Zahnarzt-Angst, Teil 2

oder: mein Weg aus der Angst ­čÖé

Nachdem ich ja vor 2 Wochen schon mal gezwungenerma├čen da war (guggst du hier) war ich dann am 26. zur Bestandsaufnahme da.

Und mittlerweile hab ich mich auch mit der Diagnose abgefunden.

Es m├╝ssen „nur“ die drei Z├Ąhne gezogen werden, von denen es mir eh schon klar war, das die nicht mehr zu retten sind. das schlimmste f├╝r mich – es m├╝ssen mehr Z├Ąhne gebohrt werden als ich dachte, insgesamt brauche ich 6 F├╝llungen ;( :hilfe:Quasi f├╝r jedes Jahr eines, ich k├Ânnt mich in den Hintern bei├čen das cih nicht regelm├Ą├čig hingegangen bin :autsch: (Zahnstein muss auch entfernt werden, der ist unten schon richtig fies.) Oben links m├╝ssen 4 und 5 raus, der 6er und der 3er werden pfeiler f├╝r die Br├╝cke. (ich muss mir dann noch mal ├╝berlegen, ob ich es ertragen kann, wenn der 6er silbern wird, der liegt ja nimmer im frontbereich und ist keine kassenleistung. wenn ich den auch zahnfarben haben will dann kommt da 60-100ÔéČ eingenleistung auf mich zu, die ich aber in raten abzahlen k├Ânnte)

unten rechts ist es der 6er, da sind mittlerweile nur noch wurzelreste vorhanden – ich m├Âchte lieber nicht so genau wissen wie er die entfernen will…

(konnte an dem Termin einen blick auf meine akte „erhaschen“ – da steht extra drin *sehr ├Ąngstlich* – das fand ich toll)

Im Moment bin ich noch relativ ruhig, von Magengrummeln keine spur. Daf├╝r ist quasi ├╝ber Nacht der Herpes erbl├╝ht und ich seh um den Mund rum aus wie ein Streuselkuchen (rechts unten an der Lippe bis zum Kinnansatz) Mal sehen wie ich morgen fr├╝h aussehe :S Diesmal also keine k├Ârperlichen sp├╝rbaren Anzeichen wie zittern angstgrummeln und weicheKnie, daf├╝r scheinbare ├Ąu├čere Ruhe, die sich dann in Lippenbl├Ąschen niederschl├Ągt – auch sch├Ân.

Ich r├Ątsel, wie er das machen will mit dem ziehen (immerhin sind zwei Z├Ąhne schon halb von Zahnfleisch ├╝berwachsen wieder) aber andererseits will ich auch nicht allzu viele Details wissen glaub ich *w├╝rg*

Morgen also hingehen, Augen zu, Mund auf und durch und dann KO aber stolz auf dem Sofa liege.

(ich hab mega Angst – aber ich geh trotzdem hin, komme was wolle)

Categories: Frei

Hochgenu├č

Vor ein paar Jahren las ich „Die Zwerge“ von Markus Heitz. 2003 kam der erste Band raus, nach und nach folgten der Krieg der Zwerge und die Rache der Zwerge. Die Geschichte endete mit dem Schicksal der Zwerge, wo nicht nur eben dieses, sondern das Schicksal vom ganzen geborgenen Land endg├╝ltig besiegelt wurde.

Ich folgte dem kleinen Zwerg Tungdil, der bei Menschen aufwuchs, auf seine Abenteuer. Er lernte Zwerge kennen – und lieben – er wurde Gro├čk├Ânig und tauschte seinen Schmiedehammer gegen eine Axt, die er Feuerklinge tauft. Er trifft auf And├┤kai, die letzte Maga, und ihren seltsamen, d├Ąmonisch anmutenden W├Ąchter Djerun in st├Ąhlernder, runengeschm├╝ckter R├╝stung. Er besiegt Trolle und Orks, verliebt sich und wird Vater. Am Ende seiner langen Reise ist aus Tungdil, dem Findelkind Tungdil Goldhand geworden, Gro├čk├Ânig der Zwerge und totgeglaubter Held. Ich habe die B├╝cher verschlungen.

Aber Tungdil trifft nicht nur auf Elben, Trolle und Gr├╝nh├Ąute, er trifft auch die m├Ąchtigen Albae – „grausame Wesen voll finsterer Magie“.┬á ├äu├čerlich den Elben ├Ąhnlich, sind diese Wesen dunkel und b├Âse im Inneren. Sie lieben die Kunst und dr├╝cken ihre Liebe dadurch aus, das sie eine Stadt aus Gebeinen errichten und Kunstwerke aus Blut auf menschlicher Haut gestalten. Sinthoras war einer von ihnen – und ich habe es geliebt. Seine Art, zu denken, sein k├╝nstlerischer Anspruch beim T├Âten, seine Arroganz, wenn er den Wesen ihr Schicksal brachte.

hier mal eine kleine Leseprobe – wir befinden uns, wie kann es anders sein, auf einem Schlachtfeld – die Zwerge sind gerade dabei, das Tor zum geborgenen Land zu verteidigen.

