Linksgedreht

Wir sind wieder da ­čÖé Und wir haben ├╝berlebt – der Linksverkehr war t├Âdlich ­čś» Die ersten paar Male links abbiegen hab ich quasi nur mit geschlossenen Augen ├╝berstanden, wenn wir Gegenverkehr hatten – ich hab fast jedesmal gedacht, unser Gegen├╝ber knallt uns gleich ins Auto. Trotzdem war es wundersch├Ân und wir haben viel gesehen. Die┬á Preisunterschiede sind in bestimmten Sachen schon der Hammer – Bier und Zigaretten sind wahnsinnig teuer (├╝ber 8 Euro f├╝r eine Schachtel, wir haben┬á mal nachgefragt), und das Essen da ist auch nicht billig. Daf├╝r sind wir sehr g├╝nstig an B├╝cher rangekommen – wir haben kiloweise billige B├╝cher erstanden, in den urigsten L├Ąden. Kleine Shops, bis unter die Decke mit B├╝chern vollgestopft, Comicl├Ąden, die W├╝hlkisten hatten (bis auf Band 5 hab ich die Narnia-serie jetzt komplett, wenn auch multilingual *g*) und ein ganz toller christlicher Buchhandel mit einem noch tolleren ├Ąlteren Iren, der mir eine Studienbibel f├╝r Frauen f├╝r ein Drittel des Originalwertes (also quasi geschenkt) vertickt hat. Noch dazu war der einfach sehr charmant, sehr offen und sehr beeindruckend – als 67 Jahre alter Mann noch den schwarzen G├╝rtel in Karate haben, das soll einem erst mal einer nachmachen. Au├čerdem kaufte ich mir eine wundersch├Âne Silberkette mit Keltenkreuz und eine schwarze Blazerjacke im Military-Stil – f├╝r 20 Euro konnte ich das schicke Teilchen einfach nicht liegen lassen ­čśë

Wir haben viel gelernt in den paar Tagen, nicht nur ├╝ber die Geschichte Irlands. Ich hab an meinen Englisch-Kenntnissen gearbeitet und der Mann neben mir an seinem Weltbild – denn tats├Ąchlich gibt es auch rothaarige Frauen, die nicht h├╝bsch anzusehen sind, wer h├Ątte das gedacht *lach* ├ťberhaupt rannten da viele Irinnen rum, die so gar nicht h├╝bsch anzusehen waren – ich mag Minir├Âcke sehr, aber Minirock und ganz flache Ballerinas lassen einen sich in den H├╝ften wiegenden Frauengang ganz schnell nach schwangerer Ente aussehen, egal wie kurz der Rock doch ist (und glaubt mir, sie waren teilweise SEHR kurz).

Aber nicht nur Rotsch├Âpfe sahen wir, auch Kobolde konnten wir bestaunen. So kam uns auf der Stra├če ein junger Mann entgegen, roter Bart, die roten krausen Haare unter einer Wollm├╝tze versteckt und ich schw├Âre, h├Ątten wir ihm diese vom Kopf gezogen dann w├Ąren darunter spitze Ohren zum Vorschein gekommen :mrgreen: Kobolde f├╝hren einen ├╝brigens nicht nur zu T├Âpfen voller Gold, sie haben durchaus auch manchmal einfach das dabei, was das Gegen├╝ber gern haben m├Âchte – so f├╝hrte uns dieser Kobold zu Comic-Sammelb├Ąnden, welche der Mann neben mir f├╝r weniger als die H├Ąlfte an Euronen erstand. Er bekam dann auch das gl├╝ckliche Grinsen nicht mehr aus dem Gesicht den ganzen Tag.

Leider lie├čen sich die Kobolde nicht so einfach fotografieren, daf├╝r konnte ich aber Bilder machen von Drachen und Hexen: drachehexe

Wir waren im Nationalmuseum (Eintritt frei, das war toll!) und haben eine Stadtrundfahrt gemacht, wir haben uns verschiedene Kirchen angesehen (leider nur von au├čen, knappe 8 Euro Eintritt war mir dann doch zu teuer), haben leckeres Guiness getrunken und sind in der Temple Bar (Kneipen und K├╝nstlerviertel) rumgestromert. Freitag waren wir Richtung Landesinnere unterwegs, sind durch den Nationalpark gefahren und Abends gab es eine Tour der besonderen Art – mit Molly, dem „Gruselbus“, und Francis ging es durch das Dublin von Bram Stoker, Autor von Drakula. Wir haben gelernt, wie fr├╝her Leichen zu zwecken der Wissenschaft von den Friedh├Âfen geklaut wurden („mittels eines neuen wissenschaftlichen Instrumentes der Anatomie, man nannte es Haken, wurden die Leichen aus den Gr├Ąbern gezogen“) und das es bei den „40 Steps“ eine Art fr├╝he Babyklappe gab. Und sobald ich wieder Zugang zu meinem eigenen Rechner habe gibt es auch ne Menge Bilder ­čÖé

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Dublin

r├╝ckt n├Ąher und n├Ąher. Morgen Nacht geht es los, mit dem Auto Richtung D├╝sseldorf, damit wir rechtzeitig am Flughafen sind. Morgens dann der Flieger nach Dublin, eingecheckt haben wir heute online, die Koffer sind gepackt. Und so langsam werd ich kribbelig ­čÖé

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