plus minus 24 ;)

(plus minus 5 jahre, um genau zu sein)

Heute morgen sah mein Schreibtisch so aus:

Äh – das ist natürlich NACH dem Auspacken… Ein paar Kleinigkeiten für meine Haare, passend zu den Locken, die ich mir auf Kosten der Schwiegermutter in spe schon vor 2 Monaten machen lassen durfte.

Eine absolut nicht zu einem Goth passende Wärmflasche, aber grad deswegen total toll. Vor allem, weil ich so langsam aber sicher schon wieder mit einer ins Bett gehen könnte.

Gestern abend bekam ich von Herrn Federschwarz dann dieses hübsche Ding hier:

(Man beachte den Blutstropfen im Schnabelwinkel!) Irgendwie* hat es sich ergeben, das ich Quietscheentchen sammel, und heute ist die Herde beträchtlich gewachsen:

Das Irgendwie fing damit an, das ich die Badewannenspieltiere meiner Nichten und Neffen sah – und mir hüpften die rosa Punkente und die kleinen in schwarz und lila in die Tasche *hust* Rapante spendete spontan noch die schwarze Teufelsente (welche unter Schnabelblässe leidet, sie ist ganz ausgebleicht von der Sonne) und der Rest der Herde kam dann heute dazu. Ich LIEBE diese Piratenentchen!! ♥ Und passend dazu gibt es natürlich ein Lied, das hier nicht fehlen darf 😀

[youtube=http://www.youtube.com/watch?v=4HjycnhU5yk]

Categories: Frei

Brief an einen Vater

Heute in 4 Wochen bist du seit einem Jahr tot. Ich fange an, immer öfter an dich zu denken. Es passiert soviel und es ist soviel kaputt gegangen. Soviele Träume und Illusionen sind weg, einfach verpufft. Normalerweise komme ich ganz gut damit klar – die erste Zeit war hart, zu Hause, da, wo jetzt irgendwie kein zu Hause Gefühl mehr ist. Doch als ich wieder hier war, hier, wo ich wirklich zu Hause bin, hier wo meine Freunde sind, da wurde es einfacher. Ich, nein, ich vergaß dich nicht, ich…verdrängte dich. Wie ich es mit dem kleinen ich in mir getan habe. Ich sperrte die Erinnerung in eine hübsche kleine Schachtel und machte die einfach nicht mehr auf.

Es war – erleichternd. Das Leben ging weiter. Ohne dich. Wie schnell es weiter ging, erfuhr ich 2 Monate später. Als sie mir sagte, sie habe einen neuen Freund. Es war wie ein Schlag ins Gesicht. Was war mit euch? Wart ihr nicht immer glücklich? Selbst in schweren Zeiten (von denen es soviele gab, das wissen wir beide)? Selbst wenn ihr Streit hattet, ihr gehörtet doch zusammen! Ich werde nie vergessen, wie klein sie aussah, als du weg warst. Wie gebrochen. Weinend saß sie da und das einzige, was sie antworten konnte, war „ich will meinen Mann wieder haben!“. Und jetzt? Jetzt will sie sogar wegziehen. Mit IHM.

Und ich denke immer öfter an dich. Erinnere mich an die Verzweiflung, als ich dich da so liegen sah. Das warst nicht du, das war nicht mein Papa. Und dann schlich ich mich eines Abends wieder zu dir, ein Foto von mir in der Hand, und ich wollte es dir geben und cih konnte den Glasdeckel nicht öffnen. Ich wollte dich berühren, wollte zu dir, aber es ging nicht. Und immer noch glaubte ich nicht das wirklich tot bist. Am Tag deiner Beerdigung glaubte ich es auch noch nicht. Du solltest dort in dieser Kiste liegen? Du? Der du immer so lebenslustig warst?

Ich fuhr heim und dachte nicht mehr daran. Ich versuchte zu vergessen. Vor allem versuchte ich, zu begreifen, das die Illusion vom glücklichen Ehepaar wohl eben nur genau das war – eine Illusion. Sie hat sich schnell getröstet. Und jetzt will sie mit ihm weggehen und das ist das Schlimmste. Nicht, das sie weggeht – das du dann allein bist. Wenn du wenigstens dort liegen würdest, wo du auch dein Leben lang gearbeitet hast, wo du bekannt warst. Wo deine Familie lebte. Wo dein Vater begraben liegt. Sie läßt dich im Stich und verrät alles, woran ich glauben sollte – Familiensinn. Wir halten zusammen. Es war doch mal so?

