praktische Physik

Heute: „Reibung“

Reibung bzw. Friktion ist die Hemmung einer Bewegung. Man unterscheidet zwischen äußerer Reibung, die zwischen den sich berührenden Grenzflächen von Festkörpern auftritt, und innerer Reibung bei der Verformung von Fluiden und Festkörpern. In physikalischen Modellen werden Reibungskräfte gerne vernachlässigt. Im Hinblick auf den bei der Reibung auftretenden Energie“verlust“ (ihre Umwandlung in Wärme unter Zunahme der Entropie) spricht man von Dissipation, insbesondere im Fall von kinetischer Energie, aber auch verallgemeinernd bei nicht-mechanischen Prozessen.

Äußere Reibung wird auch als Festkörperreibung bezeichnet, weil sie zwischen den Kontaktflächen von sich berührenden Festkörpern auftritt. Sie wird unterteilt in Haftreibung, Gleitreibung, Rollreibung und Bohrreibung. Die Haft- und Gleitreibung wird zu Ehren des Physikers Charles Augustin de Coulomb auch als Coulombsche Reibung bezeichnet. Diese Reibungsformen treten nicht immer strikt voneinander getrennt auf, denn mehrere Reibungsformen können zugleich oder abwechselnd auftreten; zum Beispiel ist der Stick-Slip-Effekt ein periodischer Übergang zwischen Haft- und Gleitreibung.

Die Reibungskraft FR nimmt mit der Normalkraft FN zu, oft annähernd linear und unabhängig von der Größe der Kontaktfläche (siehe Amontonssche Gesetze):

F_{mathrm R} = mu cdot F_{mathrm N}.

Dabei sind die Reibungskoeffizienten µ abhängig von der Beschaffenheit der Oberflächen und werden für die verschiedenen Arten der Reibung experimentell bestimmt.

(Quelle)

Nun hab ich wahrlich keinerlei Verständnis für Zahlen und schon gar nicht für die Vorgänge der Physik, aber eines weiß sogar ich: Reibung erzeugt Wärme. Und viel Reibung erzeugt viel Wärme, das hat mir Igor letztes Wochenende eindrucksvoll vorgeführt 😉

Ich war gerade dabei, mein am Freitag auf dem Stricktreff gesponnenes Garn zu verzwirnen. Die Spule ward voll und voller, Frau Federschwarz ward faul und fauler *g* Zu faul, die Spule noch zu wechseln (es ist ja nur noch ein bisschen zu verzwirnen, das passt schon noch…) wurde das Treten immer schwerer. Und dann roch es auf einmal angeschmort. Durchgeschmort, um genau zu sagen… Die Schnur der Spulenbremse gab einfach den Geist auf -.-

Wenn man genau hinsieht kann man das durchgebrannte Ende der Schnur noch sehen – ich hab sie wieder an die Bremse geknüpft, um weiter verzwirnen zu können. an der Spule kann man es auch sehen – die Antriebsrille sah zu Beginn des Spinnens noch nicht so schwarz…

Categories: Frei