Traumgespinst

Normalerweise erinner ich mich kaum an meine Träume. Oder vielleicht träume ich auch nicht – oder nur sehr selten. Oft passiert das auch in der Zeit zwischen Wecker klingeln und wirklich aufstehen, wenn man in diesem Dämmerzustand vor sich hin schwebt. Manchmal kann ich mich an einen Traum erinnern, der sich dann als Vorahnung heraustellt – wie der Traum vom Schlachtfeld, bevor mein Papa starb. Als Kind hatte ich einen wiederkehrenden Traum, eine kleine Sequenz nur, die mich schlecht schlafen ließ. Immer mal wieder tauchte dieses Bild auf, und ich kann mich ziemlich genau daran erinnern. Eine Panoramaansicht über einen Schrottplatz, alles ziemlich düster, in schwarzen und roten Farben gehalten. Über diese Berge von Schrott (alte Autos vor allem) spannte sich eine Seilbahn, deren Ende im Nichts endete. Ich stand dort in einer Gasse zwischen all den rostigen Autobergen und irgendetwas kam direkt auf mich zu, rauschte mit der Seilbahn heran und ich wusste, sollte mich dieses, dieses Etwas jemals erwischen, wäre es aus mit mir. In diesem Moment hörte der Traum auf und ich habe nie erfahren, was mich da verfolgte. Gruselig war das, beängstigend. So beängstigend, das ich auch heute, gute 20 Jahre später, immer noch nicht da stehen bleiben will, um zu guggen, was da mit der Seilbahn kommt. (Nein, keine Monster, kein schrecklicher Clown, kein schwarzer Mann – nur alte verostete Autos, eine umheimliche Stille und das Rauschen der Seilbahn.)

Seit Jahren hab ich nicht mehr an diesen Traum gedacht. Bis ich vorgestern genau von diesem Schrottplatz träumte. Es war immer noch genauso beängstigend wie damals. Und diesesmal erwischte mich das Seilbahn-Ding – glaube ich zumindest. Der Traum fing mit dieser Sequenz an und ich fand mich plötzlich in den Fängen eines Mannes wieder, der mich verliebt anlächelte, auf diese „Ich liebe dich. Wir werden zusammen sein. Ich weiß das du es willst. Wehr dich nicht dagegen, ich werde dich so oder so besitzen“ Art anstarrte und mir zärtlich über die Wange strich, während ich gefesselt da saß, damit ich nicht abhauen konnte. Schlechter Traum, das Wissen um eine drohende Verge.waltigung inklusive. Irgendwie konnte ich sogar flüchten und die Polizei verständigen – nur um festzustellen, das die Polizei bei dem Spiel mitmachte und mich wieder zu meinem Entführer zurückbrachte. Der mich dann wiederum mit irrem Blick ohne zu blinzeln anstarrte…

Am Ende stellte sich übrigens heraus, dass das Ganze ein Spaß der versteckten Kamera war – ich hab sehr gelacht. Ja wirklich -.-

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Ich glaub es hakt! *motz*

Als ich heute heim kam, wartete ein Brief auf mich. Von meinen speziellen Freunden, der Versicherung. In diesem Brief stand, das ich doch jetzt, wo alles geklärt worden ist, nachdem man das ja leider leider gerichtlich regeln musste, ich doch bitteschön den Jahresbeitrag 2010/2011 überweisen sollte. Man werde mich dann auch bittegerne weiter versichern.

äh – bitte was????????

Ich mir das Telefon geschnappt und da angerufen. Ich war nicht eben sonderlich nett, ich war auch nicht sondrelich fies – ich war halt angepisst und das hat die nette Dame (die da übrigens SEHR zickig war – wenn ich so mit meinen Kunden reden würde hätte Tch.ibo mich aber ganz schnell gefeuert) auch gemerkt. Nach einem “ das ist alles bezahlt und ich weiger mich, den Jahresbeitrag zu zahlen, ich hab schriftlcih das das gekündigt wurde!“ meinerseits und einer wirklich zickigen Erwiderung ihrerseits „Ja, wenn sie die Versicherung nicht mehr haben wollen, dann würde ich ja an ihrer Stelle auch mal rechtzeitig kündigen sie blöde Kuh) wurde ich dann echt sauer. Bin ihr dann auch ins Wort gefallen und sagte klipp und klar „ich habe schriftlich von der XYZ, das diese Versicherung gekündigt ist. Zum Juni 2010. Und ich weigere mich, den  neuen Betrag zu zahlen, das seh ich nicht ein. Ich bin Studentin, habe kein Auto, fahre mit der Straßenbahn – ich BRAUCHE diese Versicherung nicht einmal.“ Nach einigem Hin und Her und Suchen („Ja, ich find den Brief hier bei ihnen nicht, ich kenn ja nicht das Aussehen von ALLEN XYZ- Schreiben, die hier rausgehen, wir arbeiten ja auch noch für diese und jene Versicherung“) kamen wir dann überein, das sie das weiterleitet und ihre Vorgesetzten sich dann bei mir melden.