Die Morgensonne schob sich ├╝ber den Gebirgskamm ├╝ber dem Steinernen Torweg und blendete Glandallin. Er schirmte die empfindlichen Augen mit der Hand, damit er sehen konnte und die Gewissheit erhielt, dass die Pforte nicht mehr die kleinste L├╝cke aufwies. Es ist uns gelungen, Vraccas, dachte er erleichtert, als ein gl├╝hender Schmerz durch seinen R├╝cken fuhr. Eine schmale Klingenspitze ragte f├╝r den Zeitraum mehrerer Lidschl├Ąge aus seiner Brust, ehe sie wieder herausgezogen wurde. Ihm stockte der Atem. „Wer…?“┬áDer heimt├╝ckische Angreifer umrundete ihn und lie├č sich vor ihm in die Hocke nieder. Der Zwerg blickte in ein feines Elbengesicht, Sonnenstrahlen schienen durch die blonden Haare und verwandelten sie in goldene F├Ąden. Die Sch├Ânheit litt unter einem Furcht einfl├Â├čenden Makel: Anstelle der Augen sah der Zwerg zwei mandelf├Ârmige, unergr├╝ndlich schwarze L├Âcher.
Das Spitzohr trug eine schimmernde Plattenr├╝stung aus geschw├Ąrztem Stahl, die bis ├╝ber die Knie reichte. Die Beine wurden durch Lederhosen gesch├╝tzt, die dunkelbraunen Stiefel reichten bis unter die Knie. Dunkelrote Handschuhe bewahrten die Finger vor Schmutz, und die Rechte hielt einen Speer mit einer d├╝nnen, blutfeuchten Eisenspitze, die das enge Ringgeflecht des Kettenhemdes durchsto├čen hatte. Der seltsame Elb sprach zu dem Zwerg. Glandallin verstand ihn wieder nicht, doch der d├╝stere Klang der Worte sandte eisige Schauer ├╝ber seinen R├╝cken. „Mein Freund sagte: Sieh mich an. Dein Tod hei├čt Sinthoras“, ├╝bersetzte jemand hinter ihm. „Ich nehme dir das Leben, und das Land nimmt dir die Seele.“ Glandallin hustete dunkles Blut, es rann aus dem Mundwinkel und sickerte in seinen Bart.

„Geh mir aus der Sicht, niedertr├Ąchtiges Spitzohr! Ich m├Âchte beobachten, wie sich das Tor schlie├čt“, verlangte er mit schroffer Stimme. Er versuchte, den Gegner mit einem Hieb der Axt zu verscheuchen. Beinahe w├Ąre sie ihm entglitten, denn seine Kraft schwand. „Geh weg, oder ich spalte dich wie einen Strohhalm, verr├Ąterischer Elb“, polterte er unger├╝hrt weiter. Sinthoras l├Ąchelte kalt. Er hob den Spie├č und f├Ądelte die Spitze in einen schmalen Spalt zwischen den Kettenhemdringen. „Du irrst. Wir sind die Albae. Wir sind gekommen, um die Elben zu vernichten“, sagte die Stimme in seinem R├╝cken sanft. „Das Tor mag sich schlie├čen, aber wenn du dich durch die Macht des Landes wieder von den Toten erhebst, wirst du einer von uns sein und es ├Âffnen. Du kennst die Losung.“
„Niemals!“, widersprach der Zwerg. „Meine Seele zieht zu Vraccas….“ „Nein, denn deine Seele geh├Ârt nun dem Land, und damit geh├Ârst du ihm auf ewig“, unterbrach ihn die samtene Stimme. „Nun stirb, kehre zur├╝ck und gib uns das Geborgene Land.“ Das geschliffene Ende fuhr in das Fleisch des hilflosen, geschw├Ąchten Zwerges. Der Schmerz brachte ihn zum Verstummen.

Mit sanftem Druck schob Sinthoras die Klinge ein zweites Mal durch den geschundenen K├Ârper. Er tat es beinahe and├Ąchtig, z├Ąrtlich, voller Gl├╝ckseligkeit, dann wartete er auf das Sterben. Eingehend betrachtete er Glandallins vom Todeskampf verzerrte Z├╝ge und sog die Eindr├╝cke neugierig in sich auf.
Erst als er sich sicher war, dass alles Leben aus dem letzten H├╝ter des Steinernen Torwegs gewichen war, stand er auf.

Ich gestehe, ich habe die Albae geliebt. Sie sind meine heimlichen Helden.