Und ich denke immer öfter an dich. Ich trauere um all die verpassten Gelegenheiten. Du wirst nie ein Kind von mir sehen. Du warst so ein toller Opa – wenn ich daran denke, das meine Kinder dich nie kennenlernen werden, dann möchte ich weinen. Wenn ich daran denke, das meine Kinder später nur ein Großelternpaar haben (denn sie geht ja weg – und bitte, liebe Familie, lest es einfach, sagt nichts dazu) dann möchte ich verzweifeln. Weil ich weiß, das IHR tolle Großeltern wart – und weil ich eben nicht weiß, ob meine zukünftigen Schwiegereltern auch tolle Großeltern sind. Bei euch wusste ich das. Ich bin traurig, weil du deine Mittlere nie in Weiß sehen wirst – weil ich nie den Tanz mit dir eröffnen kann.

„Seine Heimat hat man dort gefunden, wo man die Jahreszeit am Duft erkennt und dabei eine Gänsehaut bekommt.“  (K. Michael Mühlfeld) las ich gestern in einem Blog. Ich beginne zu vergessen, wie du gerochen hast. Nach Arbeit und Kaninchen, nach Gras und Zigaretten. Und das ist das Schlimmste. Ich beginne, zu vergessen, wie du warst.

Categories: Zweite Seele

Fitness-Studio

Schon seit einer Weile denken der Herr Federschwarz und ich darüber nach, das wir mehr Sport treiben müssten. Also, um ehrlich zu sein, das wir überhaupt mal anfangen müssten.

Wir haben etliche Varianten durchgespielt – mehr radfahren, schwimmen gehen, uns allgemein mehr bewegen, uns für Wing Tzu anmelden… Aus dem Radfahren wurde nichts, da mein Rad kaputt ist und wir es irgendwie nie schafften, es zu reparieren. Aus dem Schwimmen gehen wurde nichts, weil das Schwimmbad hier im Ort nur ein Freibad ist. Für Wing Tzu war eigentlich nur er so richtig begeistert und das „allgemein mehr bewegen“ fiel auch unter den Tisch. Erst war das Wetter zu mies, dann war es zu warm (30° im Schatten macht mein Kreislauf nicht mit) jetzt fängt es schon an, herbstlich zu werden und damit kommt der Regen.

Kurz und gut, wir hatten für jede Situation die passende Ausrede und der innere Schweinehund ward groß und größer. Und wenn ich ehrlich bin, die Zahl auf der Waage stieg proportional zu meiner Kurzatmigkeit. Eine Lösung musste her. Fitness-Studio. Das wär was. Immerhin hab ich dann zumindest keine „schlecht-Wetter-Ausrede“ mehr und wenn ich dafür bezahle, dann will ich es auch eher nutzen. Oder zumindest ist der Druck, das Ganze dann auch durchzuziehen, größer.

Aber es sollte natürlich nicht irgendein Studio sein. Da gab es schon einige Hürden zu überwinden – nicht zu weit weg bitte. Das bedeutet, Bremen war keine Option. Da haben wir zwar gute (und günstige) Studios, aber wenn ich jedesmal erst in den Zug steigen muss, bevor ich zum Sport komme, vergeht mir schnell die Lust, ich kenn mich ja. Also etwas hier im Umkreis. Mit bezahlbarem Beitrag. Als Studenten haben wir nicht eben nen Goldesel im Keller stehen 😉 Nicht zuletzt wünschte ich mir eine angenehme Atmosphäre, ein Studio, in das ich reinkomme und mich wohlfühle. Das bedeutet, keine durchgestylten Girlies, deren wasserstoffgebleichte Dauerwelle ihnen das Hirn weggefressen hat, so dass sie nur noch dümmlich kichern können. Keine dummen Muskelprotze im Ed-Hardy-Shirt, welche die Arme vom Körper abgespreizen beim Laufen, so als ob sie Rasierklingen unter den Achseln stecken hätten. Ich wünschte mir ein Studio, wo ich nicht dumm angeguggt werde, weil ich absolut unfit bin und locker 20 Kilo zuviel wiege. Keines, wo ich belächelt werde weil ich erst jetzt was tue, keines, wo die Girlies (wie damals in der Schule) die Köpfe zusammenstecken und tuscheln und kichern sobald ich vorbei gehe. So begann unsere Odyssee.

