und noch einmal

Alles dreht sich grad in meinem Leben, Dinge geschehen, schnell, zu schnell um sie beeinflussen zu können. Soviel zu bedenken, obwohl man sowenig tun kann.

Im Grunde könnte ich den ganzen Tag da stehen und HALT STOPP rufen. Das geht zu schnell!

Wenn man einmal hinter die Spiegel geblickt hat kann man nicht mehr zurück. Hinter der Fassade verbirgt sich oftmals eine hässliche Wahrheit. Ich habe heute in einen Spiegel geblickt und er ist zerbrochen. Die Wahrheit, die ich gesehen habe, hat alles geändert. Knappe 30 Jahre Illusion sind mit einem leisen *puff* verschwunden.

Zurück bleibe ich und die bittere Erkenntnis, das nicht alles so ist, wie es zu sein scheint.

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Fassade

wie gern würde ich mein Nietenhalsband heute auf der Arbeit tragen.

Aber ich bin vernünftig. So müssen der Nadelstreifenhut und die Stulpen ausreichen.

eine gute Fassade ist wichtig.

eine gute Fassade schützt.

Mauern.

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kopf voll

viel Denkerei im Moment. Statusbericht gefällig?

Meine Schwester heiratet im Juli, das ist super. Meine Mama kommt, das ist auch super. Meine Mama kommt aber nicht allein, das ist weniger super. Um nicht zusagen das ist Mist. Aber was soll ich machen – lächeln und nicken, nicken und lächeln. Und nicht wissen, wie ich dem Ganzen begegnen soll.

Der Metaller steckt mitten im Examen – da bleibt wenig Zeit für Dinge, die mich bedrücken oder beschäftigen.

Auf der Arbeit ist viel los – die Werbephase hat begonnen. Das ist gut so. Nicht so gut ist die Kollegin, die (mal wieder) in Liebeskummer schwelgt. Ich möchte sie eigentlich täglich schütteln in der Hoffnung, das sie Verstand in die Birne kriegt – oder wenigstens ein wenig Selbsterhaltungstrieb. Sie erinnert mcih sehr an mich selbst vor 5-7 Jahren, rennt dem Mann hinterher und läßt sich wie einen Fußabtreter behandeln. Nimmt Schlaftabletten, weil sie sonst nicht durchschläft. Sie tut mir leid. Ehrlich die Meinung sagen hilft aber nicht, da ist sie sehr beratungsresistent.

Nächsten Monat ist Papa 6 Monate tot – und ich war seit der Beerdigung noch nicht einmal an seinem Grab. Und ich weigere mich, an ihn zu denken.

Auf der Arbeit haben wir jetzt eine First Lady. Unser Projektleiter dachte sich nämlich wohl hm, die ist ganz niedlich, meine Landsmännin – die vögel ich mal so richtig gut durch mit der versteh ich mich ganz gut (sollte er das hier jemals lesen bin ich vermutlich meinen Job los) Und sie rennt jetzt auf zweierlei Arten durch das Büro – wenn er nicht dabei ist ist sie ganz First Lady und blickt auf alle andren herab. Wenn er dabei ist hat sie keine Zeit dafür, denn dann dackelt sie wie ein verliebter Pudel hinter ihrem Herrchen her und wartet auf das nächste Leckerbissen. Nun ja – Brot und Spiele. Man muss das Volk beschäftigen.

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Funkstille

seit Weihnachten nicht mit Mama telefoniert
seit Neujahr nicht mit der kleinen Schwester
seltenst mit der großen Schwester gesprochen
bestimmte Themen werden generell nicht angesprochen

ja – Verdrängung ist schon was Feines

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