Kennt ihr das, wenn ihr ein Buch lest, einen Antihelden findet und euch w├╝nscht, das es ├╝ber genau DIESEN Charakter eine Reihe geben wird?

Heute hab ich es gefunden – das erste Band der Legenden der Albae, geschrieben vom Meister selbst.

Ihr ahnt nicht, wie sehr ich mich gefreut habe. Einmal gekauft, presste ich das Buch an meine Brust und war seelig. And├Ąchtig fuhren meine Fingerspitzen ├╝ber den Titel, der sich wie ein kleines Relief vom Umschlag abhebt. Ich wiege es in meinen H├Ąnden, genie├če das Titelbild, lese den Klappentext immer und immer wieder. Ein kleiner Schauer ├╝berkommt mich und mein Hez schl├Ągt schneller vor Erwartung. Ich ahne, das dieses Buch perfekt ist, die Geschichte mich fesseln wird. Ich ├Âffne das Buch ein St├╝ckchen, einen winzigen Spalt nur, stecke meine Nase hinein und atme tiiieeef ein. Neue B├╝cher, sie riechen so gut. Es riecht nach frischem Wind und s├╝├čen D├╝ften, aber auch nach Blut, Rauch und Tod. Ich vermeine, das leise melodische Lachen Sinthoras und das Kampfget├╝mmel epischer Schlachten zu h├Âren. Und sp├Ątestens, als ich auf den ersten Seiten lese, das Sinthoras seiner menschlichen Sklavin f├╝r eine kleine Unachtsamkeit die Augen aussticht und es Gnade nennt, das er sie an dem Tag von ihren Pflichten befreit, wird meine Ahnung zur Gewi├čheit: Dieses Buch ist perfekt. Es wird mich in dieses ber├╝hmte tiefe schwarze „ich bin am Ende des Buches angekommen und es ist noch keine Fortsetzung drau├čen“ Loch fallen lassen.

Categories: Frei

Alles eitel Sonnenschein

Manchmal, wenn ich mich so in Klein Bloggersdorf rumtreibe, dann f├╝hl ich mich wie fr├╝her auf dem Schulhof.

Die Hexenprinzessin beschreibt es treffend – Pl├╝schkrieg in Klein Bloggersdorf.

Schon faszinierend, wie ein Eintrag die eigene Meinung darlegt und damit quasi einen B├╝rgerkrieg ausl├Âst. Da wird gestichelt ohne Ende und man erkennt Stutenbissigkeit, soweit das Auge reicht.

├ťbermutter vs. Rabenmutter.

Wenn man den Kommentaren glauben darf, geht das ungef├Ąhr so:

Wer happy ist und das bloggt, der l├╝gt und zeigt ja nur die halbe Wahrheit. Und wer ungl├╝cklich ist und das bloggt, der hat sein Leben nicht im Griff und macht das ja eh nur alles, weil man auf Leserfang ist. Authentisch kann man nur sein, wenn man eine Linie treu verfolgt – und ├╝berhaupt glaub ich eh nur mir und eventuell noch denen, die ich pers├Ânlich kenne und der Rest – der l├╝gt halt oder ist auf Leserfang…

Wer nicht immer selbst gemachte Breichen verf├╝ttert und seine Kinder nicht in jede stattfindende Krabbelgruppe bringt, der ist ne Rabenmutter und hat ein schlechtes Gewissen verdient. Und die, die das tun, die erz├Ąhlen eben nur, das sie mit ihren Kids ja soooo viel gemacht haben und die unangenehmeTeil des Lebens, etwa ein Streit mit dem Gatten weil ob der Bespa├čung der Kinder die W├Ąsche liegen geblieben ist, der f├Ąllt weg und wird nicht gebloggt. Obwohl – was so ne richtige ├ťbermutter ist, die schafft das ja alles mit links, Kinder, Haushalt, Beruf ­čśë

M├Ądels, gehts noch?

Ich komm mir vor wie auf dem Schulhof vor 15 Jahren!!!

Die eine Clique vertrat den Standpunkt, die andre Clique den Standpunkt und das Nebelkind war mittendrin, tappte mal hin, mal her, fand nirgends richtig Anschlu├č weil es nicht mitl├Ąstern wollte und verkroch sich daraufhin hinter einem guten Buch und ward nie mehr gesehen.

Und bei alldem Fr├Âhlichkeitsstaub und den Regenbogenherzen auf der einen Seite und den Gewitterwolken und dem Donnergrummeln auf der anderen Seite darf man nat├╝rlich Weihnachten nicht vergessen. Da herrscht dann wieder Friede Freude Eierkuchen und alle machen mit, beim Wichteln und beim Aktionen machen und hier Schnickeldi und da Brimborium.