Das erste Studio war super: hell, geräumig, die Leute nett, das Publikum normal – nur als der Beitrag erwähnt wurde, ward mir schlecht. 50 Euro im Monat, wenn man sich für minimum 12 Monate verpflichtet. PLUS 99 Euro „Aufnahmegebühr“ mit Fitness-Check und Trainingsplan aufstellen. Nein, leider kein Studentenrabatt, das sei ja eh schon so günstig, eigentlich müsste das noch viiieeel teurer sein. Der Herr Federschwarz und ich sahen uns an, schluckten, und gingen. Ich nicht ohne ein eher wehmütiges Gefühl, denn bis auf den Preis stimmte dort eigentlich alles.

Das zweite Studio war vom Internet-Auftritt her schon mal sehr sympatisch. Nett aufgemacht, freundlich und mit Kinderbetreuung. „Wir übernehmen den Zwerg im Maxi-Cosi ebenso gern wie Kinder im Spielgruppenalter, während ihr in Ruhe trainiert!“ Fand ich super. Bis wir es dann gefunden hatten verging ein Weilchen – es ist einen Ort weiter, immer noch relativ gut mit dem Rad zu erreichen. Von außen sah es richtig groß aus, von innen wirkte es…vollgestellt. Klein. Was mir gar nicht gefiel waren die Rollcontainer mit den offen daliegenden Akten, alle hübsch mit Name beschriftet. Jeder könnte da einfach so ran, wenn er wollte. Fand ich eher uncool. Allerdings bieten die Yoga an, und das wiederum fand ich toll. Ich möcht gern mal Yoga probieren. Auch toll fand ich, das die junge Frau, die uns begrüßte, ihr Baby mit zur Arbeit bringen durfte. Der Trainer kam und es begann das Beratungsgespräch. Kein großes Schnickschnack, kein „schaut mal, wie viele Urkunden wir haben“ Gehabe, einfach nur nette Beratung. Aber eben kleines, vollgestelltes Studio. Und nach der Beratung gleich ein „und, wär das was für euch?“ Und auch ein Beitrag von 46 euro im Monat. Dafür keine Startgebühr, wenn wir diesen Monat noch zugesagt hätten.

Das dritte Studio war sehr schnell abgehandelt. Eine große Kette, ein unpersönlicher Internet-Auftritt. Wir waren drin und 5 minuten später waren wir auch schon wieder draußen. Weil niemand Zeit für uns fand. Es waren zwar Mitarbeiterin dort, aber eine von ihnen war grad im Beratungsgespräch, und die zweite zwitscherte uns zu, sie sei allein und habe keine Zeit uns herumzuführen. Aber man könnte ja einen Termin machen? Morgen, 16 Uhr? Wir möchten doch bitte eine Stunde Zeit mitbringen, die bräuchte man schon. Ich fragte dann mal nach dem Beitrag. 11 Euro irgendwas pro Woche, das sei aber nur das Basispaket. Womit wir wieder bei 45 Euro im Monat wären, und vermutlich war da noch keine Trainerstunde mit drin. Ich bedauerte es nicht, da rauszugehen.

