ­čÖé Damit ging das Chaos dann erst richtig los, es ist halt doch nur eine Puppenstube, und mit Sofa, Tisch, Bett etc war nicht mehr so wahnsinnig viel Platz, um die Kartons abzustellen. *hust*

So langsam haben wir das Chaos hier minimiert, Die M├Âbel im Wohnzimmer stehen schon so, wie sie stehen sollen, die K├╝che ist komplett einger├Ąumt und ein bisschen Deko und Schnickeldi hab ich auch schon verteilt. Das Spinnrad hat seinen Platz gefunden, den M├Ąusen geht es den Umst├Ąnden entsprechend gut und ein offenes W-Lan von den Nachbarn ist auch gefunden *kicher*

Sodom und Gomorrha haben sich gestern schon recht gekabbelt beim fressen, aber sie boxen „nur“ (= stellen sich auf die Hinterpfoten und boxen sich mit den Vorderpfoten, ├Ąhnlich einem Girlie-Duo, dass sich „schl├Ągt“ ) und jagen sich nicht. Sie sehen halt bisschen zerstrubbelt aus, kein Wunder, ist ja doch alles ziemlich aufregend hier, alles neu, neue Umgebung, neue Ger├Ąusche, das muss so ein kleines M├Ąusegem├╝t erst mal begreifen. Sie schlafen aber eng aneinander gekuschelt zusammen und ich mach mir keine gro├čen Sorgen, dass sie sich hier nicht eingew├Âhnen und die Gruppe zerf├Ąllt. Ich hab ja auch noch bis Ende des Monats Urlaub und kann sie gut beobachten.

Heute fahren wir noch mal zu den Schwiegereltern, ihnen zeigen, das der Sohn ├╝berlebt hat… ­čśë Das ist nicht ganz so ironisch, wie es vielleicht klingt – gestern ging hier innerhalb von f├╝nf Stunden drei mal das Handy des Kriegers, jedesmal seine Eltern dran, und jedesmal mit einer anderen dummen Ausrede, warum sie anrufen :mrgreen: Geht es euch gut, habt ihr schon asugepackt, wie ist das Wohnen da so… das letzte Mal um Mitternacht (!!!) rum, als dem Herrn Schwiegervater einfiel, man k├Ânne ja mal anrufen, um zu fragen, ob der Fernseher denn auch funktioniere? ­čś» :rolleyes:

Erstaunlicherweise hatten wir bis heute mittag um 13 Uhr unsre Ruhe – dann ging das Telefon wieder. Wir sind zwar um 15 Uhr eh in der alten Wohnung, aber scheinbar hielten seine Eltern es nicht aus *hust* Einerseits nervt es mich ein wenig, andererseits am├╝siert es mich auch, denn wann immer der Krieger den bevorstehenden Auszug ansprach, betonten seine Eltern, sie st├╝nden dem Ganzen ja so cool gegen├╝ber, es sei ja auch der richtige Zeitpunkt jetzt und ├╝berhaupt, alles kein Problem! Ich wei├č ja, es ist ihr einziger Sohn, aber ich hoffe doch sehr, das sich das bald einpendelt und die beiden jetzt nicht jeden Abend zum Gute Nacht sagen vor der T├╝r stehen oder anrufen…

Trotz aller Unkenrufe der Freunde (oh, die ist aber klein, die Wohnung. Hier k├Ânnten WIR aber nicht leben. Da wird der Krieger sich aber ganz sch├Ân umstellen m├╝ssen…) sind wir gl├╝cklich hier. Der Krieger brummte gestern den ganzen Abend wohlig zufrieden („unsre Wohnung hier! UNSRE“) und auch meine Blicke streifen immer wieder liebevoll und froh ├╝ber die bereits eingerichteten Eckchen, wo Pflanzen und Schnickeldi ihren Platz bereits gefunden haben.

Wir haben trotz fehlender Jalousie (wir haben halt jetzt Vorh├Ąnge) ganz wunderbar geschlafen. Und wenn wir erst mal komplett eingerichtet sind, und keine Kartons mehr im Weg stehen, dann werden unsre Freunde schon sehen, dass hier mehr Platz ist, als sie dachten. Und vor allem, das wir in unsrer kleinen Puppenstube zufrieden sind.