So weit, so gut. Nun läßt mir sowas ja aber kaum Ruhe und ich hab dann das Schreiben von denen an meinen Anwalt rausgesucht, in dem das mit der Kündigung stand. Also, tief durchatmen und da weider angerufen – diesmal nicht lange in der Warteschleife gehangen und auch eine freundliche ruhige Mitarbeiterin am Telefon gehabt. Hab ihr dann den Sachverhalt geschildert und ihr das Datum von dem Schreiben genannt, auf das ich bezog – und siehe da, innerhalb von 1 Minute hatte sie den Brief gefunden und konnte mir den genauen Wortlaut vorlesen. Und die Dame fordert jetzt für mcih einen schriftlichen Nachweis der Kündigung an.

Ich harre dann mal der dinge, die da kommen werden und pflege weiterhin meinen Ruf als zickige Kundin, die sofort zum Anwalt rennt…

(ich wär auch weiter gegangen und hätte mcih direkt zur Service-Insel durchstellen lassen, ich arbeite nicht umsonst ebenfalls im Call Center und weiß, wie da die Strukturen sind…)

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Heureka

ich glaub, ich habs 😀

Aus 300 Gramm superweicher Kuschelwolle in schwarz-weiß-grau, die mir Kristin geschenkt hat, und rund 150 Gramm selbstgefärbtem Merino-Kammzug in lila-weiß entsteht grade mit Igors Hilfe dieses Garn:

Navajo gezwirnt soll das ein sich selbst ringelndes Garn werden, aus dem ich mir dann socken stricken kann. Mal sehen, ob ich dünn genug gesponnen habe und das mit der Lauflänge hinhaut 😀

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!!!!! (Achtung, es folgt Kryptik vom Feinsten *g*)

Juhuu!! Ich freu mich so!! 😀

Für mich ist nämlich grad kein klitzekleiner, sondern ein riesengroßer Wunsch in Erfüllung gegangen, von dem es erst so aussah, als ob ich mir den nicht mehr erfüllen könnte.

Aber durch netten, sehr netten Mailkontakt und Nettigkeit und Hilfsbereitschaft eines andren Menschen klappt es jetzt doch. Wenn auch nicht ganz so, wie ursprünglich geplant. Aber was macht das schon, es wird trotzdem toll! *strahl*

*FREU*

(wenn das Päckchen hier ist lös ich das Rätsel auch auf und zeig euch was ich meinte. Bis dahin geh ich dann mal weiter wie ein Flummi durch die Wohnung hüpfen und mich freuen :D)

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Veeshan

Die Maus, die nach der Göttin des himmels und Mutter aller Drachen benannt wurde, ist grad über die Regenbogenbrücke gegangen. (Boah, klingt das kitschig) Sie hatte wohl Wasser in der Lunge, dasselbe, an dem auch ihre beiden Schwestern schon gestorben sind. Veeshan wurde 3 Jahre alt, war also schon eine echte Seniorin. Die Kleine hat allerhand erlebt – Tierheim, 5er Mäuse WG bei mir, beim Vergesellschaften in den Bauch gebissen worden, Tierarzt. Ich hab die 5er WG dann getrennt und Veeshan lebte mit Saryrn zusammen. Als Saryrn altersbedingt starb, brachte ich sie mit meiner adulten Dame Tunare zusammen. Sie lebten glücklich und zufrieden eine stressfreie Kuschelbeziehung, echte Schwesternliebe. Dann starb Tunare (an Lungenentzündung) und ich holte für Veeshan die zwei Krawallmädels Sodom und Gomorrha.

Veeshan hat einen Tumor im Ohr und 4 Mäusedamen überlebt – heute hatte sie dann wohl genug vom Leben. Gestern war sie noch relativ fidel, wehrte sich tapfer gegen die zwei Kleinen, die seit Tagen Stress machen und ihr den Rang ablaufen wollten (das hätte mioch stuttzig machen sollen, ein krankes Tier wird schnell ans Ende der Rangordnung verdrängt). Ich schob die geschlossenen Augen und das hektische Atmen auf den Stress und das Alter.

Jetzt liegt sie bei ihren Schwestern begraben.

Machs gut, Kleene ♥

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