Gefährliches Hobby

Klick Klack, Klick, Klack… Wenn ich die Augen schließe und ein bisschen in mich hineinhorche, und wenn ich dann an ein Geräusch denke, das in meiner Kindheit allgegenwärtig war, dann höre ich das:

Klick Klack, Klick, Klack, Klick Klack, Klick, Klack…

Mal schneller, mal langsamer. Dieses sanfte Klick-Klack ist das Geräusch der Nadeln meiner Mama, mit denen sie uns Schals, Pullover, Socken und Handschuhe strickte. Meine Mama kann das gut, sie strickt ohne hinzusehen und hat Unmengen an verschiedenen Mustern drauf. Meine Mama strickt sogar Sachen, die sehen hinterher wie gehäkelt aus (das schimpft sich dann Filet-Stricken, fragt mich nicht, es sieht filigran aus, mit vielen Löchern, die genau da sind wo sie hinsollen) Na jedenfalls hab ich meine Mama früher selten abends ohne ihren Handarbeitskorb gesehen, sie saß da und strickte und strickte. Man kann sich also denken, das ich schon relativ früh die Nadeln in die Hand nahm und das Stricken lernte. Ich kann mich erinnern, in der dritten Klasse oder so, da war meine Mama sogar in meinem Textilunterricht als „Lehrer-ersatz“, weil meine damalige Lehrerin nur Stricken für Rechtshänder erklären konnte und wir doch einige „Linkspfoten“ in der Klasse waren.

Ich strick ja gern – ich finds das echt entspannend und meditativ – ich glaub, das hab ich von meiner Mama 😀 Aber wenn ich mir das da unten so ansehe, dann sollte ich mir das mit dem „Stricken ist so beruhigend“ vielleicht noch mal überlegen und mir ein ungefährlicheres Hobbie suchen – Haifische mit der Harpune erlegen oder so :mrgreen:

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