Versteht mich nicht falsch, ich liebe das ja, das Wichteln, die Aktionen, der Schnickeldi und das Brimborium. Wie ich bei Josili schon schrieb, ich h├Ątte dieses Jahr sogar genug Zeit, mitzumachen – aber mir scheint, auch hier l├Ąuft es wie auf dem Schulhof. Man kennt die Leute, die das tun/erf├╝llt die Voraussetzungen (wie beim Kinder bewichteln)/ist schnell genug, sich anzumelden und kann mitmachen – oder eben nicht. Und wenn man sie nicht kennt, dann kriegt man auch nicht raus, wo Aktionen laufen und wo man was machen kann.

Und bevor man was falsch macht oder im Weg rumsteht, verzieht man sich dann lieber an den Rand – mit nem guten Buch – und guggt zu und l├Ą├čt die andren machen.

Ich f├╝r meinen Teil hab da scheinbar nicht so direkt den Anschlu├č – auch das wie fr├╝her auf dem Schulhof.

Manchmal finde ich das schade, wenn ich zum Beispiel merke, das doch eher wenig Resonanz auf einen Eintrag kommt. Ich schreib ja schlie├člich hier nicht nur f├╝r mich selbst, das k├Ânnte ich dann auch in nem Tagebuch tun. (Schreck lass nach, eine Bloggerin, die NICHT nur f├╝r sich selbst schreibt UND das auch noch ├Âffentlich zugibt – straft sie!!!) Ja, ich gugge in meine Statistiken, ja ich st├Âber auch ab und an mal rum, ob ich auf irgendwelchen Blogs verlinkt bin – mal ehrlich, wer tut das nicht? Schreibt ihr alle nur f├╝r euch? ├ťberblogger vs. Rampensau? ­čśŤ

Manchmal jedoch find ich es auch gut, das ich meine Ruhe habe – dann hab ich nicht den gef├╝hlten Druck von „Ich muss jeden Tag, minimum aber jeden zweiten Tag einen Blogeintrag schreiben, der p├Ądagogisch sinnvoll und politisch korrekt ist, aber dennoch mich und mein Empfinden ausdr├╝ckt“.

(und nun – keksigt mich f├╝r meine Aussagen – dann muss ich selbst keine Pl├Ątzchen backen ­čśŤ )

Categories: Frei

Veeshan

ist immer noch groggy..,

Ihr geht es soweit ganz gut, sie ist seid 15 Uhr wiuder daheim und die OP hat sie gut ├╝berstanden. Die Narkose muss aber wohl echt reingehauen haben, sie ist immer noch ein wenig wackelig auf den Beinen und flitzt noch nicht wieder so rum wie fr├╝her – ganz im Gegenteil, sie ist total verschlafen und pennt. Aber das kommt sicher noch.

Sie frisst schon wieder K├╝rbiskerne und im Moment sieht sie recht abenteuerlich aus, da ich ihr Salbe ins Ohr geschmiert hab und das hat jetzt die Ohrmuschel so zusammengepappt :rolleyes:

Aber ich sch├Ątze, wenn es sie st├Âren w├╝rde w├╝rde sie schnell dran rumkratzen.

Gott sei Dank konnte die ├ärztin die Ohrmuschel komplett erhalten, das war nicht so ganz sicher…

Die Bilder sind extra in schwarz-wei├č, in Farbe wird das n├Ąmlich grad SEHR rotlastig, da eine W├Ąrmelampe ├╝ber dem Becken h├Ąngt und ich sie durch das Blitzen nicht zus├Ątzlich stressen wollte. (Sieht ein wenig aus wie in so nem alten schwarz wei├č Detektiv Film, hm? *g*)

002

003

004

Bald ziehen sie dann auch wieder um vom Lazarett

006

033

in die alte „Villa“

038

047

Categories: Frei

wieder daheim

Veeshan ist wieder zu Hause ­čÖé

Sie hat die OP gut ├╝berstanden und ist noch in der Aufwachphase, sprich, sie torkelt grad so hin und her und kippt noch um und ist alles in allem ziemlich wackelig auf den Beinen.

Ich hab sie einfach zu den andren beiden in die gro├če TB gelegt. Sodom und Gomorrha verhalten sich ruhig, sie greifen sie nicht an, bekuscheln sie aber auch nicht – ich hoffe, das sich das ├Ąndert sobald Veeshan wieder etwas fitter ist und das die drei dann auch wieder kr├Ąftig miteinander kuscheln ­čÖé

F├╝rs erste steht die TB jetzt in der N├Ąhe der Heizung und ich werd an eine Seite noch eine W├Ąrmflasche legen, damit sie es sch├Ân warm haben.

Bleibt nur die Frage – ich hab heute abend eigentlcih noch einen Termin, ob ich da ruhigen Gewissens hinfahren kann? *gr├╝bel*

Categories: Frei