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ich muss weg

Naja, ich muss nicht – aber ich m├Âchte ­čÖé

Morgen also der Umzug. Hier stapeln sich die Kartons buchst├Ąblich h├Âher als mein Kopf und mir graut ein bisschen vor dem Kisten schleppen. Hab ich es doch – mal wieder – geschafft, meine Schulter zu ├╝beranstrengen und mit ner st├Ąndig plingenden Sehne im Gelenk kann ich nicht allzu schwer tragen. Gl├╝cklicherweise haben wir noch genug Kleiders├Ącke, die ich tragen kann ­čśë Dabei haben wir allen Ernstes sechs (6 !!!!!!) gelbe S├Ącke voll Klamotten und Stoffreste weggegeben und es ist immer noch so viel. Ihr ahnt nicht, welche Diskussionen ich um jede Hose und jedes T-Shirt mit dem Krieger f├╝hren musste. Wohlgemerkt, um SEINE zu knapp gewordenen Hosen (meine sind da ziemlich rigoros und ohne gro├čes Bedauern in die Altkleider gewandert) und seine hei├čgeliebten „diehabichaberschonjahrelang-jadassiehtmanandenL├Âchern“ T-Shirts. (eines konnte ich heimlich entsorgen. *hust*)

Wenn ich mich hier so umsehe, frage ich mich, wie um Himmels willen wir den ganzen Kram in der Puppenstube f├╝r zwei unterbringen sollen? Wo wir nicht mal nen Wohnzimmerschrank haben? (daf├╝r ein Monstrum im Schlafzimmer, Schwebet├╝ren, irrsinnig Stauraum und ich liebeliebeliebe diesen Schrank!) B├╝cher m├╝ssen mit, das Sofa muss mit, der Sessel muss leider da bleiben, eventuell kriegen wir den Hocker noch unter… All dies und noch mehr wird hier t├Ąglich ├╝berlegt. Nun ja, morgen stellt sich dann heraus, ob wir wohl doch zu wenig aussortiert haben. (wird schon gehen, irgendwie)

Die M├Ąuse bringen wir heute r├╝ber und ich hege die leise Hoffnung, dass dann auch meine Schl├╝ssel wieder auftauchen. Nicht die f├╝r die neue Wohnung, sondern die f├╝r die alte. Ich habe nicht die geringste Ahnung, wo das Teil sein kann, auf der Arbeit hab ich schon nachgefragt, da isser nit. Wenn ich Pech hab dann hab ich ihn in der Uni verloren… Apropos Uni, meine Note f├╝r Grammatik ist noch nicht eingetragen, ich wei├č also nicht, ob ich ├╝berhaupt bestanden habe. Die „du bist durchgefallen“ Mail soll bis zum 20. geschrieben werden, nur dummerweise werd ich ab morgen nicht mehr nachsehen k├Ânnen *seufz* Bleibt also alles spannend hier. Wir wissen noch nicht so genau, wann der Router kommt, haben zwar einen UMTS Stick beantragt, aber damit wird auch nicht mehr gehen als ab und zu reinsehen und Mails checken – zumal wir zwei kleinen Nerds uns den teilen m├╝ssen *g*

Einen Nachtel hatte der Umzug schon mal, der Krieger hat gesehen, wie gro├č mein Wollvorrat wirklich ist *hust* „Du darfst dir nix neues holen, bis das alles verstrickt und vor allem versponnen ist!!!“ hm… ich geh dann mal – 4 kilo kammzug verspinnen sich schnell oder? *grins*

Haltet die Ohren steif, seid nett zu einander und jamert nicht zuviel! :mrgreen:

PS: dank Dragonique auf ein wunderbares Comic gesto├čen, das ziemlich genau meine Stimmung ausdr├╝ckt:

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schwarz

Gestern rief mich meine Nichte an. Die Kleine ist elf Jahre alt und m├Âchte Karneval gerne als Goth gehen – und jetzt ratet mal, wer die Klamotten f├╝r ihr Kost├╝m rausr├╝cken soll? :mrgreen:

„Oooohhhhhhh…leihst du mir deinen Hut? Und dein Nietenhalsband? Und den G├╝rtel, krieg ich den auch? BIIIIITTTTTEEEEE!!!!! Du bist auch meine allerbeste Lieblingstante!!!!! Und Stulpen – du hast doch bestimmt noch Stulpen oder?“

Ich grinste, seufte theatralisch und fragte sie nach ihrer Schuhgr├Â├če. Meine Stiefel passen ihr, also leg ich ihr die noch dazu – wenn schon Kost├╝m, dann richtig:

 

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