Das vierte Studio kam und wir waren erst mal vorsichtig. Schnell war diese vorsicht vergessen. Die junge Dame, die uns durch die Räume führte, war sehr sympathisch, das Studio hell und lichtdurchflutet, das Publikum total normal. eine Mami mit Kind kam grad hinter uns die Treppe rauf, eine ältere Dame trainierte am Butterfly-Gerät. Was ich bisher noch in keinem Studio vorher gesehen hatte: sie nutzen ein elektronisches Schlüsselsystem. Auf diesem Key wird der individuelle Trainingsplan gespeichert und jedes Gerät hat eine eigene Schnittstelle, sodass dir das Gerät selbst anzeigt, welche Übung grad dran ist. Beim Kursangebot sind interessante Dinge für uns dabei. Für mich Spinning und Power-Yoga, für den Herrn Federschwarz Jiu Jitsu und „Pratzen-Training“ (ich musste grinsen, als ich das las, und fragte nach – „Klopperei“ erklärte die junge Frau mit einem Augenzwinkern. Dort werden Tritt und Schlagabfolgen trainiert). Klang also sehr gut. Beim Rundgang zeigte man mir eine Sauna und es war um mich geschehen. Ich LIEBE Sauna, komme nur (auch mangels Geld meistens) nur selten dazu. Hier könnte ich die Sauna nutzen so oft ich wollte – und als meine „Fremdenfüherin“ mir dann noch begeistert erzählte, das man als HKK-Mitglied 25% (!!!) Rabatt auf den Beitrag bekommt (damit liege ich bei rund 30 Euro im Monat) wusste ich, das isses, ich bleib hier. Der Herr Federschwarz unterhielt sich wie selbstverständlich ganz angeregt mit dem Jiu Jitsu Trainer (der zwar beschäftig war, aber sich gern zeit für uns nahm) und auch er ist begeistert. Endlich ein Studio indem wir uns wohl fühlen. Eines, wo einfach alles stimmt. Es ist zwar eine Aufnahmegebühr fällig (85 Euro *ächz*) aber dafür gibt es Trainingsplan und vier Trainerstunden. Mir scheint, diese Gebühr ist überall fällig und irgendwie find ich das auch ganz logisch – man braucht halt eine Einweisung.

Alles in allem stimmt es beim vierten Studio einfach, wir kamen also recht gutgelaunt zu Hause an und erzählten meinem zukünftigen Schwiegervater freudestrahlend davon. Und wie reagierte er? Motzte, das wir das Geld zum Fenster rauswerfen würden. „Wenn ihr das Geld rauswerfen wollt, bitte. Ihr geht doch eh nicht hin. Spätestens im Herbst habt ihr die Motivation verloren, das sag ich euch! Und dann hängt ihr in dem Vertrag fest.“ Ich bin ehrlich sauer. Auf der einen Seite  necken die beiden uns, das wir mehr tun müssten, er grummelt immer wieder, wir müssten uns mal bewegen, geht doch mal spazieren, tut was, werdet aktiv! Jetzt WOLLEN wir was tun, haben uns Gedanken gemacht, Preise/Angebote verglichen, das passt ihm dann auch wieder nicht. Warum wir denn nicht spazieren gehen würden. Hah! Ich kenn mich doch – sobald das Wetter wieder schlechter wird, geh ich nicht mehr raus. Freiwillig im Regen spazieren gehen, damit ich Bewegung kriege, soweit kommt das noch. Pfft. Mit Studio gilt diese Ausrede dann aber nicht mehr. Zumal das nur 15 Minuten Fußweg, wenn überhaupt, von uns aus ist. Er wird schon sehen – je mehr er redet, dass das rausgeworfenes Geld ist, desto sturer werde ich. Allein für die Sauna lohnt sich das für mich schon. So.

Categories: Frei

Es geht voran

  1. mit meinem Lieblings-UFO 😉 Ich stricke seit ungefähr einem Jahr an einer Stola aus „Sags durch die Blume“ Zauberball. Dank Urlaub und viel Freizeit, die ich mit Serien guggen verbringen darf (hier rennt ja außer dem Herrn Federschwarz nichts rum, das bespaßt werden müsste) hab ich endlich die Motivation, um weiterzumachen.
  2. mit den Mustersocken. Gestern war der Tag ziemlich produktiv und ich habe es tatsächlich geschafft, bis über die Ferse zu kommen. Jetzt fehlt noch der Schaft, und ich weiß, dass das länger dauern wird, aber nun ja. Wollt ihr mal sehen? Den Murks an der Ferse verschweigen wir aber mal galant, das ist…öhm… kreative Musterauslegung. Oder so. 😉

Die Fadenspannung ist - nun, daran arbeite ich noch. sieht etwas verkrampft aus, ich weiß

Categories: Frei

Easy Peasy fertig

Das Tuch für meine Kollegin ist schon länger fertig – ich bin bisher nur noch nicht dazu gekommen, ein gutes Foto zu machen.

Es wiegt 244 Gramm und ich hab rund 1000 Maschen abgekettet am Ende. Mit der Häkelnadel, das ging irgendwie schneller 😉

Verwendet habe ich eine Mischung aus selbstgesponnenem Garn und Regia Sockenwolle.

Categories: Frei